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      Allianz – Wir helfen! 11. Oktober 2016

      Flüchtlinge: „Wir ebnen den Weg in den Arbeitsmarkt“

      Text: Vanessa Glaser
      Foto: istockphoto/nikada
      Alle sprechen davon, weil es angeblich kaum einem gelingt: die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt geht vor allem der Politik in Deutschland zu langsam. Vielleicht ein Fehler der Sichtweise? Während alle nach Festanstellung rufen, verfolgt die Allianz Deutschland einen breiteren Ansatz – der nun mit dem Bildungspreis der deutschen Versicherungswirtschaft ausgezeichnet wurde. 

      Vor über einem Jahr strömten hunderttausende Flüchtlinge auf der Suche nach einem besseren und sicheren Leben nach Deutschland. Während es am Anfang vor allem darum ging, die ankommenden Menschen mit dem Nötigsten wie Kleidung auszustatten, bedeutet Engagement für Flüchtlinge mehr als zwölf Monate später: Ihnen durch Integration in Deutschland eine neue Zukunft zu ermöglichen. 

      Das gelingt jedoch nur, wenn Flüchtlinge echte Perspektiven in der Arbeitswelt erhalten. Für die Politik bedeutet das fast ausschließlich: Festanstellungen für diese Zielgruppen zu schaffen. Davon gäbe es noch zu wenige, lautete der Vorwurf an die Wirtschaft beim Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt Mitte September. 

      Berufsperspektiven bieten und weiterqualifizieren

      Doch für die Allianz Deutschland lässt sich die Integration in die Arbeitswelt nicht allein mit der Anzahl der Festanstellungen messen, macht Personalvorstand Wolfgang Brezina deutlich: "Flüchtlingen eine Berufsperspektive zu bieten, heißt für uns, Ihnen den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen. Bei uns machen sie in Praktika erste praktische Erfahrungen und können die Allianz als Referenz in ihrem Lebenslauf angeben. Vor allem aber qualifizieren wir sie in vielen Bereichen des Arbeitslebens weiter, damit sie ihre berufliche Zukunft selbständig und erfolgreich meistern können."

      Station in der Firmenkantine: Beim Allianz Practice Day lernen Flüchtlinge unter anderem die Arbeit in einer Großküche kennen.

      Foto: istockphoto.com/zhudifeng

      Station in der Firmenkantine: Beim Allianz Practice Day lernen Flüchtlinge unter anderem die Arbeit in einer Großküche kennen. (Quelle: istockphoto.com/zhudifeng)

      Dafür wurde im Rahmen des Flüchtlingsprojektes "Allianz – Wir helfen!" eigens der Practice Day konzipiert, bei dem sich Flüchtlinge einen Eindruck von der Allianz als Arbeitgeber verschaffen und in Praktika herausfinden können, welcher Beruf zu ihnen passt. "Wir sind davon überzeugt, dass durch dieses umfassende Konzept unsere Praktikanten für den Arbeitsmarkt attraktiver werden", sagt Brezina. "Denn mit Schulungen und Workshops zur Verbesserung der Sprachkenntnisse, zur Bewerbungsvorbereitung oder zu Verhaltensweisen im deutschen Arbeitsalltag bereiten wir unsere Praktikanten umfassend auf ihre berufliche Zukunft vor."

      Deutschkenntnisse sind wichtige Grundlage auf dem Arbeitsmarkt

      Besonders wichtig ist der Allianz dabei, die Deutschkenntnisse der Praktikanten zu verbessern. Denn den meisten fehlen die Grundkenntnisse - keine guten Einstellungsvoraussetzungen, gerade in sprachintensiven Branchen wie der Versicherungswirtschaft. Deshalb unterrichten Allianzer die Praktikanten mehrmals pro Woche in der deutschen Sprache. Ehrenamtlich. Darüber hinaus prüft die Allianz Deutschland alle Möglichkeiten, um Flüchtlinge in ein Beschäftigungsverhältnis zu bringen.

      Büroalltag: Vieles ist ganz ähnlich wie im Heimatland der Geflüchteten - das wichtigste für einen Start ins deutsche Berufsleben ist aber der Ausbau der Sprachkenntnisse.

      Foto: istockphoto/MaxRiesgo

      Büroalltag: Vieles ist ganz ähnlich wie im Heimatland der Geflüchteten - das wichtigste für einen Start ins deutsche Berufsleben ist aber der Ausbau der Sprachkenntnisse. (Quelle: istockphoto/MaxRiesgo)

      Dass die Allianz damit vieles richtig macht, zeigt auch diese Anerkennung: Im September wurde die Allianz Deutschland mit dem "Innoward", dem Bildungspreis der Deutschen Versicherungswirtschaft, für ihre Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt ausgezeichnet. In Berlin nahm die Initiative "Allianz – Wir helfen!" den Sonderpreis im Rahmen des dortigen Bildungskongresses entgegen. Eine Bestätigung, auf die auch der Personalvorstand besonders stolz ist: "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung", sagt Brezina. "Mein besonderer Dank gilt allen Allianzern, die sich im Rahmen von 'Allianz – Wir helfen!' engagieren und so dazu beitragen, diesen Menschen eine Perspektive in Deutschland zu bieten."

      Praktika als mögliches Sprungbrett: Das Beispiel des Firas Issa

      Rund 25 Flüchtlinge konnten bisher durch den Practice Day ein Praktikum bei der Allianz absolvieren - für Firas Issa bedeutete das am Ende sogar den Einstieg ins Berufsleben: Der 47-Jährige stammt aus Syrien, nach seiner Teilnahme am ersten Practice Day bei der Allianz hat er mehrere Stationen im Unternehmen durchlaufen.

      Seit März 2016 unterstützt er das Team seines Mentors Ingo Schulz, Abteilungsleiter der Internen Dienste am Campus Unterföhring. In dieser Zeit hat er sich durch seinen Fleiß und Einsatz so empfohlen, dass er die Chance auf eine Festanstellung beim Sicherheitsdienst der Allianz erhält -eine Entwicklung, die Ingo Schulz besonders stolz macht (über Firas Issas Tätigkeit bei der Allianz berichtete auch sueddeutsche.de).