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      Allianz Frauen-Bundesliga: Die Stimmung ist entspannt und gespannt zugleich. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Allianz Frauenfußball-Bundesliga 24. August 2015

      Es geht wieder los!

      Text: Detlev Dresslein
      Foto: Allianz Deutschland AG
      Auch das zweite Jahr der "Allianz Frauen-Bundesliga" beginnt mit einem Marketingtag. In Neu-Isenburg bei Frankfurt ist die Stimmung entspannt und gespannt zugleich.

      Nicht mal die Turnhalle entspricht noch dem Klischee. Das Fotoshooting beim zweiten Marketingtag der Allianz Frauen-Bundesliga in Neu-Isenburg fand in einer sehr modernen und klimatisierten Sporthalle statt, die nach Holz duftete und nicht nach dem Schweiß der vom Geräteturnen gepeinigten Schulkinder. Mittendrin war ein Fotoset errichtet mit sonnenschirmgroßen Lampen und in einer sehr hohen schwarzen Wand. Dazu zwölf junge Frauen, eine von jedem Verein der Liga, gewandet in schickem, bunten Polyester – den Trikots, Hosen und Stutzen, mit denen sie in der Saison 2015/16 viele Tore erzielen, Titel gewinnen und Abstiege vermeiden wollen.

      Nun kann man zwar im zweiten Jahr noch nicht von einer Tradition sprechen, aber gewisse Dinge haben sich schon bewährt und wirken eingespielt. Die Stimmung wirkte freudig-entspannt, ein wenig war es wie am ersten Schultag nach den Sommerferien: Man hat sich lange nicht gesehen und manches zu erzählen. Zumal so manche ja auf großer Reise war. Nach Kanada nämlich, von wo sie mit dem deutschen Nationalteam einen vierten Rang bei der Fußball-WM und die Qualifikation für Olympia 2016 mitbrachten.

      Von Berührungsängsten keine Spur

      Andere waren noch neu und etwas scheu, wurden aber im Klassenverbund schnell integriert. Peter Kort, der Referatsleiter Sponsoring und Hospitality bei der Allianz, erinnert sich noch gut an den ersten Marketingtag, vor fast einem Jahr. Damals war alles neu gewesen – auf Seiten des Deutschen Fußball-Bundes und der Spielerinnen, aber auch beim Sponsor. Die Berührungsängste sind weg. "Uns ist es gelungen, den Namen 'Allianz Frauen-Bundesliga‘ zu etablieren", sagt Kort, "nun wollen wir im zweiten Jahr Spielerinnen und Vereine mehr in den Vordergrund stellen."

      Beim Fotoshooting der Allianz Frauen-Bundesliga waren auch die lokalen Allianz Vertreter dabei.

      Foto: Allianz Deutschland AG

      Beim Fotoshooting der Allianz Frauen-Bundesliga waren auch die lokalen Allianz Vertreter dabei. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Ein erstes Zeichen dafür war die Anwesenheit der lokalen Allianz Vertreter beim Foto-Shooting. Für viele Vereine gehört der Vertreter schon zur "Familie". Man kennt sich, man schätzt sich. In Hoffenheim etwa lud Jürgen Zimmermann das gesamte Team zum Schnuppergolfen nach St.Leon-Rot ein. "Wie in allen Sponsorings ist die vertriebliche Komponente für uns sehr wichtig", sagt Peter Kort. "Wir haben es hier geschafft, zwölf kleine Partnerschaften auf lokaler Ebene zu etablieren. Denn wir können aus München nicht alles steuern, da sind wir auf die Vertreter angewiesen."

      Nun geht der Alltag wieder los, der jedoch etwas erfreulicher ist, als der schulische Herbst. Denn am 28. August um 18 Uhr startet die neue Spielzeit der Bundesliga. Und das gleich mit einem echten Höhepunkt, der Partie des Deutschen Meisters FC Bayern München gegen einen seiner Herausforderer, den 1. FFC Turbine Potsdam. Melanie Leupolz vom FC Bayern ist zwar mit ihren 21 Jahren noch reichlich jung, aber erfahren genug, um zu wissen, "dass uns Frankfurt, Wolfsburg und Potsdam das Leben zur Hölle machen werden". Den Fan wird es freuen, lässt sich doch unter diesen vier ein Favorit kaum ausmachen.

      Die Fußballfrauen starten mit Enthusiasmus und Elan in die neue Bundesliga-Saison, beflügelt auch durch den beeindruckenden Zuspruch der deutschen Zuschauer.

      Foto: Allianz Deutschland AG

      Die Fußballfrauen starten mit großem Elan in die neue Bundesliga-Saison. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Mit in die neue Saison soll dabei der Schwung der Weltmeisterschaft genommen werden, die zwar mit jenem Platz Vier für das deutsche Team etwas enttäuschend endete, aber eben auch hervorragenden Sport bot, samt beeindruckender TV-Einschaltquoten "zu teilweise utopischen Uhrzeiten", wie Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) launig anmerkte. Auch Allianz Mann Peter Kort bedauert zwar, "dass wir nicht die Liga der Weltmeisterinnen präsentieren können", ist aber sehr zuversichtlich, was "noch mehr Zuschauer in den Stadien und noch mehr Fernsehbilder und auch Aufmerksamkeit in den sozialen Medien" betrifft.

