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       (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      30. April 2018

      Blumen für die Biene

      Text: Isabell Troppmann
      Foto: Allianz Deutschland AG
      Das von der Allianz unterstützte Umweltprojekt „Die Wildbiene schützen“ wandelt ein brachliegendes Feld in Ramsau zum wahren Bienenparadies um. Auch zu Hause auf dem heimischen Balkon und im Garten kann man Bienen glücklich machen

      Ramsau in den Berchtesgadener Alpen, die Sonne strahlt vom wolkenlosen Frühlingshimmel. An einem Hang am Ortsrand hinter dem Wellnesshotel Rehlegg gehen mehrere Leute immer wieder einen ackergleichen Boden ab und werfen dabei feine Pflanzenpartikel aus. In bester Lage entsteht dort ein Wohlfühlparadies für die Wildbiene – finanziert von der Umweltaktion der Allianz im Rahmen von „E-Mail statt Brief“.

      Die feinen Pflanzenpartikel sind Wildblumensamen – geerntet auf verschiedenen Wiesen im Umland. In spätestens zwei Jahren sprießen aus ihnen Kräuter und Blumen, die die Wildbiene nähren. Schon im vergangenen Winter hatte Peter Loreth, Leiter der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, die obere Schicht der Brachwiese dafür abtragen lassen. Denn die von der Wildbiene präferierten Pflanzen wachsen besser auf nährstoffarmen Böden, und diese finden sich in tiefer liegenden Schichten.

      Biosphärenregion-Leiter Peter Loreth auf dem „Wildbienenparadies“ in Ramsau

      Foto: Isabell Troppmann

      Biosphärenregion-Leiter Peter Loreth auf dem „Wildbienenparadies“ in Ramsau (Quelle: Isabell Troppmann)

      Flächen wie diese sind wichtig, denn viele Bauern im Land mähen ihre Wiesen immer früher im Jahr. Futter für das Vieh bedeutet aber Hunger für die Bienen. Loreth sagt: „Noch haben wir eine große Vielfalt an Wildbienen im Berchtesgadener Land. Wir müssen uns aber dafür einsetzen, sie für die Zukunft zu bewahren.“ Die Wildbiene sei eines der wertvollsten Tiere der Region, weil über 80 Prozent der Pflanzen auf die Bestäubung durch Insekten, vor allem durch Bienen, angewiesen seien.

      Gute Kost allein reicht aber noch nicht aus für paradiesische Bienen-Zustände. Loreth hat ebenfalls beste Voraussetzungen für Nistmöglichkeiten geschaffen: offene Sandflächen, lehmige Steilwände und einen liegenden Baumstamm. Anders als Honigbienen leben Wildbienen für sich und nicht zusammen im Stock. Statt viele Tausend Eier legen sie nur ein paar Dutzend in Nester in den oben beschriebenen Nistplätzen.

      In den vertrockneten Pflanzenresten stecken die Wildblumensamen

      Foto: Isabell Troppmann

      In den vertrockneten Pflanzenresten stecken die Wildblumensamen (Quelle: Isabell Troppmann)

      Die Unterstützung der Wildbiene ist Teil einer groß angelegten Umweltaktion der Allianz. Birgit König, die im Vorstand der Allianz Deutschland diese Umweltaktion initiiert hat, sagt: „Mit dem Projekt tun wir gleich doppelt etwas für die Umwelt.“ Denn für jeden Kunden, der sich für „E-Mail statt Brief“ entscheidet, also für eine papierlose und schnelle Kommunikation mit der Allianz, spendet die Allianz fünf Euro an ein Umweltprojekt. Der Kunde entscheidet. Zur Wahl stehen 18 Projekte, verteilt über Deutschland. Birgit König: „So sparen wir durch weniger Briefe Treibhausgase und helfen zusätzlich beim Schutz von Tieren und ihren Lebensräumen.“

      Noch liegt das Feld in Raumsau brach, bald werden hier die ersten Kräuter und Pflanzen für die Wildbienen wachsen

      Foto: Isabell Troppmann

      Noch liegt das Feld in Raumsau brach, bald werden hier die ersten Kräuter und Pflanzen für die Wildbienen wachsen (Quelle: Isabell Troppmann)

      Was kann man zu Hause für die Bienen tun?

      Die Wildbiene, zu der auch Hummeln gehören, kann man auch auf seinem heimischen Balkon oder in seinem Garten glücklich machen. Beispielsweise Blumen pflanzen, die Wildbienen besonders lieben. Das sind vor allem Gewächse wie Rot- oder Hornklee, Glockenblumen, Ackersenf und Margeriten. Auch für Nistplätze findet sich gerade in Gärten oft ein Plätzchen. Loreth erklärt: „Bienen sind nicht anspruchsvoll. Bohrt man Löcher mit etwa 2 bis 10 Millimetern Durchmesser in altes Holz, legen die Wildbienen dort ihre Eier ab und verschließen diese mit kleinen Steinchen.“ Es würde auch reichen, ein paar Stellen im Garten wuchern zu lassen. Die Wildbienen sind nette Mitbewohner: Männchen können gar nicht stechen und die Weibchen sind wenig aggressiv, da sie keinen Honig zu verteidigen haben. Sie stechen allenfalls unter ärgster Bedrängnis, zum Beispiel, wenn jemand auf ihr Nest tritt. 

      Mehr zur Umweltaktion erfahren Sie hier.

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