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       (Quelle: Fotos: Ferkan Sandi)

      12. Oktober 2017

      Allianzer und Fashionblogger? Das geht!

      Text: Saskia Trucks (Interview)
      Fotos: Ferkan Sandi
      Ferkan Sandi arbeitet bei der Allianz – und ist erfolgreicher Mode-Blogger und Instagramer. Im Sommer hat er zum ersten Mal Beruf und Hobby verknüpft und besuchte mit dem Team der Allianz Collection verschiedene Produktionsstandorte in Portugal, um darüber auf seinem Blog zu berichten

      Ferkan, wie schafft man es mit einem Vollzeit-Job bei der Allianz nebenbei erfolgreich zu bloggen?
      Mit sehr viel Zeit und Geduld. Und definitiv nur im Team. Meine Frau unterstützt mich nämlich sehr und schießt all meine Bilder. Für einen Post brauche ich ungefähr zwei Stunden: Ich stehe vor dem Kleiderschrank, überlege, was ich anziehe, suche eine passende Location, schieße die Bilder, bearbeite sie und schreibe den Text dazu. All das mache ich hauptsächlich nach Feierabend und am Wochenende.

      Wie kamst du zu Instagram und zum Bloggen?
      Ich habe mich schon immer sehr für Mode interessiert. Als Instagram neu war, haben Freunde mich gefragt, ob ich das nicht auch für mich nutzen möchte. Anders als bei Facebook lag der Fokus bei Instagram von Anfang an auf Bildern, was die Plattform für Mode- und Lifestyleaccounts besonders attraktiv macht. Also hab ich losgelegt.

      Vermutlich warst du damals als männlicher Modeblogger auch etwas Besonderes, oder?
      Richtig, es gab total wenige! Das waren meine Chance und auch mein Glück. Ich bin zur richtigen Zeit eingestiegen und habe schnell viele Follower gehabt. Als immer mehr positives Feedback kam, habe ich in eine bessere Kamera investiert und angefangen, regelmäßiger zu posten. Irgendwann habe ich dann auch meinen Lifestyle-Blog dazu aufgebaut, um noch mehr Informationen mit meinen Followern zu teilen.

      Vor kurzem hast du das erste Mal deine Arbeit bei der Allianz mit dem Bloggen verknüpft. Wie kam es dazu?
      Durch Zufall habe ich Tobias Grünewald kennengelernt, er ist Projektmanager der Allianz Collection. Ich habe ihm von meiner Blogger-Tätigkeit erzählt und er fand das toll. Weil sowieso eine der regelmäßigen Reisen zu den Produktionsstandorten der Allianz Collection nach Portugal anstand, hat er mich gefragt, ob ich das Team nicht begleiten und auf meinem Blog über die Reise berichten möchte. Ich war begeistert und obwohl die Allianz Collection nichts mit meinem eigentlichen Job zu tun hat, hat mein Chef sofort ja gesagt – also konnten wir zusammen los: Tobias Grünewald und Christina-Theresa Maier von der Allianz Collection und ich. Wenn man solche Projekte in einem so großen Unternehmen wie der Allianz umsetzen möchte, muss man über Abteilungsgrenzen hinwegdenken.

      Was war das Ziel der Reise?
      Wir haben vier Produktionsstandorte rund um Porto besichtigt, in denen Kleidung für die Allianz Collection hergestellt wird. Für die Kollegen von der Allianz Collection war das eine ihrer regelmäßigen Reisen, um mit den Inhabern der Firmen in persönlichem Kontakt zu bleiben und die nachhaltige Partnerschaften mit den Manufakturen zu pflegen. Meine Mission war es, mir die Standorte selbst mal unter den für die Allianz sehr wichtigen Aspekten wie Nachhaltigkeit und faire Produktion anzuschauen, um dann auf meinem Blog über diese Qualitätsmerkmale der Allianz Collection sowie über meine Erlebnisse zu berichten und meinen Followern die vielen verschiedenen Produktionsschritte näher zu bringen. Wir waren in einer T-Shirt-Fabrik, einer Färberei, einer Ledermanufaktur und einer Strickerei. Es war unglaublich interessant zu sehen, wie die Leute dort arbeiten. Ich konnte auch selbst mal das Allianz „Home for those who dare“ T-Shirt nähen. Ich habe nicht wirklich etwas hingekriegt… aber immerhin habe ich auch nichts kaputt gemacht!

      Auf seiner Reise zu den Produktionsstandorten der Allianz Collection setzt sich Ferkan selbst an die Nähmaschine

      Hast du schon mal gesehen, wie so ein T-Shirt produziert wird?
      Nein, noch nie – obwohl ich mich sehr für Mode interessiere. Ich denke, vielen meiner Follower geht es ähnlich, deswegen ist es ein spannendes Thema für meinen Blog. Ich selbst fand es sehr beeindruckend. Und ich war überrascht, dass noch so viel Handarbeit in jedem einzelnen Teil steckt.

      Was wird denn alles noch handgemacht?
      Komplizierte Stoffe werden noch per Hand zugeschnitten – zum Beispiel Stoffe mit Streifenmuster. Schließlich muss das alles genau zusammengenäht werden, damit das Muster passt. Außerdem wird noch per Hand gebügelt, es erfolgt eine manuelle Qualitätskontrolle und jedes Teil wird in Handarbeit in Folie verpackt. Vermutlich ist das nicht überall so. Die Betriebe, die wir gesehen haben sind alle sehr klein, meist von Familien geführt. Die Atmosphäre war dort überall sehr angenehm, die Leute waren richtig nett und die Firmen waren sauber und ordentlich.

        Mittlerweile hast du über deine Erfahrungen geschrieben und auch Fotos mit deinen Followern geteilt. Wie waren die Reaktionen bis jetzt?
        Der Blogbeitrag ist vor ein paar Tagen erst online gegangen, darüber kann ich also noch nichts sagen. Aber als ich noch während der Reise das erste Foto mit ein paar Informationen über die Allianz Collection auf Instagram gepostet habe, kam schon sehr viel Feedback. Viele wollten mehr über die Collection erfahren, andere fanden es toll, dass ich mein Instagram-Profil auch im Zusammenhang mit meinem Arbeitgeber nutze.

        Kannst du dir vorstellen, deine Arbeit und dein Hobby noch enger zu verknüpfen?
        Auf jeden Fall! Der Grundstein ist mit der Portugal-Reise ja schon gelegt worden. Jetzt überlegen wir, wie wir weitermachen werden.

        Lesen Sie hier, wie Ferkan seine Reise zu den portugiesischen Produktionsstandorten erlebt hat.