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       (Quelle: Erik Mosoni)

      Allianz Umweltstiftung 9. Juli 2015

      125 Bäume für die Wiedervereinigung

      Text: Markus Walter
      Foto: Erik Mosoni
      Allianz Umweltstiftung startet "125 Bäume"-Aktion: Zehn deutsche Städte erhalten in den kommenden Jahren neues Grün. Im Münchner Englischen Garten stehen die Bäume für die "Wiedervereinigung" des durch die Stadtautobahn getrennten Nord- und Südteils.

      Pflanzen benötigen Wasser. Beim Startschuss für die große Baumpflanzaktion der Allianz Umweltstiftung, dank derer in zehn deutschen Städten je 125 neue Bäume Wurzeln schlagen werden, stellt die Natur selbst die Gießkanne bereit: Mitten im ansonsten tropisch heißen Sommer geht ein kräftiger Regenguss auf den „Allianz Baum“ im Englischen Garten in München nieder. Markus Söder, bayerischer Finanzminister und Laudator, nimmt es mit Humor: "Da macht das Wort Schirmherr mal wirklich Sinn".

      Schirmherr Markus Söder mit Ministerialkollege Ludwig Spänle und dem Landtagsabgeordneten Robert Brannekämper, der sich für die Verkehrsberuhigung im Englischen Garten einsetzt.

      Foto: Erik Mosoni

       (Quelle: Erik Mosoni)

      Dass die ersten Bäume in der grünen Lunge der Landeshauptstadt gepflanzt werden, ist kein Zufall: Die Allianz Umweltstiftung unterstützt seit Jahren das Projekt "Ein Englischer Garten". Es sieht eine Übertunnelung des Mittleren Rings, der Nord- und Südteil des Gartens trennt, vor – und könnte, wenn der Stadtrat zustimmt, schon bald Realität werden. Dass es sich um genau 125 Bäume handelt, hat abermals seine Gründe: Die Umweltstiftung, zum 100-jährigen Jubiläum der Allianz 1990 gegründet, ist in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden. Neben München widmet sie in diesem Jahr auch Berlin als Sitz der Stiftung und dem von Unwettern stark getroffenen Düsseldorf je 125 neue Bäume.

      Jost Albert, Gartendirektor der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, zeigt, wo die neuen Bäume stehen werden.

      Foto: Erik Mosoni

       (Quelle: Erik Mosoni)

      Wurzelwerk über dem Tunnel

      Lutz Spandau, dem Vorstand der Allianz Umweltstiftung, merkt man an, dass er für die Wiedervereinigung des Englischen Gartens brennt: "Welches Vorhaben in München könnte sich besser eignen, von uns begleitet zu werden?". Wie bei allen ihrer Projekte tritt die Umweltstiftung nicht als alleiniger Finanzier auf, sondern unterstützt vielmehr das bürgerschaftliche Engagement anderer - hier der vom engagierten Architekturbüro Grub + Lejeune gegründeten "Stiftung Ein Englischer Garten". Das Land Bayern, beim Festakt durch Söder und seinen Ministerialkollege und obersten bayerischen Denkmalschützer Ludwig Spänle vertreten, hat bereits mehrere Millionen für die Übertunnelung zugesagt. Nun hängt es am Münchner Stadtrat, der noch im Sommer eine Entscheidung treffen wird.

      "Welches Vorhaben in München könnte sich besser eignen, von uns begleitet zu werden?", fragt Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung. Im Hintergrund die Architekten Petra Grub-Lejeune und Hermann Grub, die das Projekt "Ein Englischer Garten" ins Leben gerufen haben.

      Foto: Erik Mosoni

       (Quelle: Erik Mosoni)

      Spandau erklärt: "Einen Teil der 125 Bäume wollen wir, sobald die Wiedervereinigung in trockenen Tüchern ist, sofort als Ausgleichsmaßnahme für während des Tunnelbaus zu fällende Pflanzen einsetzen. Der Rest soll dann in der Erdschicht über dem fertigen Tunnel wurzeln, das könnte in rund fünf Jahren der Fall sein." Thomas Köster, Parkleiter des Englischen Gartens, sieht die neuen Linden, Pappeln, Eichen und Trauerweiden bereits vor seinem inneren Auge: "Wir wollen vielfältige Akzente setzen, so wie es der Gründer des Parks, der Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell bereits im 18. Jahrhundert vorgesehen hat".

      Herr über den Englischen Garten: Parkleiter Thomas Köster freut sich auf die 125 neuen Bäume.

      Foto: Erik Mosoni

       (Quelle: Erik Mosoni)

      Nord-Süd-Gefälle überwinden

      "Der Englische Garten ist ein Meisterwerk, das auch nach über zweihundert Jahren erkennen lässt, wie fortschrittlich damals geplant wurde", ergänzt Jost Albert, Gartendirektor der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Der Park halte auch dem deutlich intensiveren Nutzungsdruck statt, der mit dem kontinuierlichen Anwachsen der Bevölkerung einher geht. "Allein am vergangenen Sommer-Wochenende haben unsere Mitarbeiter neun Tonnen Müll aufgesammelt", gibt Köster zu Protokoll. 60 Gärtner, Handwerker, aber auch Büroangestellte kümmern sich um den Erhalt des bei Einheimischen wie Touristen beliebten 376 Hektar großen Landschaftgartens.

      125 Jahre Allianz, 25 Jahre Umweltstiftung, 125 Bäume: Lutz Spandau wird in diesem Jahr auch in Berlin und Düsseldorf Grün in die Städte bringen.

      Foto: Erik Mosoni

       (Quelle: Erik Mosoni)

      "Es wird ein Aha-Erlebnis sein, wenn Süd- und Nordteil des Gartens zusammengeführt werden", ist Gartendirektor Albert überzeugt. Der zentrumsnahe Südteil mit Chinesischem Turm, Monopteros und Eisbach-Welle ist weithin bekannt und beliebt, die ruhigen Ausläufer im Norden hingegen kennen selbst viele Münchner kaum. "An Wachstum mangelt es in München nicht, aber man muss auch an die Lebensqualität denken", erklärt Finanzminister Söder – und gibt damit auch gut den Ansatz der Umweltstiftung wieder, die einen ihrer Schwerpunkte auf das Leben in der Stadt legt. "Grünflächen sind bedeutende Lebens- und Erlebensräume - gerade in Städten mit ihren verdichteten Wohn- und Arbeitswelten", sagt Spandau und ergänzt schmunzelnd mit Blick in den wolkenverhangenen Himmel: "Wo sonst in der Stadt kommt man mit der Natur so auf Tuchfühlung?"

      Hermann-Josef Knipper ist Leiter der Unternehmenskommunikation der Allianz Deutschland AG. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

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      Hermann Knipper
      Allianz Deutschland AG
      Tel: 089.3800-18166

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