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    • Raststätte Köschinger Forst: Modernste Anlage mit Kletterwand
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      Die Raststätte Köschinger Forst Ost lädt Auto und Fahrer zum Energie auftanken ein. (Quelle: Michaela Morosini)

      25. April 2016

      Dusche, Donut, doppelter Espresso: Investiere lieber ungewöhnlich

      Text: Anna Hieger
      Foto: Michaela Morosini
      Tank & Rast-Pächter Michael Walter erzählt, wie er es schafft, die verschiedensten Kundenwünsche zu erfüllen - und was dieses Geschäft mit der Allianz Lebensversicherung zu tun hat.

      Vergessene Kinder, entführte Bräute oder sieges­trunkene Fußballfans, die auf der Toilette ein­schlafen – kuriose Geschichten kann Raststättenpächter Michael Walter zuhauf erzählen. Denn bei ihm an der Rastanlage Köschinger Forst ist ganz Europa zu Gast. "Bei einem AC/DC Konzert weiß man vorher schon genau, wer kommt – bei uns ist das ganz an­ders", sagt er. Etwa in den Oktoberfestwochen: "Morgens sitzen Dirndl und Lederhosen noch ganz korrekt, und die Besucher an der Raststätte in Fahrtrichtung München sind voller Vorfreude", erzählt Walter. Am Abend schaut er sich gegenüber die Heimkehrer an: "Etwas ramponiert kommen sie dann daher", sagt er und lacht.

      Seit 25 Jahren betreibt er die Rastanlagen Köschinger Forst Ost und West an der A9 zwischen München und Nürnberg. Sie gehören zu einem deutschlandweiten Netz von 390 Anlagen der Autobahn Tank & Rast, an der die Allianz seit Sommer 2015 beteiligt ist. Für die Allianz ist dies eines der größten Infrastrukturinvestments. Vor al­lem die Kunden von Allianz Lebensversicherungen profitieren von den relativ hohen Renditen und kontinuierlichen Erträgen.

      Raststätten-Pächter Michael Walter: "Bei einem AC/DC-Konzert weiß man vorher schon genau, wer kommt - bei uns ist das ganz anders".

      Foto: Michaela Morosini

      Raststätten-Pächter Michael Walter über das Klientel im Köschinger Forst. (Quelle: Michaela Morosini)

      Auf der Ostseite des Köschinger Forst diente früher eine Bauträgerkonstruktion hinter der Tankstelle als Gast­haus. Sie wurde 1971 zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele gebaut. 2013 hat Tank & Rast rund 3 Millionen Euro investiert und als Ersatz für die inzwischen veraltete Anlage eine der modernsten Raststätten Deutschlands ge­baut: mit gemütlicher Terrasse, Außenspielplatz und Indoor-­Kletterwand, insgesamt 20 Toiletten und drei Du­schen. Der Parkplatz bietet Raum für 160 Autos, 128 Last­wagen und zehn Reisebusse.

      Für Michael Walter und seine 75 Mitarbeiter gibt es immer viel zu tun – und das 24 Stun­den am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Denn die Raststätten haben einen staatlichen Versorgungsauftrag: Ob Kunden da sind oder nicht – die Tank­-&­-Rast­-Anlagen müssen immer geöffnet sein und rund um die Uhr warme Küche anbieten.

      Immer frisch und appetitlich: die Auswahl an der Salattheke.

      Foto: Michaela Morosini

      Tank & Rast Köschinger Forst: Immer frisch und appetitlich: die Auswahl an der Salattheke. (Quelle: Michaela Morosini)

      Um diesem Versorgungsauftrag nicht nur nachzukom­men, sondern den Reisenden ein möglichst attraktives An­gebot zu bieten, holt Tank­-&­-Rast Partner in seine Anlagen. In 145 Raststätten können Autofahrer neben Angeboten der klassischen Küche der Eigenmarke Gusticus auch zwischen Nordsee, Burger King oder McDonald‘s wählen.

