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       (Quelle: fotolia / Dario Lo Presti)

      Kunstversicherung 12. Juni 2015

      Ist das Kunst - oder kann das weg?

      Text: Corinna Hartmann
      Foto: fotolia / Dario Lo Presti
      Art Basel 2015: Eric Wolzenburg, Leiter Kunstversicherung der Allianz Deutschland, nennt die fünf größten Gefahren für  Kunstwerke


      Vandalismus

      Einer Bronzeskulptur in einem öffentlichen Raum in Remscheid hat ein „Schmutzfink“ einen zusätzlichen Farbanstrich verpasst. Dabei war die Bronze so feinporig, dass sie die Farbe wie ein Schwamm aufgesogen hat. Der Kunde glaubte nicht, dass das zu restaurieren sei. Weit gefehlt: Die Allianz hat einen Restaurator gefunden, der den Lack rückstandsfrei beseitigen konnte, so dass die Skulptur wieder patiniert werden konnte – mit Brief und Siegel der Künstlerin. 

      Bunt, bunt, bunt sind alle ihre Kleider - die "Verschönerung" dieser Dame aus Stein ist nicht etwa Kunst, sondern schlichtweg Vandalismus.

      Foto: fotolia / Bruno Bernier

       (Quelle: fotolia / Bruno Bernier)

      Transportschäden

      Kunst soll gezeigt werden. Doch Ausstellungen bedeuten immer auch Stress für ein Objekt. Es treten vor allem beim Transport Erschütterungen beim Kunstwerk auf, die manchmal einfach zu viel sind. Einer der spektakulärsten Allianz-Fälle war, als ein Tragegestell seinen Dienst aufgab – und das bei einer außerordentlich großen und schweren Skulptur. Das Kunstwerk fiel 30 cm tief zu Boden und brach mehrfach. Ergebnis: ein Totalschaden im Wert von einer Million Dollar.

      Scherben bringen Glück? Von wegen: Der Transport von fragilen Kunstgegenständen bringt die Beteiligten oft ins Schwitzen.

      Foto: fotolia / Dario Lo Presti

       (Quelle: fotolia / Dario Lo Presti)

      Beschädigung durch Besucher

      Museen haben ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept wie z.B. Absperrungen und elektronische Abstandsmelder. Spektakuläre Fälle wie das Säureattentat 1988 auf einige Werke Albrecht Dürers in der Alten Pinakothek München sind also eher die Ausnahme. Im privaten Ambiente dagegen sind Unfälle eine der Hauptursachen für Schäden. So zeigte ein Kunde seine wertvolle Fotografie bei seiner Kunstparty – und entdeckte am Ende des Events Weinspritzer drauf.

      Gleich geht der Alarm an: Wie nah ran ist erlaubt? Die mutwillige Zerstörung von Kunstwerken stellt glücklicherweise die Ausnahme dar, aber immer wieder kommen Arbeiten aus Unachtsamkeit zu Schaden, etwas bei Veranstaltungen.

      Foto: fotolia /Kaspars Grinvalds

       (Quelle: fotolia /Kaspars Grinvalds)

      Feuchtigkeit

      Ein schweres Hochwasser ist wohl die absolute Horrorvision für jeden Kunstliebhaber. 1966 wurde sie in der Florentiner Kirche Santa Croce leider wahr. Das Holzkreuz von Cimabue, einem Vor-Vorreiter der Renaissance, hatte 700 Jahre überlebt – und stand nun teils unter Wasser. Blitzschnell mussten Pigmentschichten und die verschiedenen Holzschichten darunter bearbeitet werden, um das Kreuz zu retten. Positiv ist: Dieses Hochwasser hat die Restaurierungstechnologie nach vorn gebracht. Denn an diesem Kruzifix wurde zum ersten Mal professionell der Einsatz der Lasertechnologie verwendet, um die gesamte Malschicht vom Holzkreuz abzutragen, diese und das Holz separat zu restaurieren und am Ende wieder zusammenzuführen.

      Geschlossen wegen Flut: Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Brände bedrohen immer wieder den Erhalt oft Jahrhunderte oder Jahrtausende alter Kunstschätze.

      Foto: fotolia / mhp

       (Quelle: fotolia / mhp)

      Schimmel

      Ein Kunde zeigte dem Sachverständigen stolz ein Pferdegeschirr aus dem 19. Jahrhundert samt Sattel in der Vitrine. Bei genauerem Hinsehen entdeckten die beiden allerdings eine dichte Schimmelschicht. Der Kunst-Experte hat einen Lederrestaurator gefunden und konnte alles hundertprozentig in Ordnung bringen.

      Schätze aus dem Keller? Feuchtes Klima greift Gegenstände der verschiedensten Beschaffenheit an.

      Foto: fotolia / Karin & Uwe Annas

       (Quelle: fotolia / Karin & Uwe Annas)



      Dieser Artikel stammt ursprünglich von der Seite allianz.com und ist dort auch in englischer Sprache nachzulesen.

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