Allianz Flaggen

Umsatz mit 28,2 Milliarden Euro leicht unter Vorjahr / Neue Wachstumsdynamik in fast allen Geschäftsbereichen / Erfolg in der Lebensversicherung setzt sich fort / Erstmals Bericht “Ergebnis für den Kunden” veröffentlicht

Die Allianz Deutschland AG hat im Geschäftsjahr 2011 ihre führende Marktposition gefestigt. Mit 28,2 (28,5) Milliarden Euro lag der Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen nur knapp unter dem des Vorjahres. Das operative Ergebnis verringerte sich um 18,5 Prozent auf 1,4 (1,8) Milliarden Euro, das Jahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf 0,7 Milliarden Euro (-46,1 Prozent).

Hauptursachen für den Rückgang waren gestiegene Aufwendungen für Schäden in der Sachversicherung, vor allem aus Naturkatastrophen, ein niedrigeres Ergebnis aus Kapitalanlagen, eine erhöhte Risikovorsorge im Bankgeschäft sowie eine Abschreibung auf den Goodwill der Oldenburgischen Landesbank (OLB).

Die Allianz Deutschland AG hat mit zwölf Milliarden Euro Eigenkapital weiterhin eine grundsolide Kapitalausstattung. Die Solvabilitätsquoten der unter dem Dach der Allianz Deutschland AG zusammengefassten Versicherungsgesellschaften übertreffen mit 154 Prozent bei der Allianz Versicherungs-AG, 213 Prozent bei der Allianz Lebensversicherungs-AG und 141 Prozent bei der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG deutlich die aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Dies gilt ebenso für die OLB-Gruppe mit einer Kernkapitalquote von 8,5 Prozent und einer Gesamtkapitalquote von 12,4 Prozent.

Erfolgreicher als die Jahre zuvor lief 2011 in fast allen Geschäftsbereichen das Neugeschäft. In der Lebens- und in der Krankenversicherung sowie bei der Allianz Bank hat sich die Zahl der Kunden deutlich erhöht, in der Sachversicherung der Kundenverlust spürbar verlangsamt.

“2011 war ein schwieriges Jahr. Dennoch konnten wir über fast alle Geschäftsbereiche hinweg eine neue Wachstumsdynamik erzeugen und in der Sachversicherung die Trendwende einleiten”, sagte Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG. “Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.”

Die Kundenorientierung beflügelt das Geschäft. In diesem Wissen sieht die Allianz Deutschland AG den Schlüssel zum Erfolg in der nachhaltigen Ausrichtung aller Geschäftsbereiche, die Zufriedenheit ihrer Kunden bestmöglich sicherzustellen und zu steigern. Seit einigen Jahren hat die Allianz Deutschland AG deshalb wissenschaftlich erhoben, wie ihre Leistungen bei den Kunden ankommen und die Resultate hieraus erstmals im Bericht “Ergebnis für den Kunden” veröffentlicht.

“Das Vertrauen unserer 19 Millionen Kunden ist unser höchstes Gut”, sagte Markus Rieß. “Nur wenn wir das Vertrauen unserer Kunden besitzen, können wir auch Umsatz und Ergebnis weiter steigern.”

Schaden- und Unfallversicherung stabilisiert sich

Das Sachversicherungsgeschäft befindet sich in einem umfassenden Modernisierungsprozess. Gestoppt wurde 2011 erstmals der langjährige Rückgang bei den Beitragseinnahmen1, die mit 9,0 Milliarden Euro um 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Die mit 5,5 Milliarden Euro überdurchschnittlich hohen Schadenaufwendungen in der Sachversicherung – darunter deutlich erhöhte Belastungen aus Unwetterereignissen und aus erneut hohen Millionenschäden von insgesamt 541 Millionen Euro – ließen die Schaden-Kosten-Quote von 100,8 Prozent im Vorjahr auf 102,9 Prozent steigen. Die Schaden-Kosten-Quote bildet in der Sachversicherung das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu den verdienten Beiträgen ab.

Neuausrichtung der Kfz-Versicherung trägt erste Früchte

Zum Jahresende 2011 waren 8,12 Millionen Fahrzeuge bei der Allianz versichert. Die Beitragseinnahmen beliefen sich auf 3,1 Milliarden Euro, womit die Allianz Deutschland trotz des leichten Rückgangs um 1,2 Prozent die führende Marktposition in der Autoversicherung nach Prämieneinnahmen behauptet. Bei den Neu- und Mehrbeiträgen verzeichnete die Kraftsparte ein Plus von 11,2 Prozent auf 722 Millionen Euro. Vor allem das neue modulare Kfz-Produkt MeinAuto sorgte 2011 für eine positive Bilanz. “Wahlmöglichkeiten bei modularen Produkten erhöhen die Kundenzufriedenheit und kommen deshalb auf dem Markt gut an”, sagte Markus Rieß.