      Gerade die vier WM-Teilnehmerinnen unter den zwölf Anwesenden haben dabei noch unterschiedliche Gefühle in sich. Jennifer Cramer (Potsdam) räumt ein, dass sie durchaus "noch an der WM zu knabbern hat", und auch Simone Laudehr (Frankfurt) hätte gern "ein kleines Metallstück mit nach Hause gebracht". Andererseits sei es doch "sehr gut, unter den besten Teams der Welt gelandet zu sein", findet Alexandra Popp. Und Melanie Leupolz sagt, sie habe in den Tagen in Kanada "Erfahrung gewonnen und sich weiterentwickelt", was sie nun mit in die Liga nehmen könne.

      Internationale Größen ziehen in die Allianz Frauen-Bundesliga ein

      Für zusätzlichen WM-Glanz in der Allianz Frauen-Bundesliga sorgen künftig viele neue internationale Stars, die auch in Kanada auf sich aufmerksam machten. Frankfurt holte sich etwa die Kanadierin Sophie Schmidt und die Australierin Emily van Egmond in den Kader; Wolfsburg die Französin Elise Bussaglia und die Schweizerin Lara Dickenmann. Dazu kommt mit Annike Krahn eine routinierte deutsche Nationalspielerin aus Paris zurück in die heimische Liga (zu Bayer Leverkusen).

      Einig sind sich alle Spielerinnen, dass das engagierte Sponsoring die Frauen-Bundesliga enorm nach vorn gebracht hat. "Die Allianz kennt jeder in Deutschland, deshalb ist sie auch ein sehr starker Sponsor für die Frauenfußball-Bundesliga", sagt Simone Laudehr. Aber es sei eben nicht nur der große Name und das Geld. "Man arbeitet auch sehr, sehr viel mit uns, auch bei der Nationalmannschaft. Man kann nur hoffen, dass es so weitergeht", meint Alexandra Popp. Marie-Louise Eta von Aufsteiger Werder Bremen ist gar "stolz, das Logo eines so großen Sponsors zu tragen".

      • In der Maske: Melanie Leupolz (Bayern München) bereitet sich auf das Fotoshooting der Allianz Frauen-Bundesliga vor. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

        In der Maske: Melanie Leupolz (Bayern München) bereitet sich auf das Fotoshooting vor.

        Foto: Allianz Deutschland AG

      • Die moderne Sporthalle in Neu-Isenburg duftet nach Holz, die Stimmung vor dem Shooting zur Allianz Frauen-Bundsliga ist freudig-gespannt. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

        Die moderne Sporthalle in Neu-Isenburg duftet nach Holz, die Stimmung vor dem Shooting ist freudig-gespannt.

        Foto: Allianz Deutschland AG

      • Autogrammstunde: Spielerinnen und Allianz Vertreter dürfen sich auf dem Fußball verweigen. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

        Autogrammstunde: Spielerinnen und Allianz Vertreter dürfen sich auf dem Fußball verweigen.

        Foto: Allianz Deutschland AG

      • Ungewohnt und vertraut zugleich: Alexandra Popp (Vfl Wolfsburg) posiert auf dem Rasen. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

        Ungewohnt und vertraut zugleich: Alexandra Popp (Vfl Wolfsburg) posiert auf dem Rasen.

        Foto: Allianz Deutschland AG

      • Mittagspause: Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) und Laura Vetterlein (SC Sand) tauschen Erfahrungen aus. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

        Mittagspause: Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) und Laura Vetterlein (SC Sand) tauschen Erfahrungen aus.

        Foto: Allianz Deutschland AG

      • Sandra Starke (SC Freiburg) stellt sich den Fragen des Allianz Reporters. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

        Sandra Starke (SC Freiburg) stellt sich den Fragen des Allianz Reporters.

        Foto: Allianz Deutschland AG

        Überhaupt profitieren auch die kleineren Teams nachhaltig von der Unterstützung. "Die Infrastruktur wurde aufgebessert, alles ist nun viel professioneller bei uns. Wir sind im Trainerteam besser aufgestellt, denn einen Physiotherapeut oder einen Athletiktrainer konnten wir uns zuvor nicht leisten", sagt Margarita Gidion von der SGS Essen.

        Neu in der Liga sind die Teams des 1. FC Köln und von Werder Bremen. Zwei Klubs also, die auch in der Bundesliga der Männer vertreten sind und einen großen Namen haben. Und der verspricht auch im Frauenfußball eine höhere Aufmerksamkeit: "FC Bayern gegen den 1. FC Köln ist eben was anderes als FC Bayern gegen Herford", weiß Peter Kort, "das ist der Lauf der Dinge."

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        Der Start der Allianz Frauenbundesliga 2015/16Das Video auf YouTube