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Zehn Prozent mehr Tierbissschäden / 2018 rund 7,4 Millionen Euro an Allianz Kunden ausgezahlt / Teuerster Einzelschaden mit rund 20.000 Euro

Sie haben Kabel, Schläuche und Dichtungen zum Fressen gerne und verursachen so Schäden an Kraftfahrzeugen in Millionenhöhe. Marder und andere Nagetiere haben 2018 bei Autos von Allianz Kunden 22.542-mal zugebissen und einen Schaden von rund 7,4 Millionen Euro verursacht. Das sind durchschnittlich 62 mal pro Tag (2016: 56 mal pro Tag).

Kleine Zähne – große Schäden

Am häufigsten schlagen die possierlichen Tierchen in Bayern zu (19 mal pro Tag/6959). Beliebt sind aber auch Baden-Württemberg (10 mal pro Tag/3829) und Sachsen (8 mal pro Tag/2867). Autos in Bremen (0,1 pro Tag/41), Hamburg ( 0,3 pro Tag/122) und im Saarland (0,4 pro Tag/154) blieben überwiegend verschont.

Aufatmen dürfen die Hamburger und Bremer dennoch nicht: Hamburg führt die Tabelle mit dem teuersten Durchschnittsschäden an: rund 500 Euro kostet die durchschnittliche Reparatur durch die Beißattacken, gefolgt von Bremen mit 473 Euro und Schleswig-Holstein mit 359 Euro. Der durchschnittliche Schadenaufwand pro Biss lag übrigens bei 328 Euro (2016: 288 Euro).

War es 2016 die Maus, die den teuersten Einzelschaden an einem Porsche Carrera 911 mit 9.000 Euro verursacht hatte, so war es 2018 ein unbekanntes Nagetier, welches sich für rund 20.000 Euro an einem Audi Q7 gütlich getan hat. Allein für die Reparatur des Leitungssatzes benötigte die Werkstatt mehrere Tage.

Marder & Co: Tierbissschäden am Auto
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Doch warum beißen Marder eigentlich so gern in Autoschläuche?

Die Schäden werden in aller Regel vom Steinmarder verursacht. Diese Marderart ist ein Kulturfolger, der dem Menschen sogar bis in die Großstädte gefolgt ist und dort Lebensräume besiedelt“, erklärt David Rosenbach, Diplom-Forstwirt und Allianz Experte für Waldversicherungen.

Steinmarder sind territoriale, dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger. Sie markieren die Reviere mit speziellen Duftsekreten, um gleichgeschlechtliche Artgenossen fernzuhalten. Motorräume sind für die Tiere aufgrund der höhlenartigen Bauweise beliebte Rückzugs- und Ruheplätze, die ebenfalls mit einer Duftmarke versehen werden. Wird ein markiertes Auto nun in ein anderweitig besetztes Revier umgeparkt, löst dies beim dortigen „Inhaber“ ein aggressives Abwehrverhalten aus. „Es kann zu regelrechten Beißattacken rund um die Duftmarkierungen kommen“, erklärt Rosenbach.

Besonders in der Paarungszeit, von Ende März bis in den Spätsommer, sind die Tiere aggressiver und machen sich an Zündkabel und Co. zu schaffen. Teurere Folgeschäden drohen z. B. bei einem Motorschaden oder wenn die Lenkung beschädigt wird.

Egal ob Marder oder Maus – die Allianz bietet in der Voll- und Teilkaskoversicherung Versicherungsschutz für Schäden durch Tierbisse (inkl. Folgeschaden bis 3000 Euro). Der Schadenfreiheitsrabatt der Vollkaskoversicherung wird hierbei nicht belastet.

München, 07.06.2019

Kontakt
Sabine SchaffrathSabine Schaffrath
Allianz Deutschland AG
Tel: 089.3800-18178
sabine.schaffrath@allianz.de

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  • allianz-marderschaeden-2019: Allianz Deutschland AG
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