Allianz Flaggen

In einem ARD-Film unter dem Titel „Versichert und verloren“ wurde am Montagabend (17. August) der seit Jahren bekannte Fall Bernert erneut aufgegriffen. Der zentrale Vorwurf von Frau Bernert und des Fernsehteams lautet, dass Versicherer wie die Allianz systematisch mit Richtern, Gutachtern und Politik zusammenarbeiten, um berechtigte Forderungen von Geschädigten abzuwehren. Diesen Vorwurf weist die Allianz Deutschland entschieden zurück.

Bedauerlicherweise hat die ARD der Allianz nicht die Gelegenheit gegeben, zu diesem Vorwurf Stellung zu nehmen. Die angeblichen Belege, die der Film anführt, ergeben ein verzerrtes und einseitiges Bild, und es werden Falschaussagen getroffen. Die Allianz Deutschland prüft den Filmbeitrag im Detail und wird in Kürze ausführlich Stellung beziehen.
Der Fall Bernert ist besonders tragisch. Der Junge kam schwerbehindert zur Welt. In verschiedenen Gerichtsverfahren ging es um die Frage, ob und in welcher Schwere ein Behandlungsfehler des Arztes und einer Hebamme vor, während und nach der Geburt vorlag. Beide sind bei der Allianz haftpflichtversichert. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil im Juni 2014 bestätigt, dass lediglich Fehler nach der Geburt geschehen sind und hat den Anteil des zu verantwortenden Behandlungsfehlers auf 20 Prozent festgelegt. Geklagt wurde von der Familie Bernert auf ein 100prozentiges Verschulden. Mit dem Urteil ist der Fall in letzter Instanz abgeschlossen. Alle fälligen Zahlungen wurden von der Allianz bereits vor der BGH-Entscheidung vollständig an die Familie geleistet. Darüber hinaus bezieht Daniel Bernert seit 2013 eine lebenslange Rente.
Der Film suggeriert, die Schuld habe immer eindeutig auf der Seite unserer Versicherungsnehmer gelegen. Andere wichtige Fakten werden in dem Beitrag nicht erwähnt. Das wird dem Fall nicht gerecht. Die Haltung der Allianz ist durchaus selbstkritisch. Vor zehn Jahren haben wir die Chance verpasst, mit der Familie zu einem Vergleich zu kommen. Allerdings hatte die Allianz in den vergangenen Jahren Frau Bernert verschiedene Vergleichsangebote gemacht, zuletzt über 1,8 Millionen Euro. Diese hat sie abgelehnt. Sie zog vor den BGH und hat nach dem Urteil deutlich weniger zugesprochen bekommen. Zu keinem Zeitpunkt hat die Allianz – anders als in dem ARD-Beitrag dargestellt – manipulierte Gutachten in Auftrag gegeben oder genutzt.
Im Gegensatz zu den absurden Behauptungen im Film tut die Allianz alles, um Schadenfälle schnellstens zu regulieren: Von den 2,44 Millionen Fällen, die 2014 an die Allianz Deutschland gemeldet wurden, wurden rund 95 Prozent umgehend reguliert. Bei den anderen Fällen müssen Klärungen erfolgen, die wir im Interesse unserer Versicherten ebenfalls so schnell wie möglich vornehmen. Die Summe, die von der deutschen Allianz 2014 an Kunden für Schadenregulierungen ausgezahlt wurde, betrug 4,35 Mrd. Euro. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat in diesem Zusammenhang entsprechende Branchen-Informationen zusammengestellt: http://www.gdv.de/2015/07/versicherer-erstatten-schaeden-zuegig-und-stehen-fuer-einen-fairen-interessenausgleich.

Weitere Informationen zum Fall Bernert finden Sie auf unter https://www.allianzdeutschland.de/der-fall-daniel-bernert-fakten-und-hintergruende/id_74111316/index

Kontakt
Mario GhiaiMario.Ghiai
Allianz Deutschland AG
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Bildquellen

  • Allianz Flaggen, Foto: Allianz SE