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      Beim Rollstuhl-Lacrosse sind die erfahrenen Kinder klar im Vorteil. (Quelle: iStock / Christopher Futcher)

      Stiftung 28. September 2016

      Sie wollen nur spielen

      Text: Charlotte Gerling
      Foto: iStock / Christopher Futcher
      Ob Tennis, Fechten oder Basketball: Im Sport finden junge Menschen mit und ohne Handicap zueinander – auch dank der Stiftung Allianz für Kinder.

      "Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern." Daran glaubte schon der 2013 verstorbene Staatsmann Nelson Mandela. Wie Sport die Menschen vereinen und Barrieren abbauen kann, ist aber nicht nur bei internationalen Großereignissen wie den Paralympics zu sehen, sondern auch im Lokalen. Zahlreiche kleine und große Initiativen in ganz Deutschland beweisen das: Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap treiben gemeinsam Sport – ohne Vorurteile oder Berührungsängste.

      Dieses natürliche Miteinander möchte die Stiftung Allianz für Kinder fördern. Seit 2015 hat sie daher einen Schwerpunkt auf die Inklusion behinderter Kinder und Jugendlicher durch Sport gelegt. Gefördert werden Projekte, die allen eine gleichwertige Teilhabe ermöglichen. Rollstuhlfechten, integratives Tennistraining oder Skicamps – für jeden ist etwas dabei.

      Der Rollstuhl nicht als Hilfs- sondern als Sportgerät

      Wichtig ist vielen Aktiven, dass Sportarten wie Rollstuhlbasketball nicht als "Ersatz" gesehen werden. Ein Rollstuhl ist hier kein Hilfs-, sondern ein Sportgerät. In vielen Teams trainieren auch Nichtgehbehinderte mit und bekommen Tipps von den geübteren Fahrern in ihrer Mannschaft.

      Doch viele Vereine haben ähnliche Probleme: Trainer brauchen eine zusätzliche Weiterbildung, um auch auf die Bedürfnisse behinderter Kinder und Jugendlicher eingehen beziehungsweise inklusive Sportgruppen leiten zu können. Zudem sind die Kosten für spezielles Equipment wie Sportrollstühle hoch.

      Mehr als nur finanzielle Unterstützung leisten

      "Uns ist es wichtig, nicht nur finanzielle Unterstützung zu leisten", erklärt Markus Nitsche, Vorstand der Stiftung Allianz für Kinder. "Wir möchten das Thema Inklusion ins Bewusstsein rufen." Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche 2015 veranstaltete die Stiftung Allianz für Kinder daher auch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Inklusion durch Sport".

      Bei der Teampräsentation der Fußballer des FC Bayern durften 2015 mehr als 300 Kids aus Projekten der Stiftung vor 68.000 Zuschauern auf den Rasen der Allianz Arena und ihre Idole abklatschen. 2016 ist die Stiftung beim Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue vertreten. Dort lädt sie interessierte Besucher dazu ein, selbst ein Rollstuhlrennen zu fahren oder Rollstuhlbasketball zu spielen.

      Es bedarf noch mehr Öffentlichkeitsarbeit und Förderung, um die Inklusion behinderter Kinder und Jugendlicher weiter voranzubringen. Doch Nitsche ist überzeugt: "Wir sind auf einem guten Weg!"

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      Hand in Hand für eine bessere ZukunftStiftung Allianz für Kinder