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    • Demografie: Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?
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      Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? (Quelle: Fotolia/ Rawpixel.com)

      Berliner Demografie Forum 2016 12. Februar 2016

      Den Wandel mitgestalten

      Text: Markus Walter
      Foto: Fotolia/ Rawpixel.com
      Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren am 24. und 25. Februar beim Berliner Demografie Forum 2016 über die Zukunft der Arbeit. Dr. Volker Deville gibt im Interview einen Vorgeschmack.

      "Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?" – das ist die zentrale Fragestellung des Berliner Demografie Forums (BDF 2016), das heuer im fünften Jahr stattfindet. Die Konferenz bringt Spezialisten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam neue Impulse zu setzen, Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren und Handlungsmöglichkeiten für den demografischen Wandel zu entwickeln.

      Hochkarätige Demografie-Experten tauschen auf dem BDF sich aus

      Initiatoren des BDF sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Allianz Deutschland. Der von Dr. Volker Deville geleitete Fachbereich Zukunftsthemen steckt bereits seit Monaten in der Planung des am 24. und 25. Februar stattfindenden Events. Zu den Rednern und Gästen des BDF gehören in diesem Jahr neben hochrangigen internationalen Demografie-Experten unter anderem Allianz Deutschland Vorstand Dr. Manfred Knof, Bundesminister a.D. Franz Müntefering, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch oder der evangelische Bischof Markus Dröge.

      Herr Deville, wie fiel die Wahl auf das diesjährige BDF-Thema "Zukunft der Arbeit"?

      In den vergangenen vier Jahren haben wir uns mit den großen demografischen Themenfeldern Familie und Kinder, Alter, Gesellschaft sowie Gesundheit beschäftigt. Der Bereich Arbeit ist vor dem Hintergrund der fortschreitenden Automatisierung der Arbeitswelt auf der einen und der dringend notwendigen Integration von Geflüchteten auf der anderen Seite besonders aktuell.

      Das heisst, das Thema Migration wird einen zweiten Schwerpunkt bilden in diesem Jahr?

      Ja, genau! Wir können nicht über Demografie reden, ohne die Herausforderungen, vor die uns der Zuzug hunderttausender Menschen stellt, in den Blick zu nehmen. Auf unserem Panel "Integration von Flüchtlingen" werden wir den evangelische Bischof Markus Dröge und den katholischen Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner Koch, mit der saarländischen Ministerpräsidentin und dem zuständigen Staatssekretär aus dem Bundesinnenministerium zusammenbringen. Ich wage zu prognostizieren, dass das eine sehr interessante, wichtige Diskussion wird.

      Dr. Volker Deville: "Wir können nicht über Demografie reden, ohne die Herausforderungen in den Blick zu nehmen."

      Foto: Allianz

      Dr. Volker Deville leitet den Fachbereich Zukunftsthemen der Allianz Deutschland AG. (Quelle: Allianz )

      Was bedeutet es, eine Veranstaltung dieser Größe mit solch prominenten Rednern – die unter anderem aus den USA und China angereist kommen - zu organisieren?

      Von den 300 Teilnehmern des BDF treten rund 50 auf der Veranstaltung als Sprecher auf, aber auch viele der Gäste bekleiden prominente Ämter in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. In die Vorbereitungen sind viele eingebunden - der Beirat unter Leitung von Franz Müntefering, die European School Of Management And Technology (ESMT), in deren Räumlichkeiten das BDF stattfindet, sowie mehrere Bundesministerien. Und natürlich zahlreiche Kollegen in der Allianz.

      Welchen inhaltlichen Beitrag leistet die Allianz zum BDF?

      Die Eröffnungsrede hält traditionell ein Allianzer. Dieses Jahr wird der Vorstandsvorsitzende der Allianz Deutschland AG, Dr. Manfred Knof, die Einführung übernehmen, in den Vorjahren waren es Michael Diekmann und Dr. Maximilian Zimmerer. Dabei werden nicht nur aktuelle Themen angesprochen. Die Allianz ruft stets alle Beteiligten dazu auf, zu den langfristigen Trends wie der längeren Lebenserwartung und ihren Implikationen Stellung zu nehmen und gemeinsam zu handeln.

      Welche Erkenntnisse konnten aus früheren BDFs gezogen werden?

      In letzter Zeit wird in der Politik wie in der Öffentlichkeit immer öfter und immer intensiver über Themen wie Kinder, Gesundheit oder Renteneintritt gesprochen. Dabei wandert der Blick auch über den Tellerrand, wir lernen zunehmend von internationalen Vergleichen. Wenn der BDF einen Beitrag leisten konnte, diesen Trend zu verfestigen und unter den Multiplikatoren Impulse zu setzen, haben wir unseren Job gut gemacht.

      Die wichtigste Erkenntnis für mich persönlich ist aber, umso mehr man sich in die Materie vertieft, erkennt man, dass wir mit unseren Bemühungen gerade erst am Anfang stehen: Die Größe der notwendigen Umwälzungen bei Sozialversicherung, Arbeit, Integration von Zuwanderern und privater Vorsorge wird immer noch stark unterschätzt.