Suchen
      • Suchen
       (Quelle: snapchat.com)

      Social Media 9. September 2016

      Zehn Sekunden Ruhm für den Chef

      Text: Saskia Trucks
      Foto: snapchat.com
      Snapchat: Unter dem Namen allianz_moments teilen Auszubildende seit einigen Tagen fleißig ihre Eindrücke aus dem Firmenleben. Und schon bald will die Allianz auch über Whats App Azubis gewinnen.

      Die Berufsausbildung bei der Allianz wird moderner und zeigt Transparenz: Seit dem 1. September 2016 geben im Rahmen eines Testfelds neue Azubis über den Instant-Messaging-Dienst „Snapchat“ Einblicke in ihren Alltag auf dem Allianz Campus in Unterföhring bei München: Fotos vom Arbeitsplatz, kurze Videos, in denen sich die Ausbilder vorstellen und Videos von den Workshops, an denen die Azubis in den ersten Wochen teilnehmen. Über 300 Follower hat der Kanal allianz_moments in wenigen Tagen für sich gewonnen.

      Die Snapchat-Idee entstand in einem Projekt, das einen viel größeren Rahmen hat: Berufsausbildung 4.0. „Dort stellen wir die gesamte Berufsausbildung in der Allianz Deutschland auf den Prüfstand. Sie soll moderner werden und die Berufseinsteiger besser auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten“, erläutert Projektleiter Maik Braun. „Für  das Unternehmen ist es aber auch wichtig, dass wir für angehende Auszubildende und junge Bewerber in der Social Media Welt sichtbar und ansprechbar sind.“ Kanäle wie Snapchat könnten dabei helfen, junge Leute für Allianz zu interessieren und Azubis zu gewinnen. „In einem nächsten Schritt werden wir WhatsApp als Kontaktkanal testen, um auch dort  interessierten Schülern für Fragen zur Verfügung zu stehen“, so Braun.  

      Snaps eröffnen einen authentischen Einblick in die Lebenswelt - und damit auch die Berufswelt - ihrer Urheber. Normalerweise verschwinden die Bilder nach kürzester Zeit wieder. Ausnahmsweise durften wir Screenshots davon machen - damit auch Nicht-Nutzer verstehen, wie Snapchat funktioniert.

      Foto: Allianz Deutschland AG

      Snaps eröffnen einen authentischen Einblick in die Lebenswelt - und damit auch die Berufswelt - ihrer Urheber. Normalerweise verschwinden die Bilder nach kürzester Zeit wieder. Ausnahmsweise durften wir Screenshots davon machen - damit auch Nicht-Nutzer verstehen, wie Snapchat funktioniert. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Spontan und authentisch: Social Media kommt an

      Der 21-jährigeKevin ist einer der Azubis, der an dem Snapchat-Projekt beteiligt ist. Als er vor einigen Monaten begann, nach einem Ausbildungsplatz zu suchen, fehlten ihm echte, realistische Eindrücke vom Firmenleben – er wollte sich gern eine Vorstellung davon machen, was ihn bei seiner Ausbildung erwarten würde. „Zwar gibt einem jedes Unternehmen heute Einblicke auf der Website, oft auch auf Instagram und Facebook, aber das ist leider immer das gleiche: Gestellte Fotos, alle lächeln, arbeiten fleißig und sind total gut drauf – das wirkt nicht echt!“ 

      „Bei Snapchat ist das anders“, meint sein 19-jähriger Mitauszubildender Oliver, „Da kriegt man wirklich persönliche Einblicke. Man sieht zum Beispiel auch, dass nicht immer nur gearbeitet wird, sondern auch mal Spaß gemacht wird.“ Authentizität kommt bei den Jugendlichen gut an. Die Zahlen sprechen für sich: Mit über 100 Millionen Nutzern und täglich einer Milliarde „Snaps“ ist Snapchat eines der erfolgreichsten sozialen Netzwerke überhaupt. Die sogenannten „Snaps“ – Fotos und Videos, die man über den Dienst mit seinen Freunden teilt – verschwinden nach wenigen Sekunden wieder aus den Weiten des Internets. Im Rahmen von „Stories“ kann man sie für 24 Stunden konservieren - danach ist sind sie aber endgültig weg.

      Spontan, ungeschminkt, authentisch - und gerne mit persönlichen Sprüchen und Bildchen verziert: So ist Snapchat. Dass sich diese Art zu kommunizieren für manch älteren Betrachter nicht auf den ersten Blick erschließt, macht den Dienst für seine vorwiegend jungen Nutzer nur umso attraktiver.

      Foto: Allianz Deutschland AG

      Spontan, ungeschminkt, authentisch - und gerne mit persönlichen Sprüchen und Bildchen verziert: So ist Snapchat. Dass sich diese Art zu kommunizieren für manch älteren Betrachter nicht auf den ersten Blick erschließt, macht den Dienst für seine vorwiegend jungen Nutzer nur umso attraktiver. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Etwas zum Vorzeigen

      Genau dieser Aspekt führt zu der Spontaneität auf Snapchat, die Jugendliche so begeistert - und die bei vielen älteren Internetnutzern erst einmal für ein Schulterzucken sorgt. Aber siehe da: Selbst die neuen Chefs der Allianz-Azubis treten über den Kanal ganz locker auf. „Dann sehen meine Freunde auch mal, wie mein Ausbilder aussieht - die haben sich den viel älter und steifer vorgestellt.“

      Nicht nur für interessierte künftige Azubis, die sich im Vorfeld über das Unternehmen informieren wollen, ist der Snapchat-Kanal also eine Bereicherung – auch die Auszubildenden des Jahrgangs 2016 freuen sich darüber. „Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und von meinem Tag erzähle, kann ich dazu auch Bilder zeigen – das hat schon was!“, sagt Kevin.