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       (Quelle: Christiane Zenkert)

      Naturkatastrophe 22. Dezember 2015

      Auf Vertrauen gebaut

      Text: Henning Troschel / Markus Walter
      Foto: Christiane Zenkert
      Sturm „Zoran“ zerstörte im Mai 2015 den Jahrhunderte alten Dreiseithof von Brunhilde Götze. Jetzt feierte die 82-Jährige Einweihung in ihrem neuen Haus im mecklenburgischen Bützow –  Familie, Nachbarn und Allianz Vertreter Christian Finck haben sie tatkräftig unterstützt.

      Fast sechs Monate war die 82-jährige Brunhilde Götze ohne Zuhause. Im Mai 2015 hatte Frühlingssturm „Zoran“ in der Kleinstadt Bützow in Mecklenburg-Vorpommern gewütet und Zerstörungen in Millionenhöhe angerichtet. Mit viel Glück überlebte die alte Dame die Sturmnacht in ihrem Fachwerkhaus, dem Elternhaus. Erst in der gespenstischen Stille des nächsten Morgens waren die verheerenden  Schäden zu erkennen: Der Garten glich einem Trümmerfeld, große Teile des reetgedeckten Dachs, geborstenes Glas und der Schornstein lagen abgedeckt um das Haus verteilt, neben einem entwurzelten Baum stand windschief der Strommast.

      Als in der folgenden Nacht ein Plünderer auftauchte, den Brunhilde Götzes Nichte, mutig in die Flucht schlug, wurde das Grundstück evakuiert. „Zoran“ hatte ganze Arbeit geleistet, der dreiste Dieb die Entscheidung besiegelt: Sohn Fred Götze packte in dem einsturzgefährdeten Haus das Nötigste für seine Mutter zusammen und brachte sie bei befreundeten Nachbarn unter. Dort blieb sie für ein halbes Jahr und beobachtete die Aufräum-, Abriss- und Aufbauarbeiten auf ihrem Grundstück. Fred Götze sagt rückblickend: „Wie uns hier alle geholfen haben, war wirklich großartig, Bekannte, Freunde, Nachbarn, die Versicherung, sogar Leute, die wir vorher nicht kannten, waren da und packten mit an.“

      Allianz Generalvertreter Christian Finck neben der Ruine des alten Hofs: "Von den Sturmschäden werden wir hier in ein paar Jahren kaum noch etwas sehen, aber das positive Miteinander, das Vertrauen der Menschen, die Hilfe angeboten oder erhalten haben, das wird hoffentlich länger bleiben“.

      Foto: Henning Troschel

      Allianz Generalvertreter Christian Finck neben der Ruine des alten Hofs: "Von den Sturmschäden werden wir hier in ein paar Jahren kaum noch etwas sehen, aber das positive Miteinander, das Vertrauen der Menschen, die Hilfe angeboten oder erhalten haben, das wird hoffentlich länger bleiben“. (Quelle: Henning Troschel)

      Endlich ein neues, eigenes Dach überm Kopf

      Allianz Vertreter Christian Finck, der bereits in der Nacht zahlreiche Kunden beruhigt und beraten hatte, traf am Morgen nach dem Sturm um sieben Uhr am Götze-Hof ein. Sein erster Eindruck wurde schnell von den hinzugezogenen Schadenexperten der Allianz bestätigt: Das Hauptgebäude musste abgerissen werden, auch die versicherten Nebengebäude waren kaum  zu retten. Und über allem stand bereits die Frage, wie ein schneller Wiederaufbau zu bewerkstelligen sei.

      „Mutter komm rein, es ist für dich. Es gehört dir!“, sagt Fred Götze etwa ein halbes Jahr später. Gerade hat er die Matratzen für die erste Übernachtung im neuen Heim aus dem Kleintransporter geholt. Während die fußkranke alte Dame bei den Nachbarn warten musste, hat er gemeinsam mit seiner Cousine Manuela Kühl ganze Arbeit geleistet und den Bau eines geräumigen Holzbungalows organisiert. Eine schöne Bleibe für die ersten Monate, und ein Rückzugsort für später. Denn auch hier wird Brunhilde Götze nicht allzu lange bleiben. In wenigen Metern Entfernung wurde bereits die Bodenplatte für den Neubau des Haupthauses gegossen. 

      Jahrhunderte lang hielt der alte Hof Unwettern stand

      Doch erst einmal gilt es, das bisher Erreichte im zu feiern. Manuela Kühl formuliert euphorisch: „Dieser Holzbungalow ist so stabil, der kann gar nicht wegfliegen. “Das hätte vom Hauptgebäude des alten Dreiseithofs allerdings auch keiner gedacht. 

      Die geborstenen Fetten und Sparren waren mannsdick, die Balken des Daches hatten die gleichen Umfänge wie die vielen entwurzelten oder abgeknickten Bäume auf dem Gelände. Die jahrhundertealte Konstruktion mit dem riesigen Reetdach war tonnenschwer. Jahrhunderte hatte sie allen Unwettern getrotzt - bis zum Sturmtief „Zoran“ mit seinen außergewöhnlichen Windgeschwindigkeiten von bis zu 330 Kilometern pro Stunde. 

      „Mutter komm rein, es gehört dir!“: Der geräumige Holzbungalow bietet bis zum Neubau des Haupthauses ein gemütliches Dach überm Kopf für Brunhilde Götze.

      Foto: Henning Troschel

      „Mutter komm rein, es ist für dich. Es gehört dir!“: Der geräumige Holzbungalow bietet bis zum Neubau des Haupthauses ein gemütliches Dach überm Kopf für Brunhilde Götze. (Quelle: Henning Troschel)

      Zusammenhalt in schwieriger Zeit

      Der Wirbelsturm hat viele Menschen in Bützow im wahrsten Sinne des Wortes entwurzelt. Doch das Unwetter sorgte auch dafür, dass die Menschen vor Ort eng zusammenrückten, gemeinsame Lösungen fanden und mit vereinten Kräften anpackten. 

      „Von den Sturmschäden sehen wir hier in ein paar Jahren kaum noch etwas“, ist der bodenständige Allianz Generalvertreter Christian Finck sicher, „aber das positive Miteinander, das Vertrauen der Menschen, die Hilfe angeboten oder erhalten haben, das wird hoffentlich länger bleiben“.

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