Handwerk wie im Bilderbuch. Seit vier Generationen kümmert sich die Familie Luginsland um Heizung und Sanitär in Baden-Württemberg.
Immer im Einsatz für die Kunden: Geschäftsführer Daniel Luginsland und seine Frau Ines. Das Logo auf den Firmenwagen kennt man in Freiburg und im Markgräflerland. © Fotos: Wilma Leskowitsch

Seit vier Generationen kümmert sich die Familie Luginsland um Heizung und Sanitär in Baden-Württemberg. Und wenn mal was schiefgeht, ist der mittelständische Betrieb aus Freiburg rundum gut abgesichert. Die Momentaufnahme eines Tages

Handwerk hat goldenen Boden, sagt man. Oder auch goldene Dächer, denn heute sind es immer mehr Solar- und Fotovoltaikanlagen, die unsere Häuser mit Wärme versorgen. Dafür braucht es modernste Technik und entsprechendes Know-how der Installateure. Das weiß auch Geschäftsführer Daniel Luginsland. Er steht auf einem Gerüst in 20 Meter Höhe und instruiert seinen Lehrling, während zwei weitere Mitarbeiter eine Solaranlage anschließen. Mit den vorgeschriebenen Absturzgurten gesichert, installieren sie hitzebeständige Hochtemperaturfühler und verbinden sie mit der Steuerleitung. Wer hier arbeitet, ist hoch qualifiziert. Dabei war der Beruf jahrelang verpönt, das Handwerk wurde belächelt. Dass solche Klischees nicht mehr stimmen, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des mittelständischen Familienunternehmens in Freiburg im Breisgau.

Handwerk wie im Bilderbuch
Morgens Die ersten Kunden ­rufen ab 6:45 Uhr an. Die Monteure machen sich auf den Weg. // Vormittags Um 8:25 Uhr Montage einer Solaranlage. Zwischendurch Rücksprache mit dem Büro. Um 11.00 Uhr ein Beratungsgespräch in Sachen Versicherung. // Nachmittags Hightech: Die Heizungsanlage wird programmiert. Exakt um 13:29 Uhr nimmt sie den Betrieb auf. Old School: alte Bäder raus und neue rein. // Abends Die Fußbodenheizung ist installiert. Alte Sanitärkeramik wird entsorgt. Der Geschäftsführer fährt zurück ins Büro, E-Mails checken. Um 20:07 Uhr ist dann endlich Feierabend.

Daniel Luginsland, Geschäftsführer und Inhaber der Luginsland GmbH, ist Heizungs- und Lüftungsbaumeister. Mit 13 Mitarbeitern und vier Lehrlingen ist die Firma klein, aber bekannt in Freiburg und Markgräflerland. Natürlich kommt der Nachname Luginsland dem in der Nähe des Berges Schauinsland situierten Betriebs zugute. Auch die 14 mit dem Firmenlogo bedruckten Autos vor Baustellen sind ein bekanntes Bild in der Region. Doch vor allem ist es auch ein Familienunternehmen in vierter Generation. Schon Daniels Urgroßvater war Spengler, woraus sich der Sanitärberuf entwickelte. Eigentlich wollte Daniel Zweiradmechaniker werden. Heute ist er froh, dass sein Vater ihm nur die Wahl zwischen Sanitär und Heizung ließ. »Als kleiner Bub konnte ich den Spruch »Handwerk hat goldenen Boden« nicht mehr hören, so oft hat mein Großvater ihn gepredigt. Aber er hatte recht. Handwerk hat Bestand.« Aktuell boomt die Wirtschaft, überall wird gebaut. Neubau ist das größte Standbein. »Doch das wird sich wieder ändern, da bin ich sicher«, meint Daniel. Umso wichtiger ist ihm der Endkunde: Instandhaltung, Wartung, Reparatur. »Kaputte Heizungen oder Rohrbrüche wird es immer geben. Und somit auch uns.«

Handwerk wie im Bilderbuch. Teamwork ist gefragt, bevor die Solaranlage aufs Dach kommt. Die Mitarbeiter sich­ern sich mit vorgeschriebenen Gurten ab
Teamwork ist gefragt, bevor die Solaranlage aufs Dach kommt. Die Mitarbeiter sich­ern sich mit vorgeschriebenen Gurten ab

Arbeit gibt es genug, doch der Fachkräftemangel im Handwerk ist ein großes Problem. »Der Markt ist einfach leer gefegt, schon seit Jahren«, erzählt Daniel. Anreize wie eine betriebliche Altersvorsorge und gutes Gehalt reichen nicht mehr. Deswegen bildet er aus, mindestens einen Lehrling pro Jahr. Doch die muss man erst mal finden. Viele wollen lieber studieren. Dabei hat sich das Berufsbild des Handwerkers um 180 Grad gedreht. Speziell der Heizungs- und Lüftungsbereich ist inzwischen hoch technisiert. Nicht nur die Ausbildung dauert länger, man braucht außerdem etliche Zusatzschulungen. »Es sind ja nicht nur ein paar Rohre, die zusammengesteckt werden. Da geht es um Wasser und Elektrizität, die zusammenarbeiten. Um Gasheizungen und Wärmepumpen. Wenn etwas schiefgeht, läuft nicht nur Wasser. Das Haus kann in die Luft fliegen.« Es kann auch Todesopfer geben. Das ist schon vorgekommen. Zum Glück aber nicht in Daniels Firma.

