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      Sturmschaden (Quelle: istockphoto/schulzie)

      Allianz Naturkatastrophen-Kalender 6. Oktober 2016

      Über 800 Unwetterschäden am Tag

      Text: Allianz Deutschland AG | München, 06.10.2016
      Foto: istockphoto/schulzie
      2015: über 305.000 Schäden aus Naturkatastrophen / März und Juli am gefährlichsten / Sturm und Hagel häufigste Schadenursache

      Deutschland wird heftig von Unwettern heimgesucht. Das zeigt der aktuelle „Allianz Naturkatastrophen-Kalender“: Im vergangenen Jahr haben Allianz Kunden in Deutschland insgesamt mehr als 305.100 Schäden* gemeldet, die auf Unwetter zurückzuführen sind – das sind im Schnitt rund 836 Schäden pro Tag. Im Vergleich zu 2014 (177.000) haben sich die Schadenmeldungen fast verdoppelt.

      Und auch die Auszahlungen an Versicherte stiegen: „Hatte die Allianz für Schadenfälle aus Sturm, Hagel und weiteren Unwetterereignissen 2014 noch rund 243 Millionen Euro** an ihre Kunden in Deutschland ausgezahlt, waren es im vergangenen Jahr mit über 376 Millionen Euro fast 133 Millionen Euro mehr“, sagt Mathias Scheuber, Schadenvorstand der Allianz Deutschland. Die einzelnen Schäden fielen dabei allerdings geringer aus: Mit rund 1.234 Euro lag die durchschnittliche Schadenhöhe aus Meldungen, die Unwetter als Ursache haben, im vergangenen Jahr knapp 140 Euro unter dem Wert von 2014 (1.372 Euro). 

      Sturm und Hagel Unwetterursache Nummer eins

      Mit rund 82,8 Prozent aller Unwetter-Schadenmeldungen wurden 2015 die meisten Schäden in Deutschland durch Sturm und Hagel verursacht. Insgesamt gingen fast 252.500 Versicherungsfälle auf diese Naturgefahren zurück, mehr als doppelt so viele wie noch 2014. Mit 35,1 Prozent aller Schäden war der März 2015 „Sturm-Monat“ Nummer eins.

      Für den Meteorologen der Allianz Re, Markus Stowasser, stellt das eine ungewöhnliche Entwicklung dar: „In der Regel treten fast die Hälfte aller deutschlandweiten Unwetterereignisse in den Wintermonaten Dezember bis Februar ein. Mike und Niklas waren im März 2015 dagegen späte Winterstürme.“ 

      Blitz- und Überspannungschäden vor allem im Süden

      Auch gefährlich für Haus und Hausrat: Blitz und Überspannung. Über 45.500 Schadenmeldungen hatten 2015 deutschlandweit dieses Naturrisiko als Ursache. „Vor allem der Süden Deutschlands sowie der Südwesten und das Erzgebirge weisen normalerweise eine hohe Blitzdichte auf“, sagt Stowasser. Allerdings mit unterschiedlichen Auswirkungen.

      „In städtischen Regionen mit sehr verzweigten Leitungsnetzen führt ein Blitz deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden als auf dem Land.“ Da Blitz- und Überspannungsschäden in der Regel an sommerliche gewittrige Wetterlagen gebunden sind, treten diese hauptsächlich in den Sommermonaten von Mai bis August auf. So auch 2015, als der Juli der gewitterreichste Monat war. 

      Hochsaison im März, mehr Ruhe im Herbst

      Bei der Verteilung der Naturgefahrenrisiken über das Jahr hinweg zeigen sich deutschlandweit große saisonale Unterschiede. Mit rund 35,5 Prozent traten die meisten Schäden 2015 im März auf. Als ungefährlichster Monat des Jahres hat sich mit 0,3 Prozent aller Schäden aus Naturkatastrophen der Oktober erwiesen. Auffällig dabei: Die Naturkatastrophen schlugen im vergangenen Jahr früher zu als 2014, als die meisten Schäden in der Region erst in den Sommermonaten Juni und Juli aufgetreten waren. 

      Der März und der Juli 2015 waren besonders schadenträchtig.

      Grafik: Allianz Deutschland AG

      Der März und der Juli 2015 waren besonders schadenträchtig. (Quelle: Grafik: Allianz Deutschland AG)

      Ausblick: Unwetter im Sommer immer häufiger, immer schwerer

      Aussagen zum Einfluss des Klimawandels auf Häufigkeit und Schwere der Unwetter lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ableiten. „Hierzu benötigt man 20 bis 30-jährige Zeitserien zu den einzelnen Naturkatastrophen“, erklärt Stowasser. Laut einer aktuellen GDV-Studie zum Klimawandel zeichnet sich aber ab, dass für den Zeitraum von 2011 bis 2040 im Sommer mit einer Zunahme der Schäden von 25 Prozent zu rechnen ist. „Einzelne, noch extremere Unwetter werden dann das Schadengeschehen prägen.“

      Für 2016 hat sich diese Prognose bereits bewahrheitet. Schwere Unwetter prägten die Schadenbilanz der Allianz Deutschland im ersten Halbjahr. Vor allem die Sturmtiefs im Mai und Juni hinterließen schwere Schäden bei Allianz Kunden. Ihren betroffenen Kunden zahlt die Allianz für Unwetterschäden voraussichtlich insgesamt 270 Millionen Euro aus. 

      Die meisten Schäden, die durch Naturkatastrophen verursacht wurden, traten 2015 deutschlandweit im März auf. Als ungefährlichster Monat des Jahres hat sich der Oktober erwiesen. 

      Die meisten Schäden, die durch Naturkatastrophen verursacht wurden, traten 2015 deutschlandweit im März auf. Als ungefährlichster Monat des Jahres hat sich der Oktober erwiesen.

      Unwetter-Kalender Bundesländer: Wann und wie oft es in den Regionen kracht

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      Was tun, wenn es unwettert? Die Experten des Deutschen Wetterdiensts und zahlreiche andere Fachleute geben im Internet hilfreiche Tipps - hier eine Auswahl von Links zum Thema:

      Aktuelle Berichte des Deutschen Wetterdienstes DWD

      Ratgeber "Was tun bei Unwetter?" auf allianz.de

      Hochwasser-Pass für Hausbesitzer

      Naturgefahren-Kompass des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

      Ratgeber "Wasserschaden vorbeugen"



      * enthalten sind Schäden aus: Kfz-Haftpflicht, Kfz-Kasko, Gebäudeversicherung Privat + Firmen, Hausrat, Erweiterte Haushaltversicherung, Glas, Firmen-Sachversicherung (ohne Betriebsunterbrechung, Technische Versicherung, Transportversicherung)

      ** Schadensumme Deutschland gesamt ist nicht vergleichbar mit der Rechnungslegung zum 31.12.2014 / 31.12.2015

      Claudia Herrmann ist Ansprechpartnerin für  Vertrieb, Betriebsorganisation, IT bei der Allianz Deutschland AG. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

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      Claudia Herrmann
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      Denise Cordes ist Ansprechpartnerin für Regio-Kommunikation Südost der Allianz Deutschland AG. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

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      Anna Sleegers ist Ihre Allianz-Ansprechpartnerin für Regio-Kommunikation Südwest. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

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      Henning Troschel ist Ansprechpartner für Regio-Kommunikation Nordost der Allianz Deutschland AG. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

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      Henning Troschel
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      Der Allianz Naturkatastrophen- Kalender für Deutschland

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