      Dass wirklich jeder Kundentyp hier das Passende findet, wird beim Kaffee deutlich: Für Genießer gibt es den Espresso mit perfekter Crema von der Barista, zubereitet an der Segafredo­Bar. Wer sich erst bei der Ku­chenauswahl für eine Tasse Kaffee entschei­det, nimmt den Cappuccino aus der Dall­mayr­-Maschine. "Und wer es noch eiliger hat, der holt sich den Koffeinschub aus dem Automaten im Pappbecher zum Mitnehmen", sagt Walter.

      Espresso wie in Italien: Für die perfekte Crema sorgen die Barista an der Segafredo-Bar.

      Foto: Michaela Morosini

      Tank & Rast Köschinger Forst: Für die perfekte Crema sorgen die Barista an der Segafredo-Bar. (Quelle: Michaela Morosini)

      Beim Thema Boxen­-Stopp setzt Tank & Rast ebenfalls Maßstäbe. Mit den Sanitäreinrichtungen sind laut Kunden­befragungen 94 Prozent aller Besucher zufrieden. Der Grund dafür ist einfach: Seit Einführung des Sanitärsys­tems Sanifair sind mehr Toiletten als früher vorhanden, und vor allem sind diese stets blitzblank. "Auch noch nach 4000 Besuchern", sagt Michael Walter.

      Das war der Spit­zenwert an einem Rückreisesamstag in den Sommerferien. Außerdem wird der Wertgutschein heute nahezu auf jedes Produkt in der Raststätte angerechnet – egal ob Schokorie­gel, Cheeseburger oder Tortenstuck. Dank Sanifair kann er seinen Kunden auch Duschen, Wasch­ und Trockenau­tomaten anbieten sowie ein Behinderten-­WC mit einer Lie­gefläche für pflegebedürftige Erwachsene.

      Für die Seele: Die Raststätte hat mittlerweile mehr Stammkunden, als man vermuten würde.

      Foto: Michaela Morosini

      Für die Seele: Die Raststätte hat mittlerweile mehr Stammkunden, als man vermuten würde (Quelle: Michaela Morosini)

      Vorreiter ist Tank & Rast auch bei Elektromobilität. Im vergangenen Herbst wurden am Köschinger Forst die ersten Schnellladesäulen für Elektroautos an Autobahnen eröffnet. Schnell deshalb, weil die Säulen erschöpfte Fahrzeug­batterien mit bis zu 50 KW in rund 20 Minuten wieder aufladen. Und zwar fast jedes gängige E­Auto, unabhangig von Stecker­Typ oder Fabrikat.

      Die Ladestation befindet sich nicht an der Tankstelle, sondern bei der Raststation. Denn die meisten Fahrer nutzen die Ladezeit, um selbst aufzutanken. Im Gastraum erkennt man sie daran, dass sie direkt am Fenster sitzen und ihr Auto anschauen: "Gerade war der Fahrer eines Tesla hier. Er hat einen Cappuccino getrunken, sein Auto vorm Fenster angeschaut und war rundum glücklich", sagt Walter.

      Sie hat für jeden Gast ein Lächeln: Seit 21 Jahren arbeitet Musija Heidi am Köschinger Forst.

      Foto: Michaela Morosini

      Seit 21 Jahren arbeitet Musija Heidi am Köschinger Forst. (Quelle: Michaela Morosini)

      Glückliche Kunden machen auch ihn glücklich. Des­ halb rät er seinen Mitarbeitern, sich ab und zu vor der The­ke aufzuhalten. "Setzt euch in der Pause in den Gastraum. Schaut euch die Leute an. Lächeln sie? Wenn ja, warum? Und wenn nicht, über was reden sie?", sagt er. Lob und Kritik ist ihm vor allem von regelmäßigen Besuchern wich­tig. "Wir haben viel mehr Stammkunden, als die meisten denken", sagt er. Das sind auch immer die ersten, die mer­ken, wenn sich etwas verändert hat. Zum Beispiel die neu­en Burger. Wie alle Hauptgerichte von Gusticus werden diese aus frischen Zutaten zubereitet vor den Augen des Gastes. "Anfangs war ich etwas verhalten", räumt Walter ein, "denn ein guter Burger macht echt viel Arbeit."

