Hochwasser in Simbach – Die Allianz an Ihrer Seite
25 Zentimeter tief ist der Simbach zu normalen Zeiten. Foto: Markus Burke

Das Hochwasser in Simbach hinterließ 2016 große Schäden. Gemeinsam mit Allianz Vertreter Gerhard Köck meisterte Familie Kammergruber die Folgen der Katastrophe.

Geblieben ist ihnen ein Glastisch, den sie aus einer Küche retten konnten, die es heute nicht mehr gibt. Roman und Brigitte Kammergruber haben ihn in das Zimmer gestellt, das nun ihr Zuhause ist. 15 Quadratmeter im Haus seiner Eltern statt der 180 Quadratmeter direkt am Simbach, der am 1. Juni zu einer Flutwelle anschwoll und nicht viel mehr übrig ließ von ihrem alten ­Leben als diesen völlig zerkratzten Tisch.

Der Frühsommer 2016 hat ganz Deutschland heftige Unwetter gebracht. Stark­regen, Gewitter, Schlammlawinen, Sturzfluten, sogar Tornados. An betroffene Kunden hat die Allianz im Jahr 2016 bis einschließlich Oktober 294 Millionen Euro für Schadenfälle nach Unwetter ausbezahlt.  

Extreme Wetterlagen kommen immer öfter vor. Nach einer aktuellen Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeichnet sich ab, dass bis 2040 mit einer Zunahme der Schäden in Höhe von 25 Prozent zu rechnen ist. Unwetter werden häufiger. Und ihre Folgen deutlich heftiger. Wie in Simbach bei Passau.

So etwas wie eine Vorahnung

Mit einem komischen Gefühl war Gerhard Köck an diesem Mittwochmorgen, den 1. Juni, in sein Agenturbüro im Zentrum von Simbach gegangen. Die ganze Nacht lang hatte es ungewöhnlich stark geregnet und noch immer nicht aufgehört. Einige Keller standen bereits unter Wasser. Ein paar Kilo­meter weiter hatte Brigitte Kammergruber deswegen in ihre Familiengruppe bei WhatsApp gepostet, wer Lust zum Wasserschippen habe. Drei Zentimeter waren es zu diesem Zeitpunkt.  

Im Internet sind die hereinbrechenden Fluten verewigt.
Im Internet sind die hereinbrechenden Fluten verewigt. Foto: Markus Burke

„An den Simbach als Ursache hatten wir gar nicht gedacht“, erzählt sie. Grundwasser, vielleicht der Inn – aber doch nicht der 25 Zentimeter tiefe plätschernde Bach neben ihrem Haus. Als sie und ihr Schwiegervater mit den Eimern nicht weiterkommen, rückt die Feuerwehr mit Pumpen an. Trotzdem steigt das Wasser weiter an, und die Helfer ziehen wieder ab. Gegen 13 Uhr holt sie Bastian, ihren elfjährigen Sohn, aus der Schule ab. Ihr fünfjähriger Sohn Julian ist schon bei ihrer Schwägerin. Sie sind gerade auf dem Heimweg, als die Situation dramatisch wird.  

Brigitte Kammergruber will heute, fünf Monate später, noch immer nicht darüber nachdenken, wie viel Glück sie an diesem Unglückstag hatte. „Unseren ersten Schutzengel hatten wir auf der Heimfahrt von der Schule. Wir hatten gerade die Brücke geschafft, als ich im Rückspiegel sehe, wie das Wasser alles wegreißt und nur noch ein Loch hinter uns ist.“ Die Fluten zerstören auch das nebenstehende Holzwerk und reißen Stämme und Bretter mit sich, die sich nun im Bachbett stauen.  

„Unseren ersten Schutzengel hatten wir auf der Heimfahrt von der Schule. Im Rückspiegel habe ich gesehen, wie das Wasser alles wegriss.“
Brigitte Kammergruber, Simbach

Zurück am Haus, hört sie ihren Schwiegervater rufen, dass sie ihre Tiere retten müsse. Die Kammergrubers haben nicht nur einen Hund und eine Katze, sondern auch mehrere Terrarien. Brigitte schickt ihren Sohn mit den ­Eidechsen in den ersten Stock und versucht, ihre vier Schlangen aus dem Versteck zu locken. „Mir war immer noch nicht bewusst, dass das Wasser in unser Haus kommen würde.“ Aber es kommt. Schnell. Sehr schnell. „Man kann sich nicht vorstellen, wie schnell.“ Und als sie die Stimme ihres Sohnes in ihrer Nähe hört, den sie oben in Sicherheit geglaubt hat, „ist mir das Herz stehen geblieben und das Hirn ausgegangen“.

