Krankenversicherung im Urlaub
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Panama, Kap Verde und USA sind am kostspieligsten / 50 Prozent der Kosten durch Behandlungen im Krankenhaus verursacht / Ohne passende Krankenversicherung zahlt der Urlauber selbst

Osterzeit ist Reisezeit. Die einen zieht es in die Berge, andere fliegen in die Sonne. Erkrankt man dann im Urlaub, ist das ohnehin schon ärgerlich. In einigen Ländern kann aber der Gang zum Arzt oder die Behandlung im Krankenhaus zusätzlich auch noch besonders teuer werden. Die Allianz Private Krankenversicherung hat die Urlaubsländer mit den höchsten Kosten anhand tatsächlicher Krankheitsfälle erhoben.
Ranking der Urlaubsländer mit den durchschnittlich höchsten Behandlungs- und Versorgungskosten für die Jahre 2015 und 2011 im Vergleich:

In den vergangenen fünf Jahren sind die Kosten im Ausland insgesamt gestiegen, allein in Kanada um mehr als 100 Prozent. Sehr schwerwiegende Einzelfälle wirken sich natürlich aus. „Der Hauptgrund insgesamt ist aber wie auch in Deutschland der medizinische Fortschritt“, sagt Matthias Kühn, Experte bei der Allianz für die Reisekrankenversicherung. „Neue Medikamente und Therapien wirken besser, kosten aber auch mehr.“

Teuer: In Nepal der Rücktransport, in Österreich der Skiunfall

Zugleich kann man je nach Land unterschiedlich starke Kostentreiber beobachten: Länder wie Panama, USA, Kanada und Israel sind per se Hochkostenstandorte, wenn es um die Gesundheit geht: Wer gut versorgt sein will, zahlt hohe Preise.
In Staaten wie etwa Kap Verde, Nepal oder Ecuador führen dagegen vor allem Rücktransporte zu hohen Ausgaben – zunächst aus schwer zugänglichen Gebieten heraus und dann in die Heimat. Denn die medizinische Betreuung ist teilweise eingeschränkt, und die Patienten müssen in Deutschland behandelt werden.
Auf Rang 10 der Liste der teuersten Länder findet sich Österreich. Dort sorgen auf Skiunfälle spezialisierte Kliniken für hohe Kosten. Sie rechnen für eine Operation oft doppelt so viel ab wie deutsche Krankenhäuser.
Den höchsten Kostenanteil mit 50 Prozent verursachen laut Statistik der Allianz Privaten Krankenversicherung Behandlungen in Krankenhäusern, gefolgt von ambulanten Arztbesuchen mit 35 Prozent. 15 Prozent entfallen auf den Transport von erkrankten oder verletzten Versicherten aus dem Urlaubs- ins Heimatland.

Albtraum: 785.000 Dollar Krankheitskosten in den USA

In Einzelfällen können sich die Behandlungs- und Versorgungskosten auf mehrere Hunderttausend Euro summieren. Wie im Fall eines deutschen Ehepaars. Nach einem fremd verschuldeten Autounfall in Florida musste das Paar wegen Polytraumas drei Wochen in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Kosten: 550.000 US-Dollar. Hinzu kamen Arztrechnungen von etwa 200.000 US-Dollar und der Rücktransport nach Deutschland von 35.000 US-Dollar.
Da das Ehepaar eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hatte, übernahm die Allianz die Gesamtkosten von 785.000 US-Dollar. Zum Vergleich: Für eine Reisekrankenversicherung der Allianz zahlen Singles in der Regel rund zehn Euro im Jahr, eine Familie etwa 20 Euro.

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Alexandra KusitzkyAlexandra Kusitzky
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