Allianz Schadenakte Fack ju Göhte 3
Foto: Constantin Film Produktion GmbH 2017 / Reiner Bajo

Mit „Fack ju Göhte 3“ endet die erfolgreichste Filmserie des deutschen Kinos. Die Schäden, die Schüler in dem Film anrichten, hat ein Allianz Experte einer Prüfung unterzogen

Da krallen sich zwei Lehrer ein Seil und versuchen, eine Drohne unter Kontrolle zu bekommen, an der ein dicker Junge hängt. Da manipulieren Schüler die Sprinkleranlage, sodass es in der ganzen Schule rote Suppe regnet, die der Schuldirektorin die Frisur versaut. Da verwechselt ein Schüler im Museum eine künstlerisch wertvolle Sanitärinstallation mit einem echten Klo, und eine seriöse Münchner Tageszeitung schreibt „Gesamtschüler scheißt auf Moderne Kunst“. Und die Schülerzeitung heißt „Klassenfurz“. Manch Filmkritiker würde monieren, dass der Humor im letzten Teil der „Fack ju Göhte“-Trilogie eher platt daherkommt. Andererseits kann man dem Kritiker eine Zahl entgegenhalten: 20 Millionen. So viele Zuschauer haben nämlich die drei Teile der Reihe in die Kinos gelockt. Die können nicht alle irren.

Was an dem Film positiv überrascht – zumindest aus Sicht eines Sachversicherers – sind die vergleichsweise geringen Schäden, welche die Horde verhaltensgestörter Schüler (und Lehrer) in den 120 Kinominuten anrichtet. Da hätte man mehr befürchtet. Während der Rettungsaktion mit der Drohne fällt eine neue Goethe-Statue auf einen alten Kombi (9000 Euro), ein wütender Schüler zerstört im Berufsberatungszentrum einen Filmprojektor samt Leinwand (700 Euro) und Lehrer Müller wir das Handy einer Schülerin ins Klassenaquarium (300 Euro). Der erwähnte Wasserschaden aus den Sprinklern lässt sich mit 15.000 Euro ansetzen. Mutwillig beschädigtes fremdes Eigentum ersetzt eine Haftpflichtversicherung nicht. „Schäden, die aus Übermut oder im Eifer des Gefechts passieren, bezahlen wir durchaus“, sagt Allianz Schadenexperte Rainer Strodtkötter. Das ist für Eltern von wilden Schülern dann doch beruhigend, angesichts einer

Schadensumme von 25.000 Euro

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