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       (Quelle: fotolia/alphaspirit)

      2. Februar 2017

      Einbruch: Die sieben größten Irrtümer

      Text: Charlotte Gerling
      Foto: fotolia/alphaspirit
      Dass Einbrecher nur nachts ihrem schmutzigen Geschäft nachgehen, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Was die Kriminalstatistik wirklich aussagt – und welche Versicherung hilft.

      Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland steigt seit Jahren stetig an - nicht zuletzt deshalb hat die staatliche Förderbank KfW für das laufende Jahr 2017 die Fördersumme, mit der sie Umbauten zum Einbruchsschutz unterstützt, verfünfacht. Im Vorjahr waren die KfW-Zuschüsse bereits im Frühjahr ausgeschöpft. Wer mindestens 2.000 Euro in Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Wohngebäude oder einer Eigentumswohnung investiert, erhält eine Förderung von 200 bis maximal 1.500 Euro.

      Eine erste Maßnahme ist in jedem Fall, die Schwachstellen des persönlichen Einbruchsschutzes zu erkennen - wir haben hier die häufigsten Irrtümer, die rund ums Thema Einbruch kursieren, zusammengestellt:

      Irrtum 1: Einbrüche passieren hauptsächlich nachts

      Warum sich sorgen? Einbrecher kommen nur nachts, und da ist man zu Hause, um sie zu verjagen. Leider ist dieser Gedanke im ersten Teil nicht richtig, im zweiten sogar gefährlich. Rund 43 Prozent aller Wohnungseinbrüche ereignen sich tagsüber zwischen sechs und 21 Uhr. Weil die Diebe annehmen, dass die Bewohner dann nicht da sind. Wer nachts von einem Einbrecher geweckt wird, sollte jede Konfrontation vermeiden, die Polizei rufen und nicht den Helden spielen.

      Irrtum 2: Bei mir gibt's doch eh nichts zu holen

      Schmuck, Handy, Laptop, Fernseher – fast jeder hat mehr zu Hause, als er sich bewusst macht. Leicht werden die Werte unterschätzt, die sich in den eigenen vier Wänden befinden. Oft werden auch Dinge gestohlen, die einen hohen ideellen Wert besitzen. Außerdem weiß ein Einbrecher nur selten vorher, ob sich die Tat für ihn lohnt.

      Irrtum 3: Meine Wertsachen sind gut versteckt

      Sockenschublade, Kaffeedose, Gefrierschrank – es gibt kein Versteck, das Einbrecher nicht kennen (Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel "Sieben ungewöhnliche Geldverstecke"). Am sichersten sind Wertsachen im Bankschließfach oder im Tresor. Allianz Vermittler helfen bei Fragen zu möglichen und geeigneten Schutzvorkehrungen gerne weiter.

      Der Klassiker: das hohle Buch als Geldversteck. Keine ganz schlechte Idee - sicherer sind Wertgegenstände allerdings in einem Bankschließfach oder Tresor.

      Foto: Andreas Achmann

      Der Klassiker: das hohle Buch als Geldversteck. Keine ganz schlechte Idee - sicherer sind Wertgegenstände allerdings in einem Bankschließfach oder Tresor. (Quelle: Andreas Achmann)

      Irrtum 4: Eingebrochen wird nur im Erdgeschoss

      Einbrecher sind erfinderisch. Eine Balkontür im ersten Stock zu erreichen, ist beispielsweise über eine umgedrehte Regentonne kein Problem. In Mehrfamilienhäusern geht es auch durch die Haustür. Am liebsten in die obersten Stockwerke, denn da kommen weniger Menschen vorbei.

      Irrtum 5: Wer einbrechen will, den hält nichts auf

      Auch das ist ein Trugschluss. Etwa 43 Prozent aller Einbrüche scheitern an der Sicherungstechnik. Gerade Gelegenheitstäter lassen sich von guten mechanischen und elektronischen Sicherungen abhalten. Der Grund: Diebe wollen schnell zugreifen und wieder verschwinden.

      Irrtum 6: Urlaubszeit ist Einbruchszeit

      Die Einbruchszahlen steigen während der Urlaubszeit tatsächlich leicht an. Doch das Geschäft der Diebe hat vor allem im Winter Hochsaison, zwischen Oktober und März. Der Grund ist einfach: Im Schutz der Dunkelheit können sie ungestört arbeiten.

      Irrtum 7: Und wenn schon? Ich bin gut versichert!

      Für den materiellen Schaden kommt die Hausratversicherung auf. Nicht ersetzen kann sie den Verlust des Sicherheitsgefühls in den eigenen Wänden. Wichtig ist, die Police auf dem aktuellen Stand zu halten. Wer sich zum Beispiel eine teure Musikanlage oder wertvolle Möbel kauft, sollte daran denken, die Versicherungssumme seiner Hausrat-Police zu überprüfen.

      Wirksame Schadenbegrenzung: Versicherungsschutz bei Einbruch

      Eine Versicherung kann den Schock nach einem Einbruch nicht lindern, aber die materiellen Schäden ersetzen. Bei der Allianz Hausratversicherung ist der gesamte Hausrat wie Möbel oder Elektrogeräte versichert – ganz gleich, ob es sich um eine angemietete Wohnung oder ein Eigenheim handelt. Die Schäden, die durch einen Einbruch zum Beispiel an Türen oder Fenstern entstehen können, sind mitversichert.

      Selbst Gartenmöbel dürfen draußen bleiben und werden bei Diebstahl ersetzt. Fahrräder können durch den Baustein FahrradPlus abgesichert werden. Wer ein Ferienhaus oder eine Zweitwohnung hat, kann den Hausrat über den Baustein WohnenPlus versichern.

      Mehr Informationen

      Ist Ihr Hausrat-Schutz eigentlich noch auf dem neuesten Stand?Serviceportal allianz.de