      Wenn es einer weiß, dann er. Was gut ist, hat Michael Walter während seiner Zeit als Commis de Cuisine im Münchner Sternerestaurant "Tantris" gelernt. Alles über Burger und Fastfood später als Trainee bei McDonald‘s. "Mein Chef im 'Tantris' war damals wenig begeistert von meinem Ausflug zum Fast Food", erinnert sich Walter. "Hoffentlich erkennt dich da keiner", hat er gesagt. "Ich habe mir dann die Papierkappe ganz tief ins Gesicht gezo­gen, wenn ich Dienst an der Kasse hatte." Dass er neben der Kochkunst auch die Systemgastronomie von der Pike auf gelernt hat, wissen heute auch die Verantwortlichen bei Tank & Rast an Walter zu schätzen und freuen sich, wenn er in der Testküche in Siegburg vorbeischaut.

      Raststätten-Koch Manfred Ruther: "Keiner unserer Kunden wäre bereit, 20 Minuten auf sein Essen zu warten - in einem Restaurant ist das völlig normal."

      Foto: Michaela Morosini

      Raststätten-Koch Manfred Ruther in seiner Küche am Köschinger Forst. (Quelle: Michaela Morosini)

      Dort wurde in Sachen Burger lange am richtigen Re­zept und vor allem am Konzept gefeilt. Denn mindestens genauso wichtig wie die richtigen Zutaten sind die richtigen Gerätschaften und ein reibungsloser Ablauf. Deshalb schult das Unternehmen Köche und Mitarbeiter in der Tank­-&­-Rast­-Akademie und beliefert seine Pächter mit den nötigen Utensilien.

      Im Falle des Burgers war das ein Hochleistungs­grill, der das Fleisch in Sekundenschnelle von beiden Seiten auf den Punkt brät. "Ohne Turbogrill könnten wir in dieser Qualität gar nicht so schnell zubereiten", sagt Man­fred Ruther. Er ist der Chefkoch am Köschinger Forst und weiß, dass Zeit an der Raststätte der ent­scheidende Faktor ist: "Keiner unserer Kunden wäre bereit, 20 Minuten auf sein Essen zu warten – in einem Restaurant ist hingegen das völlig normal."

      Neu auf der Karte: Die laut Michael Walter (Bild links) "besten Burger der Welt" - zubereitet von Chefkoch Man­fred Ruther.

      Foto: Michaela Morosini

      Burgerstation am Köschinger Forst: Pächter Michael Walter und sein Chefkoch Mandref Ruther. (Quelle: Michaela Morosini)

      Ruther ist ein echter Raststätten­-Profi. Für ihn fängt Stress erst an, "wenn die Kun­den bis zur Tür Schlange stehen". "Wir wis­sen ja nie, wie viele Gäste kommen", sagt Walter. Besonders schwierig wird es bei un­erwarteten Ereignissen wie einer Autobahn­sperre oder bei Blitzeis. "Entweder kommen gar keine Gäs­te, weil sie stundenlang im Stau stehen, oder es kommen alle auf einen Schub, weil sie lieber bei uns warten als im Auto", so Walter.

      Dass die Kunden auch in solchen Situationen zufrieden rausgehen, ist seit jeher sein Ziel. Als wichtigsten Schritt in den letzten zehn Jahren sieht er deshalb die komplette Umstellung auf Selbstbedienung. "Unsere Gäste müssen in drei Sekunden einen positiven ersten Kontakt mit dem Per­sonal aufbauen", erklärt Michael Walter. "Wenn sie auf den Kellner warten müssen, geht das nicht."

      Heute hat jeder Reisende seinen Aufenthalt praktisch selbst in der Hand: Er geht mit dem Tablett an die Theke, sucht aus, bestellt und setzt sich hin. "Der Gast hat von Beginn an etwas zu tun und keine Sekunde das Gefühl, Zeit zu verschwendet", so Walter. Trotzdem müssen Gäste nicht auf die Vorteile eines Restaurants verzichten. Das Essen ist frisch und schmackhaft, laut Walter gibt es bei ihm sogar "den besten Burger der Welt". Wenn das keine Einladung ist!

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