Suchen
    • Aktuell
    • Erzählt
    • Steffi Jones über Altersvorsorge: "Sicherheit ist sexy"
      • Suchen
      Steffi Jones

      Altersvorsorge 13. April 2015

      "Sicherheit ist sexy"

      Text: Daniel Aschoff
      Steffi Jones, Direktorin des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat im Fußball auf und neben dem Platz viel erreicht. Ihre Altersvorsorge hat sie aber erst in der Nachspielzeit gesichert. Ein Gespräch über verpasste Chancen, Existenzängste und die Fragen Ihrer Partnerin.

      Frau Jones, waren Sie auf dem Fußballplatz eher für die Sicherheits- oder Risikopässe zu haben?

      Das war je nach Position unterschiedlich. Ich habe als Kind im Sturm angefangen, wo man eher mal mit Risiko spielen kann. In der Abwehr ist dagegen die Sicherheitsvariante gefragt. Letztlich ist es aber wie im Leben: Man muss wissen, wann man Risiko geht und wann Absicherung gefragt ist.

      Wussten Sie das als junge Sportlerin?

      Als ich jung war, war ich schon ein wenig naiv und unwissend. Ich musste viele Erfahrungen selbst machen und habe rückblickend einiges an Lehrgeld bezahlt.

      Wie viel denn?

      Mindestens 250.000 Euro. So hoch war das Darlehen, das meine Mutter, ihr Partner und ich für ein Grundstückskauf und Hausbau aufgenommen haben, das wir bei Frankfurt bauen wollten. Nach langen Rechtsstreitigkeiten konnten wir dort aber nicht bauen und saßen jahrelang auf den Schulden. Teilweise wusste ich damals gar nicht, wie ich meine Miete zahlen sollte.

      Obwohl Sie Profisportlerin waren?

      Als Profi-Fußballerin verdienst du natürlich bei Weiten nicht so viel wie die Männer. Deshalb habe ich nach meiner Ausbildung als Groß- und Einzelhandelskaufrau auch stets noch gearbeitet, zum Beispiel im Kaufhaus oder als Marktleiterin eines Supermarktes.

      Reichte das Geld, das Sie dort verdient haben, für eine Altersvorsorge aus?

      Es hätte ausgereicht, aber damals wollte ich auch leben, mir mal eine neue Jeans kaufen oder ins Kino gehen. Da denkt man nicht daran, sein Geld in eine Lebensversicherung zu investieren, die einem als junger Mensch außerdem ziemlich komplex vorkommt und abschreckt. Vor allem war ich mir nicht darüber bewusst, dass es sinnvoll ist, möglichst früh in eine solche Anlage zu investieren. Man muss erwachsen sein, um zu verstehen: Sicherheit ist sexy.

      Lebenspartnerschaft: Nicole Parma und Steffi Jones

      Foto: imago

      Nicole Parma und Steffi Jones (Quelle: imago)

      Wie kam der Sinneswandel?

      Ich bin schon immer ein sicherheitsbewusster Mensch gewesen und habe mir deshalb auch nie eine spekulative Anlage andrehen lassen. Als ich dann 2008 erstmals fest beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) angestellt wurde, habe ich zumindest mal eine kleine Lebensversicherung abgeschlossen, um nicht nochmal in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

      So richtig fürs Alter vorgesorgt hatten Sie dadurch aber noch nicht?

      Erst 2012 hat mir mein damalige Freundin und heutige Frau, Nicole, die Augen geöffnet. Wir haben uns in einem Urlaub kennengelernt, kurz nachdem wir uns beide von unseren vorherigen Partnern getrennt hatten. Nicole hatte früher lange bei einer Bank und einer Versicherung gearbeitet und kannte sich in Finanzfragen sehr gut aus. Als wir zusammenkamen, war ihre erste Frage, wie es denn um meine Altersvorsorge stehe.

      Konnte Nicole mit der Antwort zufrieden sein?

      Überhaupt nicht. Stattdessen hat sie mir mit sehr eindringlichen Worten erklärt und aufgezeichnet dass mein aktueller Lebensstandard mit der gesetzlichen Rente und der kleinen Lebensversicherung im Alter nicht zu halten sein würde.

      Wie ging’s weiter?

      Ich hatte schon vorher über die Allianz meine Fahrzeuge versichert. Deshalb lag es nahe, auch meine Altersvorsorge dort abzuschließen, zumal Nicole der Meinung war, dass die Allianz die beste Altersversorgung am Markt bietet. 2012 habe ich dann – mit 39 Jahren – eine Privat Rente Klassik bei der Allianz abgeschlossen.

      Steffi Jones: "Wer zu lange mit der Altersvorsorge wartet, verliert später eine Menge Geld!"

      Steffi Jones: "Wer zu lange mit der Altersvorsorge wartet, verliert später eine Menge Geld!"

      Eigentlich ein paar Jahre zu spät?

      Wenn ich zehn Jahre früher angefangen hätte, zum Beispiel 300 Euro pro Monat einzuzahlen, hätte ich im Alter problemlos einen sechsstelligen Betrag mehr zur Verfügung. Wer wartet, verzichtet auf richtig viel Geld. Zum Glück habe ich aber noch 20 Jahre Zeit, bis ich aufhöre zu arbeiten. Die Strafe ist jetzt eben, dass ich deutlich mehr einzahlen muss als meine Frau, um am Ende bei einem ähnlichen Betrag wie sie zu landen.

      Was haben Sie aus dieser persönlichen Erfahrung gelernt?

      Dass man gar nicht früh genug mit der Altersvorsorge anfangen kann. Es kann im Leben immer was schiefgehen. Dann ist es gut, wenn man vorgesorgt hat.

      Im Werbespot für die Allianz bringen Sie dies mit Witz und Charme sehr schön zum Ausdruck?

      Dieser Spot spiegelt meine aktuelle Lebensgeschichte hervorragend wider. Zu denken, ich habe ja noch Zeit, war im Nachhinein ein großer Fehler, den andere nicht machen sollten. Auch den Nachwuchsspielerinnen des DFB versuche ich das immer wieder zu vermitteln.

      Hätte Nicole Sie auch geheiratet, wenn Sie keine vernünftige Lebensversicherung abgeschlossen hätten?

      Ich glaube schon, aber wir können jetzt beide wesentlich besser schlafen.

      Das Interview stammt aus "blau", dem Magazin für den Innen- und Außendienst der Allianz, das auch im Netz unter allianzblau.de verfügbar ist.