Unverzichtbarer Vertriebsweg Internet

Im Internetgeschäft hat die Allianz die Experimentierphase verlassen und sollte mit über 625.000 online versicherten Fahrzeugen zu den großen Auto-Internetversicherern aufgeschlossen haben. Das Internet-Geschäft mit Auto-Versicherungen ist damit für die Allianz zu einem unverzichtbaren und wachsenden Vertriebsweg geworden.

Lebensversicherung baut Marktanteil aus

Eine große Stütze der Allianz Deutschland AG war erneut die Lebensversicherung, die trotz schwierigen Zinsumfelds bei den Kunden nach wie vor sehr gefragt war. Die laufenden Neubeiträge stiegen überdurchschnittlich mit einem Plus von 12,1 Prozent auf 880 Millionen Euro. Im Fokus stand bei den Kunden vor allem die klassische Rentenversicherung. Die laufenden Beitragseinnahmen, die den größten Teil des Umsatzes ausmachten, legten um 1,6 Prozent zu. Das Geschäft gegen Einmalbeitrag, das sich in den Vorjahren außergewöhnlich hoher Zuwächse erfreute, verminderte sich erwartungsgemäß um 6,3 Prozent. Insgesamt nahmen die Beitragseinnahmen gegen den negativen Markttrend nur um 1,8 Prozent auf 15,7 Milli­arden Euro ab. Damit baute die Allianz ihren Marktanteil in der Lebensversicherung erneut aus.

Krankenversicherung verzeichnet Kundenzuwachs

In der Krankenversicherung erreichten die Beitragseinnahmen mit 3,2 Milliarden Euro nahezu das Vorjahresniveau (-0,2 Prozent). Mit 2,5 Millionen (2,4 Millionen) versicherten Personen waren deutlich mehr Menschen bei der Allianz krankenversichert als im Jahr zuvor. Zwar ging die Zahl der Kunden in der Vollversicherung um 1,6 Prozent auf 683.000 zurück. Bei den Zusatzversicherten stieg sie dagegen um 3,3 Prozent auf 1,8 Millionen. Das Neugeschäft verlief dynamisch, die Neubeiträge nahmen um 27,0 Prozent auf 83 Millionen Euro zu. Dabei legten die AktiMed-Vollversicherungstarife kräftig zu, das Neugeschäft mit Zusatzversicherungsprodukten verdoppelte sich sogar.

Abschreibungen im Bankgeschäft

Das Bankgeschäft erzielte operative Erträge in Höhe von 348 (346) Millionen Euro – ein Plus von 0,6 Prozent. Dabei stieg der Zinsüberschuss um 2,8 Prozent auf 245 (238) Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss verminderte sich auf 105 (109) Millionen Euro, da die Kunden aufgrund der hohen Volatilität an den Finanzmärkten weniger in Wertpapiere investierten. Im Ergebnis hat sich im Banksegment ein Verlust von 151 Millionen Euro ergeben. Dies geht auf die Abschreibung auf den Goodwill der OLB in Höhe von 114 Millionen Euro, auf das schwierige Kapitalmarktumfeld sowie auf den deutlichen Anstieg der Risikovorsorge im Bereich der Seeschifffahrt zurück.

Kapitalanlagen wachsen

Die Gesellschaften der Allianz Deutschland AG verfolgten auch 2011 eine sicherheitsorientierte Anlagestrategie. Die verwalteten Anlagen stiegen um 2,5 Prozent auf 214,7 Milliarden Euro. Aufgrund der schwächeren Aktienmärkte sank das Kapitalanlagenergebnis gegenüber 2010 um 2,8 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchsen die Bewertungsreserven, bedingt durch das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Zinsniveau, von 13,9 Milliarden Euro auf 16,4 Milliarden Euro.

Jahresbilanz 2011: Allianz Deutschland AG in schwierigem Umfeld gut behauptet

1 Bereinigt um das im Vorjahr enthaltene China-Geschäft, das bisher aus lizenzrechtlichen Gründen bei der Allianz Versicherungs-AG geführt wurde. Nachdem die Lizenz erteilt und das Geschäft in eine Versicherungsgesellschaft eingebracht wurde, wird es seit 01.01.2011 im Geschäftsbereich Asien-Pazifik der Allianz Gruppe ausgewiesen.
Kontakt
Christian-Ernst TeichmannChristian-Ernst Teichmann
Allianz Deutschland AG
Tel: 089.3800-7578
Christian_Ernst.Teichmann@ALLIANZ.DE

Bildquellen

  • Eckdaten für das Geschäftsjahr 2011, Grafik: Allianz Deutschland AG
  • Allianz Flaggen: Allianz SE