Endlich verständlich: die Rechtsschutzversicherung
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Jeder Mensch kann mal in einen Konflikt geraten. Mögliche Folge: ein teurer und langwieriger Streit vor Gericht. Eine Rechtsschutzversicherung hilft, begründete Ansprüche durchzusetzen und schützt vor hohen Kosten

Das Grundprinzip

Recht haben und Recht bekommen sind oft zweierlei. Wer in einen Konflikt gerät, auf den können schnell hohe Kosten für Anwalt und Gericht zukommen. Die Rechts­schutz­ver­sich­erung mindert dieses Kostenrisiko und bietet Serviceleistungen wie eine telefonische Rechtsberatung durch einen unabhängigen Anwalt.

Sinnvoll für …

… Privatleute, die sich und ihre Familie für verschiedene Situationen, z. B. Vertragsstreitigkeiten nach einem Kauf, rechtlich ab­sichern wollen.
… Angestellte, die sich für mögliche Konflikte mit ihrem Arbeitgeber wappnen möchten.
… jeden, der Auto fährt oder mit einem anderen motorisierten Fahrzeug am Straßenverkehr teilnimmt.
… Mieter oder Immobilieneigentümer, die sich vor Streitigkeiten mit dem Vermieter, mit Nachbarn oder Behörden schützen wollen.

Ein Beispiel aus dem Leben

Auf dem Weg zur Arbeit gerät Tobias G. mit ­seinem Auto in einen Verkehrsunfall. Er wird schwer verletzt, der Wagen ist Schrott. Weil die Gegenseite die Schuld abstreitet, zieht Tobias G. vor Gericht, um 50 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz einzuklagen. Das Verfahren geht bis in die zweite Instanz und verursacht ­Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von 22 000 Euro. Diese erstattet der Rechtsschutz.

Rechtsschutzversicherung Selbstbeteiligung. Selbstbeteiligung lohnt sich: Jährlicher Beitrag mit 150 Euro Selbstbeteiligung
Selbstbeteiligung lohnt sich: Jährlicher Beitrag mit 150 Euro Selbstbeteiligung

Was für den Abschluss nötig ist

Eine Rechts­schutz­ver­sich­erung kann prinzipiell jeder abschließen, der volljährig ist. Der Antragsteller wählt die Bereiche, die er versichern will: Privat, Beruf, Verkehr, Immobilien. Zusätzlich gibt es den Vermieter- und den Straf-Rechts­schutz für nicht­selbstständige Tätigkeiten. In den meisten Fällen gilt eine Wartezeit von drei Monaten.

 

Jährlicher Beitrag ohne Selbstbeteiligung: Bei nur 150 Euro Selbstbeteiligung verringert sich der Jahresbeitrag einer 30-jährigen Büro­angestellten für ihren Rechtsschutz um 178 Euro.
Jährlicher Beitrag ohne Selbstbeteiligung: Bei nur 150 Euro Selbstbeteiligung ­verringert sich der Jahresbeitrag einer 30-jährigen Büro­angestellten für ihren Rechtsschutz um 178 Euro.

Die Kostenfrage

Die Kosten richten sich zum einen nach den Bereichen, die im Ver­sich­erungs­paket enthalten sind. Zudem spielen Selbst­be­teiligung und Laufzeit eine Rolle. Beispiel: Eine 30-jährige Büro­angestellte aus Fürsten­feld­bruck bei München möchte eine Rechts­schutz­versicherung in den Bereichen Privat, Beruf und Verkehr abschließen. Bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro (wie es Stiftung Warentest empfiehlt, siehe Grafik) und dreijähriger Laufzeit zahlt sie jährlich rund 296 Euro. Ihr Mann und ihre Kinder sind mitversichert.

Extras und Gestaltungsspielraum

Neben dem Grundschutz gibt es zwei weitere ­Tarifvarianten: Plus und Best. Sie erhöhen die Versicherungssumme (von zwei Millionen Euro auf fünf Millionen bzw. unbegrenzt) und ergänzen den Grundtarif teils um Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht (bis maximal 1000 Euro) sowie die Erstellung einer Patientenverfügung oder eines Testaments. Details: allianz.de/recht-und-eigentum/rechtsschutzversicherung

Gut zu wissen

Nicht jeder Streit muss vor Gericht enden. Die Allianz bietet daher im Rahmen der Rechtsschutzversicherung eine Mediation an und vermittelt unabhängige Streitschlichter. Diese sprechen mit den Beteiligten und versuchen eine gemeinsame Lösung zu finden.

Fachbegriffe schnell erklärt

Baurisikoausschluss Für Bauherren ist die Rechtsschutzversicherung nicht geeignet, da Streitfälle rund um Neubauobjekte nicht versichert sind.

Vermieter-Rechtsschutz Richtet sich an Vermieter bei möglichem Streit mit Mietern. Der Immobilien-Rechtsschutz sichert ­dagegen Mieter und Eigentümer einer selbst genutzten Immobilie ab.

Schadenfreiheit Wer schadenfrei bleibt und den Rechtsschutz nicht in Anspruch nehmen muss, profitiert von einer geringeren Selbstbeteiligung: Bei drei Jahren sinkt sie um die Hälfte, bei fünf Jahren entfällt sie ganz.

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