Suchen
      • Suchen

      Kfz-Sicherheit 8. März 2017

      Achtung, fliegende Räder!

      Text: Allianz Deutschland | München, 8. März 2017
      Allianz Crashtest zeigt Gefahren beim Transport / Ungesicherte Räder wirken wie Geschosse / Mangelhafte Sicherung kostet Bußgeld und bringt Punkte

      Die Temperaturen steigen, und zu Ostern wechseln sicherheitsbewusste Autofahrer wieder von Winter- auf Sommerreifen. Doch wie werden diese zur Werkstatt transportiert? Ein aktueller Crashtest im Allianz Zentrum für Technik (AZT) zeigt, wie gefährlich ungesicherte Räder für Insassen werden können. „Wir haben mit unserem Crashtest demonstriert, dass ungesicherte Räder unkontrolliert durch den Innenraum fliegen und Insassen verletzen können“, sagt Carsten Reinkemeyer, Leiter Sicherheitsforschung im AZT.

      Für den Crashtest hat das AZT einen Unfall eines Pkws der Kompaktklasse mit 40 km/h simuliert. Denn diese Autos haben im Allgemeinen keine feste Trennung zwischen Koffer- und Innenraum. Das Ergebnis: Liegen die Reifen ungesichert im Fahrzeug, werden sie schnell zum Geschoss. Prallt ein Rad von hinten auf den Sitz des Fahrers, kann dieser schwer verletzt werden.

      Das Gewicht eines Rades von 15 bis 20 Kilogramm steigert sich durch die Wucht des Aufpralls enorm und kann wie 750 Kilogramm auf den Fahrer wirken. Das entspricht etwa dem Gewicht einer ausgewachsenen Kuh. „Abgesehen von der Gefährdung bei einem Unfall besteht schon bei einer stärkeren Bremsung Verletzungsgefahr für die Insassen, wenn ein Rad nach vorn rollt. Darüber hinaus wird der Fahrer durch sich bewegende Räder schnell abgelenkt“, sagt Reinkemeyer.

      So geht’s richtig

      „Die Reifen gehören für den Transport in den Kofferraum“, erklärt Reinkemeyer. „Aber auch dort müssen sie zusätzlich mit einem Zurrgurt befestigt werden. Am besten den Gurt durch die Reifen und die vorgesehenen Zurrösen im Kofferraum führen und festziehen.“

      Fliegende Reifen: Crashtest im Allianz Zentrum für Technik (Video: Ehrmann Wacker Film)

      Damit die Reifen nach einem Unfall oder einer starken Bremsung an Ort und Stelle bleiben, sollte die Rückbank zusätzlich über die Sicherheitsgurte stabilisiert werden. Dazu einfach die Gurte kreuzweise übereinanderstecken. Bei kleineren Pkws und der Kompaktklasse passen oft nicht alle Räder in den Kofferraum. Wenn nur ein Rad „zu viel“ ist, kann dieses auch in der Fußmulde zwischen Beifahrersitz und Rückbank eingeklemmt werden. Wichtig dabei ist, dass dann niemand auf dem Beifahrersitz mitfahren darf.

      Wer beim Transport ungesicherter Reifen von der Polizei angehalten wird, muss mit einem Bußgeld von mindestens 35 Euro rechnen. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, kostet das 60 Euro und der Fahrer bekommt einen Punkt in Flensburg. Will man das Transportrisiko gänzlich vermeiden, sollten die Reifen direkt beim Händler oder in der Werkstatt eingelagert werden.

      Info für Pressevertreter: Die Filmaufnahmen zum Crashtest können Sie oben rechts auf dieser Seite herunterladen.

      Charlotte Gerling ist Ansprechpartnerin für Sacherversicherung Privat und Firmen bei der Allianz Deutschland AG. (Quelle: Allianz Deutschland AG)

      Kontakt

      Charlotte Gerling
      Allianz Deutschland AG
      Tel: 089.3800-13278

      E-Mail
      Beim Aufprall wird der Reifen nach vorne katapultiert. (Quelle: Allianz Deutschland)

      Video Download

      Weshalb Sie Extra-Reifen im Auto unbedingt sichern sollten, zeigt der Allianz Crashtest: Das Video (5:37 min.) können Sie hier herunterladen.

      mehr
      Der Reifen fliegt dem Crashtest-Dummie in den Rücken. (Quelle: Allianz Deutschland)

      Video Download

      Kurzversion (0:51 min.) des Crashtest-Videos hier herunterladen.

      mehr

      Jetzt informieren

      Wer mit den falschen Reifen unterwegs ist, kann schnell Ärger bekommen. Deswegen: stets für die richtige Bereifung sorgen.Mehr auf allianz.de