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       (Quelle: istockphoto/Jason Doiy)

      1. März 2017

      Autonomes Fahren: "Mensch spielt weiterhin wichtige Rolle"

      Text: Christian Weishuber / Markus Walter
      Foto: istockphoto/Jason Doiy
      Rechtliche Gleichstellung von Fahrer und Computer? Allianz Vorstand Joachim Müller kommentiert den Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt zum automatisierten Fahren

      Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat Anfang 2017 einen Gesetzesentwurf zum autonomen Fahren vorgelegt, dessen Kern die rechtliche Gleichstellung von menschlichem Fahrer und Computer ist. Hoch- oder vollautomatisierte Fahrsysteme dürften damit künftig die Fahraufgabe selbstständig übernehmen, während der Fahrer die Hände vom Lenker nehmen darf, um etwa im Internet zu surfen oder E-Mails zu checken.

      Allianz ist überzeugt, dass Fahrer weiterhin wichtige Rolle spielen

      Der für die Schaden- und Unfallversicherung zuständige Allianz Deutschland Vorstand Joachim Müller kommentiert den politischen Vorstoß wie folgt:

      "Die Allianz ist der Auffassung, dass der Gesetzesentwurf in die richtige Richtung geht. Wir sind davon überzeugt, dass der Fahrer noch über einen längeren Zeitraum eine wichtige Rolle spielen wird und damit auch eine Mit-Verantwortung bestehen bleibt. Vor diesem Hintergrund können wir die Ansätze im Gesetzesentwurf nachvollziehen. Je nach technischem Fortschritt kann man in der Zukunft dann über eine weitere Entlastung des Fahrers von seinen Pflichten nachdenken.

      Allianz Vorstand Joachim Müller: "Je nach technischem Fortschritt kann man in der Zukunft über eine weitere Entlastung des Fahrers von seinen Pflichten nachdenken. Bis dahin müssen sich die Fahrer keine Sorgen über die Haftung machen."

      Foto: Allianz Deutschland AG

      Allianz Vorstand Joachim Müller: "Je nach technischem Fortschritt kann man in der Zukunft über eine weitere Entlastung des Fahrers von seinen Pflichten nachdenken. Bis dahin müssen sich die Fahrer keine Sorgen über die Haftung machen." (Quelle: Allianz Deutschland AG)


      Bis dahin müssen sich die Fahrer keine Sorgen über die Haftung machen. Fehleinschätzungen hinsichtlich des Übernahmeerfordernisses sind sowohl in der Kfz-Haftpflichtversicherung als auch in der Kaskoversicherung mitversichert, d.h. alle Beteiligten bekommen vom Kfz-Versicherer ihren Schaden vollständig ersetzt. Dies ist ja letztlich unser Kerngeschäft. Das eigentliche finanzielle Risiko tragen somit die Versicherer. Und wenn Schäden zunehmen, weil die Systeme der Hersteller nicht wie versprochen funktionieren, werden wir die Hersteller in die Verantwortung nehmen.

      Wichtig für die Allianz ist dabei insbesondere, dass das reformierte StVG das Verkehrsopfer auch bei Unfällen im automatisierten Fahrmodus umfassend schützt. Dieser Schutz basiert auf drei Säulen, nämlich der Halterhaftung aus der Betriebsgefahr des Fahrzeugs, die weiter den Kern der Haftung bildet. Daneben stehen die Haftung des Herstellers für Produktfehler und die beim Fahrer verbleibende Verantwortung, wenn dieser erkennen kann, dass das System nicht ordnungsgemäß funktioniert.“

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