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    • Allianz ermöglicht „Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China“
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      Eric Wolzenburg ist als Leiter der Kunstversicherung der Allianz Deutschland am Projekt „Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China“ maßgeblich beteiligt (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Eric Wolzenburg, Leiter der Kunstversicherung, im Interview 30. August 2017

      „Von Nagel zu Nagel“: Allianz ermöglicht Ausstellung „Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China“

      Text: Susanne Seemann
      Foto: Allianz Deutschland AG
      Ab Ende September werden 320 Werke von 55 wegweisenden deutschen Künstlern wie Georg Baselitz, Anselm Kiefer oder Sigmar Polke in China ausgestellt. Die Allianz hat diese Ausstellung ermöglicht. Eric Wolzenburg, Leiter der Kunstversicherung der Allianz Deutschland im Gespräch

      Frage: Herr Wolzenburg, die Allianz hat die Ausstellung „Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China“ mit ermöglicht. Was genau hat sie dazu beigetragen? 
      Eric Wolzenburg: Mit der ArtPrivat Versicherung der Allianz versichern wir die Kunstwerke „von Nagel zu Nagel“. In dem Moment, in dem Kunstwerke bei den Leihgebern abgeholt werden, übernehmen wir das Risiko für alle eventuell eintretenden Schäden. Also von dem Verpacken am Abholungsort bei den jeweiligen Leihgebern über den Transport nach China, die sechswöchige Ausstellung bis hin zum Rücktransport und der Verbringung zurück zum Leihgeber.


      Ist das etwas Besonderes?
      Ja, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen ist es sehr ungewöhnlich, dass eine Ausstellung dieser Qualität ausschließlich durch einen Versicherer versichert wird. Daher freuen wir uns, dass wir alleiniger Versicherer einer Ausstellung sind, die den interkulturellen Austausch zwischen Deutschland und China weiter fördert. 

      Dazu kommt in diesem Fall: Für diese besondere Versicherung müssen die Initiatoren dieser Ausstellung, die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und die Central Academy of Fine Art Beijing, keine Prämie bezahlen. Diese übernehmen wir als Allianz komplett. Damit haben wir einen erheblichen Anteil daran, dass diese außergewöhnliche Ausstellung überhaupt ermöglicht werden konnte. Das erfüllt uns mit Stolz. Und was uns besonders freut: Einer der Ausstellungsorte ist der Taimiao Tempel, der ehemalige Ahnentempel der Verbotenen Stadt. Es ist das erste Mal überhaupt, dass einem westlichen Land die Verbotene Stadt als Ausstellungsort zur Verfügung gestellt wird.

      «Kunst kann den kulturellen Dialog intensivieren, Menschen verbinden und so Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen bauen» (Eric Wolzenburg)


      Warum tut die Allianz das?
      Die Förderung von zeitgenössischer Kunst ist ein großes Anliegen der Allianz. Neben dem einmaligen Projekt Deutschland8 zeigt sich das auch in unserer Partnerschaft, die wir mit dem MoMa (Museum of Modern Art) in New York haben. Als weltweit agierender Dax-30-Konzern tragen wir Verantwortung und wollen der Gesellschaft durch unser Engagement gerne etwas zurückgeben. Dazu ist Kunst hervorragend geeignet. Sie kann den kulturellen Dialog intensivieren, Menschen verbinden und so Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen bauen. Damit ist Kunst neben Wissenschaft das identitätsstiftende Fundament überhaupt für die Verständigung zwischen den Nationen.


      Das klingt wunderbar. Trotzdem ist die Allianz ein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen, daher die Frage: Profitiert die Allianz auch davon?
      Ja, das tun wir. Wir können unsere Kompetenz unter Beweis stellen und tragen mit anderem Premiummarken wie Lufthansa, Würth, Siemens und Volkswagen dazu bei, die Reputation Deutschlands in China weiter aufzubauen.


      Über Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China 

      Ab Ende September werden 320 Werke von 55 wegweisenden deutschen Künstlern in China ausgestellt. Schlüsselwerke etablierter Künstler wie Georg Baselitz, Anselm Kiefer oder Sigmar Polke sowie junge Positionen zeigen die historischen Zusammenhänge und Entwicklung der Kunst in Deutschland seit 1945 bis in die Gegenwart auf. An acht Ausstellungsinstitutionen werden Malerei, Skulptur, Installation sowie Fotografie und Videokunst der interessierten Öffentlichkeit gattungs- und themenbezogen zugänglich gemacht.

      Deutschland 8 ist die Antwort auf die städteübergreifende Ausstellung China 8, in der vor zwei Jahren rund 500 Werke von 120 Künstlern aus China gezeigt wurden. Neun Museen in acht Städten an Rhein und Ruhr präsentierten Werke aus Malerei, Skulptur, Fotografie, Tuschzeichnung, Kalligrafie, Installation und Objektkunst, außerdem Video- und Sound-Art. Die Ausstellung fand so großen Anklang, dass die chinesische Regierung dazu einlud, deutsche Kunst in China zu präsentieren.