»Arbeit gibt es genug. Doch kaum Fachkräfte. Der Markt ist wie leer gefegt«
Daniel Luginsland

Doch auch hier geht mal was schief. Eine Delle im Auto ist schnell behoben. Ein Schraubenschlüssel, der vom Dach rollt, ist gefährlich. Und kleine Sachschäden passieren einfach ab und zu: Eine Sanitärkeramik, die unsanft auf den Boden gesetzt wird, hat Macken und kann nicht verbaut werden. Ein Dichtungsring, der vergessen wird, und schon läuft das Wasser in die unteren Stockwerke. An einen Schadenfall kann sich Daniel besonders gut erinnern: Ein Monteur hatte bei einer Trinkwasserleitung einfach nur das falsche Stück Rohr verbaut. Die fehlende Legierung fiel erst drei Monate später auf, als das Rohr komplett durchgerostet und der Keller schon mit 30 Zentimetern Wasser gefüllt war. »Das war teuer«, erinnert er sich. »Aber so was passiert leider, wir sind auch nur Menschen.« Die Betriebshaftpflichtversicherung hat die Schäden übernommen. »Diese eine Versicherung hatte ich immer bei der Allianz. Schon meine Eltern waren dort versichert.« Inzwischen ist Daniel privat wie geschäftlich bei der Allianz versichert, mit Firmenkonzept, Kleinflotte und Co. »Die Jungs nehmen die Autos abends oft mit heim, sammeln am nächsten Tag ihre Kollegen ein und fahren direkt zur Baustelle.« Dank der Flottenversicherung ist das kein Problem und ein großer Vorteil für die Mitarbeiter. Nun kommen sie nur zur Materialbesorgung in die Betriebsstätte – und auf einen Kaffee und ein paar Süßigkeiten, die dort immer für die Männer stehen.

Handwerk wie im Bilderbuch. Ordnung muss sein: Darum kümmert sich Lehrling Leon im Materiallager
Ordnung muss sein: Darum kümmert sich Lehrling Leon im Materiallager

Daniel und seiner Frau Ines sind ein familiäres und offenes Betriebsklima sehr wichtig. »Geld ist nicht alles. Bei dieser Wirtschaftslage bekommen die Mitarbeiter vielleicht einen Euro mehr beim Konkurrenten. Aber wenn man gern zur Arbeit kommt, überlegt man es sich vielleicht zweimal, ob man geht«, betont Ines. Deswegen investieren die beiden auch in ihre Mitarbeiter: Schulungen, gemeinsames Grillen, und im Dezember gibt’s eine Überraschung. Weil der Chef 60 wird, spendiert er ein Wochenende für die ganze Mannschaft. Seine zwei Kinder werden auch mitkommen. Ganz der Familienbetrieb eben. Doch das Allerwichtigste: »Wir lachen viel. Jeder hier soll Spaß bei der Arbeit haben!«

Handwerk wie im Bilderbuch. Eine Delle bei einem der 14 Firmenautos kommt schon mal vor. Vermittler Andreas Meyer fotografiert den Schaden für die Versicherung
Eine Delle bei einem der 14 Firmenautos kommt schon mal vor. Vermittler Andreas Meyer fotografiert den Schaden für die Versicherung

Dass das zutrifft, merkt man beim Blick aufs Handy: »Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, in der wir uns austauschen, Fragen klären, Störmeldungen eingeben und uns mit Bildern über den Stand der jeweiligen Baustelle aufklären«, erklärt Daniel und zeigt das Display, auf dem neben Geschäftlichem auch witzige Memes zu sehen sind. Jeder Mitarbeiter hat ein Smartphone, das er privat nutzen darf, oder erhält einen Zuschuss. Auch die Arbeitspläne für die kommende Woche werden über die App geteilt. »Seither kann keiner mehr sagen, er wüsste nicht, was er zu ­arbeiten hat«, grinst er. Nach und nach will er seine Mitarbeiter mit Tablets ausstatten. Die beiden Kundendiensttechniker haben bereits eins. »Es geht gar nicht mehr ohne. Die Anlagen sind heute so technisch, dass man Stör- und Fehlermeldungen nur über die Tablets auswerten kann.« Und dann natürlich das Problem beheben. »Dafür braucht man Know-how und Köpfchen. Die Technik ist auf dem abso­luten Vormarsch.« Gerade hat Daniel auch einiges in neue Hardware investiert, da die neuen Programme auf der alten nicht mehr liefen. Neue Technik macht zwar vieles leichter, aber auch abhän­gig. Sollte die Firma von Hackern angegriffen und lahmgelegt werden, stünde der Betrieb still. Deswegen steht als Nächstes die Cyberversicherung an. »Schon verrückt. Vor wenigen Jahren waren Wasserrohrbrüche und stehende Heizungen meine einzige Sorge.« Zum Glück kann man sich dagegen versichern und beschäftigt sich lieber mit Technik, die gebraucht wird.

In den Panels der Solaranlage spiegeln sich die vorüberziehenden Wolken. Bald ist Feierabend. Daniel bespricht schon den morgigen Ablauf mit seinem Vorarbeiter, während der Lehrling Leon sich einen Sicherheitsgurt anlegt. Er ist das erste Mal auf dem Dach und darf die letzten Schrauben anziehen. »Chef, ich bin zu dünn«, ruft er und demonstriert die fünf Zentimeter Lücke zwischen Bauch und Gurt. Daniel grinst und schüttelt den Kopf. »Soll ich dir nen Kindergurt besorgen?« Das ganze Team lacht und macht sich an die Arbeit.

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Bildquellen

  • Handwerk wie im Bilderbuch: Wilma Leskowitsch