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       (Quelle: istockphoto/123ducu)

      Verkehrssicherheit 4. Mai 2017

      Pedelecs: Unfallzahlen 2016 stark gestiegen

      Text: Christian Weishuber
      Foto: istockphoto/123ducu
      Fahrräder mit elektrischer Unterstützung liegen im Trend. Wie die 2016 deutlich gestiegenen Unfallzahlen zeigen, ist die Bedienung aber kein Kinderspiel. Die Allianz ruft deshalb auf: Pedelec fahren nur mit Helm!

      Pedelecs liegen stark im Trend. Bis zu 25 km/h erreichen die flinken Räder, die in Deutschland ohne Helm gefahren werden dürfen. Aber die Benutzung muss geübt werden, die Unfallgefahr ist nicht zu unterschätzen, wie die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2016 zeigen: 61 Menschen starben bei Fahrten mit dem Elektrofahrrad – eine Zunahme um fast 70 Prozent zu 2015. 

      Durch ihre Tretunterstützung werden die Gefährte bei allen Fahrradbegeisterten immer beliebter. Mit wenig Kraftanstrengung können anspruchsvolle Touren bewältigt, Steigungen genommen und höhere Geschwindigkeitsniveaus erreicht werden. Das hat aber eine Kehrseite: Die Fahrer verletzen sich bei einem Unfall durch die durchschnittlich erreichten höheren Geschwindigkeiten gravierender als mit dem herkömmlichen Rad.

      Dr. Jörg Kubitzki, Unfallforscher im Allianz Zentrum für Technik: "Mit den Besonderheiten des Pedelecfahrens vorher gut vertraut machen".

      Dr. Jörg Kubitzki, Unfallforscher im Allianz Zentrum für Technik: "Mit den Besonderheiten des Pedelecfahrens vorher gut vertraut machen".

      Die Gefahr, dass ein Verunglückter ums Leben kommt, ist mit dem motorisierten Fahrrad höher als dem unmotorisierten. Dr. Jörg Kubitzki, Unfallforscher im Allianz Zentrum für Technik: „Die Ergebnisse der Unfallforschung zeigen, dass man sich mit den Besonderheiten des Pedelecfahrens vorher gut vertraut machen sollte. Anfahren und Abbremsen in Gefälle und Steigung beispielsweise können zu schweren Stürzen führen; daher empfehlen wir allen Pedelecfahrern, einen geeigneten Radhelm zu tragen.“