Ein Teil der Erinnerung ist weg

Sie weiß nicht, wie sie sich in letzter Sekunde mit Sohn und einer von vier Schlangen nach oben retten kann. Sie weiß auch nicht, wie lange sie dort oben eingeschlossen sind, bis zwei ­Polizisten kommen und ein langes Brett an ihr Fenster lehnen, auf dem sie mit Hund, Katze, Eidechsen, Schlange und Höhenangst nach unten rutschen soll.

Auch Gerhard Köck schafft es ­gerade noch rechtzeitig, seinen Sohn Kevin von der Schule abzuholen und nach Hause zu fahren, kurz bevor die Simbacher Brücken gesperrt werden. Die Köcks wohnen zwar ebenfalls ganz in der Nähe vom Simbach, jedoch auf einer Anhöhe. Bald ist die Familie vom Wasser eingeschlossen, aber in Sicherheit. Vom Fenster aus muss Köck beobachten, wie die Fluten den unteren Teil vom Haus seiner Nachbarn verschlucken. „Über Handy waren wir noch eine Zeitlang in Kontakt, bis irgendwann die Verbindung abge­rissen ist“, berichtet Köck.

Hilfe vor Ort

Mit ihren Vertretern bietet die Allianz Deutschland bundesweit ein engmaschiges Netz von Betreuern vor Ort. Sie kennen ihre Kunden und deren Sorgen und Nöte – gerade im Schadenfall. Sie halten Kontakt und sorgen für eine schnelle Regulierung – und das als Inklusivleistung.

8.337 General- & Hauptvertreter sind Ansprechpartner und Interessenvertreter ihrer Kunden – auch im Notfall. Denn diese Hilfe gehört für uns dazu.

Schäden in 5.000 Haushalten

Als der Simbacher Damm auf ­einer Länge von 75 Metern bricht, steigt das Wasser in der Stadt auf mehr als fünfeinhalb Meter. Sieben Menschen sterben, 5.000 Haushalte werden ­beschädigt, viele davon komplett.  Am nächsten Morgen um sechs Uhr packen Gerhard Köck und seine Frau Kerstin Proviant in ihre Rucksäcke und fahren ins Hochwassergebiet, um Freunde zu versorgen. „Den Tag darauf ging es ins Büro“, erzählt Köck. Dort versammeln sich der Allianz Vorstand sowie Großschadenregulierer aus der Region. Sachverständige aus ganz ­Süddeutschland folgen.  

Statt auf die ersten Anrufe zu warten, werden Köck und seine Kollegen aktiv und gehen raus auf die Straße zu den Betroffenen. „Das ­Gefühl war, in einem schlechten Film zu sein. Die verzweifelten Leute im Schlamm zu sehen, ihr Leid – das kann man nicht begreifen“, sagt Köck. Viele der Simbacher kennt er persönlich, „da steht man emotional voll drin.“  

Während seine Frau Kerstin sich um die Aufnahme der Schäden kümmert, versucht Gerhard Köck, einen Überblick zu bekommen. Wo sind ­die Leute besonders betroffen? Was brauchen sie? „Meine Aufgabe war es ­erst mal, die Leute zu beruhigen, sie moralisch zu unterstützen. Und im Hintergrund habe ich dann geschaut, was ich tun kann, damit es vorangeht.“ So setzt sich Köck dafür ein, dass schon am zweiten Tag Gutachter anreisen und die ersten Geschädigten nach drei Tagen ihr Geld auf dem Konto haben. „Das hat sich schnell rumgesprochen – vor allem unter den Leuten, die ihre Versicherung nicht bei der Allianz haben.“ 

Haushoch türmt sich das Material auf, das die Flut angeschwemmt hat.
Haushoch türmt sich das Material auf, das die Flut angeschwemmt hat. Foto: Markus Burke

