Im Netz der Betrüger: Keine Firma ist zu klein, um Opfer von Cyberkriminalität zu werden
Im Netz der Betrüger: Keine Firma ist zu klein, um Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Illustration: Georg Kiraly

Legen Hacker die IT lahm, bekommt ein Betrieb erst mal nichts gebacken. Das kann schnell teuer werden. Fünf Gründe, warum Unternehmen eine Cyberschutzpolice brauchen

Datenklau, Erpressung oder Sabotage – Cyberkriminalität ist ein großes Problem in der deutschen Wirtschaft. Eine Studie des Datenverbands Bitcom zeigt, dass zwischen 2016 und 2018 sieben von zehn Industrieunternehmen Opfer eines Cyberangriffs wurden. Der Schaden betrug mehr als 43 Milliarden Euro. »Für ein kleines Unternehmen kann so ein Angriff existenzbedrohend sein«, sagt Zoran Zdravkovic, Bevollmächtigter für das Firmengeschäft bei der Allianz. Er wisse von einer Münchner Bäckerei, deren Software gehackt wurde. Ein Mitarbeiter hatte den Anhang einer elektronischen Bewerbung geöffnet. Mit dem Ergebnis, dass sämtliche IT-gesteuerte Maschinen des Betriebs nicht mehr funktionierten und die Produktion eine Woche lang stillstand. Die Kosten für die Wiederherstellung der IT allein betrugen 18 000 Euro. »Der Betriebsunterbrechungsschaden war noch höher«, sagt Zdravkovic. Und: »Wer eine Cyberschutzpolice abgeschlossen hat, weiß: Das übernimmt die Allianz für mich.« Im Folgenden nennt der Experte fünf Gründe, warum jedes Unternehmen eine Cyberschutzversicherung braucht:

Grund Nr. 1 – Es kann jeden treffen

— Von großen Fällen wie dem Angriff auf den Bundestag im Jahr 2015 oder weltweiten Hacks mit der Ransomware »WannaCry« fühlen sich kleine und mittelständische Unternehmen oft nicht bedroht. »In der Praxis sehe ich aber, dass selbst kleine Betriebe wie die Pizzeria um die Ecke, freiberufliche Steuerberater oder Schriftsteller angegriffen werden«, sagt Zdravkovic. Im Übrigen richtet sich eine Attacke nicht immer gezielt gegen das jeweilige Unternehmen, mit Viren können Betriebe sich auch zufällig über das Internet infizieren. Das kann in der Folge großen Schaden anrichten.

Grund Nr. 2 – Ein Schaden kommt teuer

— Zdravkovic weiß von einem Fall, in dem sich der Angreifer Zugriff auf die Telefonanlage einer IT-Firma verschaffte. Es entstanden Kosten in Höhe von 40 000 Euro. Ein Betrieb ohne Versicherung muss diese Summe selbst bezahlen. Im oben erwähnten Fall der gehackten Bäckerei sagte der betroffene Geschäftsführer: »Wenn mir das im gleichen Jahr zweimal passiert, kann ich meinen Laden dichtmachen.« Die Allianz übernimmt aber nicht nur die Kosten für Wiederherstellung der IT und die Unterbrechung des Betriebs. Auch Ansprüche Dritter sind abgesichert, wenn etwa Kundendaten gestohlen werden.

Grund Nr. 3 – Geld gibt’s auch bei Irrtum

— Auch einem Mitarbeiter kann bei der Bedienung der Steuerungssoftware ein Fehler passieren. Hat dieses Missgeschick eine Betriebsunterbrechung zur Folge, sind die Kosten dafür abgedeckt. Auch wenn ein Hacker sich in die Telefonanlage des Kunden hackt und darüber Gespräche Dritter abwickelt, ersetzt die Allianz die dabei anfallenden Kosten. Voraussetzung in beiden Fällen ist, dass der Kunde die entsprechenden Zusatzbausteine abgeschlossen hat.

Grund Nr. 4 – Beratung kommt gratis dazu

— Jedes Unternehmen, das einen Cyberschutz abschließen möchte, muss sich einer Prüfung unterziehen. Die Allianz hat dafür einen Fragebogen entwickelt, der die IT-Struktur genau prüft und Sicherheitslücken aufdeckt. Praktisch: Für die Betriebe ist dieser Frage­bogen eine Art kostenlose Schulung, denn sie werden beim Ausfüllen dafür sensibilisiert, worauf es beim Schutz gegen Cyberkriminelle ankommt. Unabhängig davon, ob sie den Vertrag am Ende abschließen.

Grund Nr. 5 – Experten helfen rund um die Uhr

— Weil Hacker sich nicht an Geschäftszeiten halten, ist es oft schwer, im Notfall Experten ans Telefon zu ­bekommen. Die Experten der Allianz CyberSchutz-Krisenhotline sind Tag und Nacht erreichbar, an sieben Tagen pro Woche. Wenn es nötig ist, setzen sie sich ins Auto und beheben den Schaden vor Ort. Droht ein ­Imageschaden, hilft die Versicherung auch: mit einem Berater für Krisenkommunikation.

So hilft die Allianz CyberSchutz-Versicherung
Dank digitaler Abläufe sind Unternehmen heute effizienter, aber auch anfälliger für Hacking, Datenschutzverstöße und -verlust. Die Allianz bietet bei Schäden in Folge von Cyberkriminalität umfangreiche Leistungen: Die Versicherung bezahlt Eigenschäden, Haftpflichtansprüche Dritter, stellt IT-Experten zur Verfügung und bietet Schutz bei behördlichen Datenschutzverfahren. Neuerdings ist Cybererpressung ebenfalls gedeckt, Sachschäden an IT-Hardware und Bußgelder sind beitragsfrei mitversichert, ebenso wie Terror-Ereignisse.

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Bildquellen

  • cyberschutz-allianz: Illustration Georg Kiraly