So macht das E-Bike richtig Spaß
Freude am Anstieg: Mit einem Pedelec geht’s zügig bergauf Illustration: iStock/Milatoo

Wer sich für den Kauf eines Pedelecs interessiert, hat viele Fragen. Sechs wichtige Antworten für den Anfang

Kann ich das Rad auf der Straße parken?

Ja, aber Akku und Display sollten abgenommen werden. Ohne diese Bauteile hat das E-Bike für Diebe wenig Wert. Ratsam ist es außerdem, das Bike an belebten, gut beleuchteten Orten zu parken und fest anzuschließen. Hochwertige Schlösser ­erhöhen den Schutz: Manche geben ein ohrenbetäubendes Signal ab, sobald sich jemand daran zu schaffen macht.

Lässt sich so ein Rad gegen Diebstahl versichern?

Wer eine Allianz Hausratversicherung hat, kann sein Pedelec mit dem Zusatzbaustein »FahrradPlus« schützen. Dabei ist es egal, ob ein Pedelec oder ein herkömmliches Rad versichert sein soll – relevant ist die Versicherungssumme.

Darf ich die Batterien in der Wohnung laden?

Lithium-Ionen-Akkus von E-Bikes sind nicht gefährlicher als andere. Generell sollten sie aber nicht unbeaufsichtigt geladen werden. Gegen das Stromtanken draußen oder in unbeheizten Garagen spricht, dass es dort kalt werden kann. Sehr niedrige und sehr hohe Temperaturen schaden dem Akku.

Sind E-Bikes gefährlicher als normale?

Leider deuten die Zahlen darauf hin: Von Januar bis Oktober 2018 kamen in Deutschland 83 Pedelec-Fahrer ums Leben, 1886 wurden schwer verletzt. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 64 Todesopfer und 1257 Schwerverletzte. Der Anstieg um 30 und 50 Prozent lässt sich nicht allein durch schönes Fahrradwetter und mehr E-Bikes auf den Straßen erklären, sagt Allianz Unfallforscher Jörg Kubitzki: »Der gute Sommer 2018 darf nicht als Ausrede herhalten. Wir beobachten seit Längerem einen klaren Trend zu mehr Pedelec-Unfällen.« Für Anfänger gilt deshalb: erst trainieren, dann auf die Straße. Gerade beim Anfahren entfalten E-Bikes eine ungewohnte Dynamik, die zum Sturz führen kann. Außerdem: Bitte niemals ohne Helm in die Pedale treten – ob mit oder ohne Motor!

Besteht Versicherungspflicht?

Pedelecs werden wie normale Fahr­räder behandelt. Vo­raus­setzung: Der Unterstützungsmotor schaltet sich bei 25 Stun­denkilometern ab, und die Leistung des Motors ist auf 250 Watt begrenzt. Was darüber hinausgeht, gilt als Kleinkraftrad mit geringer Leistung und benötigt ein Nummernschild und eine Versicherung.

Und wenn mir ein E-Bike zu teuer ist?

Immer mehr Arbeitnehmer schaffen sich ein hochwertiges Pedelec als Dienstfahrrad an. Die monat­lichen Raten werden vom Bruttogehalt einbehalten. Wegen der vorteilhaften Versteuerung sparen die Kunden gegenüber dem Direktkauf deutlich.

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  • E-Bike: Illustration: iStock/Milatoo