Allianz Flaggen

Das tragische Schicksal Daniel Bernerts ist vielen Menschen bekannt und stand im Mittelpunkt öffentlicher Berichterstattung, insbesondere in regionalen Medien. Im Rahmen der Protestaktion der Mutter von Daniel Bernert im Juli 2014 in München wurde in Medien und Sozialen Netzwerken eine Reihe von falschen Aussagen getroffen, zu denen die Allianz Stellung nehmen möchte.

Unter anderem wurde behauptet:

  • Angeblich sei von einem Rechtsanwalt der Allianz ein manipuliertes Gutachten vorgelegt worden.
  • Angeblich habe die Familie Bernert durch alle gerichtlichen Instanzen zu 100 Prozent gewonnen.
  • Angeblich sei eine mangelhafte und falsche Betreuung im Krankenhaus bei der Geburt von Daniel Bernert erfolgt und zwar vor, während und nach der Geburt, wofür Arzt, Hebamme und Krankenschwester verantwortlich seien.
  • Angeblich habe die Allianz kein bzw. kein ernstzunehmendes (“ein lächerliches”) Vergleichsangebot gemacht.

Um Interessierten einen umfassenden Einblick in den Fall Daniel Bernert zu ermöglichen, hat die Allianz nachfolgende Informationen zusammengestellt.

Stellungnahme der Allianz

Der heute 29-Jährige Daniel Bernert ist seit seiner Geburt behindert. Der bei der Geburt beteiligte Arzt und die Hebamme sind bei der Allianz berufshaftpflichtversichert, das Krankenhaus und die Krankenschwester bei der Versicherungskammer Bayern (VKB).
Frau Bernert sieht die Versicherungsnehmer von Allianz und VKB als zu 100 Prozent schuldig für die Behinderung ihres Sohnes an. Das Oberlandesgericht München hat jedoch auf der Basis von mehreren Gerichtsgutachten 2013 entschieden, dass die Behinderung von Daniel Bernert zum größten Teil auf eine schicksalhafte vorgeburtliche Schädigung zurückzuführen ist. Hierfür sind Hebamme, Arzt, Krankenschwester und Krankenhaus nicht verantwortlich. Ihnen wurde für Fehler nach der Geburt eine Teilschuld von 20 Prozent zugewiesen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat dieses Urteil im Mai 2014 in letzter Instanz bestätigt und damit auch die Rechtsauffassung von Allianz und VKB. Das will Frau Bernert nicht hinnehmen. Darum geht es in der Auseinandersetzung mit Familie Bernert.

Um die Allianz – trotz höchstrichterlichem Urteil – zu weiteren Zahlungen zu bewegen, hatte Frau Bernert am 7. Juli 2014 vor der Allianz in München-Schwabing eine Protestaktion begonnen, die sie am 16. Juli 2014 beendete. Dabei äußerte sie aber, dass ihr Kampf noch nicht vorbei sei.

Wir bedauern im Übrigen sehr, dass Frau Bernert keines unserer Vergleichsangebote vor dem BGH-Urteil angenommen hat. Das letzte Angebot belief sich auf 1,8 Millionen Euro und lag damit um ein Vielfaches über dem nun vom BGH höchstrichterlich bestätigten Betrag.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Fragen und Antworten zum Fall Daniel Bernert

Berichterstattung der Zeitung “Die Welt”

Kontakt
Mario GhiaiMario.Ghiai
Allianz Deutschland AG
Tel: 089.3800-12942
Mario.Ghiai@ALLIANZ.DE

Bildquellen

  • Allianz Flaggen, Foto: Allianz SE