Die Kammergrubers wissen zwar, dass sie Kunden der ­Allianz sind. Ihren Versicherungsstatus aber kennen sie nicht. Nachdem sie am Abend der Katastrophe, als das Wasser ihr Haus wieder freigegeben hatte, die drei zurückgebliebenen Schlangen retten konnten, stehen sie am Morgen danach ungläubig vor den Überresten ­ihres alten Zuhauses. „Man fängt dann einfach an zu arbeiten und realisiert nicht, was um einen herum passiert“, sagt Roman Kammergruber. Kaum etwas hat die Flut überstanden. Seine ­Angelausrüstung, das Spielzeug der Kinder, ihre Erinnerungsstücke an die verstorbenen Eltern. Alles weg. „Jede kleine Tupperdose ist wie ein Stück Gold, das man findet.“ Viele Menschen wollen helfen. Freunde, Bekannte, Profis aus den benachbarten Ortschaften, völlig Fremde. „54 Leute hatten wir im Haus“, erzählt Brigitte Kammergruber noch immer ungläubig. „Aber unsere Engel waren Gerhard und Kerstin. Die haben uns buchstäblich aus dem Schlamm gezogen.“

„Die Leute im Schlamm zu sehen, ihr Leid – da steht man emotional voll drin“
Gerhard Köck, Allianz Vertreter


 
Am Nachmittag kommt Kerstin Köck mit der erlösenden Nachricht: Die Kammergrubers haben eine Elementar­versicherung, Schäden durch Naturkatastrophen sind also abgedeckt. Übrigens können knapp 91 Prozent der 21,3 Millionen Adressen in Deutschland mit der niedrigsten Gefahrenklasse gegen sogenannte Elementarschäden wie das Hochwasser in ­Simbach abgesichert werden.

Für die Kammergrubers die Rettung: Das Haus war nur gemietet, ihren Hausrat ­bekommen sie vollständig ersetzt. Die ­Erleichterung sieht man Brigitte Kammergruber heute noch an, wenn sie davon erzählt: „Die ganze Zeit hatte ich diesen einen Gedanken, was ich meinen Kindern jetzt noch bieten kann. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.“

Elementarversicherung im Paket

Gut 95 Prozent seiner betroffenen Kunden hatten einen Elementarschutz – ein Ergebnis des umfassenden Beratungsansatzes der Allianz. „Ich war schon immer überzeugt, dass das in unserer Region nötig ist“, sagt Gerhard Köck. „Ich habe die Elementarver­sicherung deswegen als Komplettpaket immer automatisch mit angeboten.“ Die Kammergrubers wissen nicht, wie sie sich jemals dafür revanchieren können. Ende der Woche ist das Geld auf ihrem Konto. Das Erste, was sie kaufen, sind Gummistiefel und Kleidung. So viel wie möglich wollen sie sparen, um sich ihren Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Das Grundstück haben die Kammergrubers schon – in Prienbach, drei Kilometer von Simbach entfernt.  Der ­Alltag ist noch nicht zurück, auch nicht für die Familie Köck. Ihr ­Bäcker, ihr Metzger, ihr Lieblingsitaliener, alle haben geschlossen. Ihre Arbeitsstunden haben sich verdoppelt, auch weil der Vertrieb vier Wochen brachlag. „Dafür gibt es auch etwas Positives“, finden beide. So seien viele neue Freundschaften entstanden.

„Und ich ­wurde wieder darin bestätigt, dass ich für das richtige Haus arbeite“, sagt Gerhard Köck, der mit eigenem Beratungs- und Betreuungssystem hohe Ansprüche an sich als Vertreter stellt. „Die Professionalität und das Spezialistennetzwerk waren beeindruckend, und es hat mich besonders gefreut, dass ­dadurch unseren Kunden so schnell geholfen werden konnte.“

Handwerker Service

Mit einer Wohngebäudeversicherung garantiert die Allianz im Schadenfall nicht nur schnelle finanzielle Unterstützung. Um Kunden bei organisatorischen Fragen zu entlasten, kümmern sich die Allianz Handwerker Services auf Wunsch um die komplette Schadenbehebung. Dafür erfassen Mitarbeiter die erforderlichen Arbeiten, beauftragen die entsprechenden Handwerker, kontrollieren die Qualität der Leistungen und übernehmen die Abrechnungen. Einfache Schäden sind oftmals schon innerhalb von drei Tagen repariert. Bei akuten Notfällen ist es möglich, sofortige Maßnahmen einzuleiten, um Schäden möglichst gering zu halten – zum Beispiel bei Feuer-, Leitungswasser-, Glas- und Sturmschäden. Bei allen Arbeiten erhalten Kunden zudem eine Gewährleistung von bis zu sechs Jahren. Dieser Service gilt auch, wenn sie einen Schaden durch Unachtsamkeit selbst verursacht haben – je nach Variante der Wohngebäudeversicherung bis zu voller Deckungssumme.

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