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      Der Südtiroler Bergsteiger Hans Kammerlander  (Quelle: Walther Lücker)

      Alpinist Hans Kammerlander im Interview 1. April 2016

      "Ich bin kein Vorbild, ich war nie eines!"

      Text: Verena Duregger und Mario Vigl (Interview)
      Foto: Walther Lücker
      Er fuhr als erster Mensch auf Skiern vom Everest und bezwang fast alle Achttausender. Im Interview mit "1890" spricht der Südtiroler Bergsteiger Hans Kammerlander erstmals über den größten Fehler seines Lebens: Eine Alkoholfahrt, bei der ein junger Mann starb. 

      Herr Kammerlander, in den Alpen vergeht kaum ein Wochenende ohne Lawinenunglück. Warum passieren in den Bergen so viele Unfälle?

      Alpinismus boomt enorm, es sind mehr Menschen unterwegs als früher, und viele wollen zu schnell zu viel. Sie haben einen Plan im Kopf und wollen ihn durch­ zwingen. Dann passieren Fehler, gerade im Winter bei schlechtem Wetter.

      Anders als früher gibt es Lawinen-Airbags und Suchgeräte.

      Wer aufgrund der Ausrüstung mehr riskiert, als er ohne die Ausrüstung riskieren würde, macht einen Fehler. Im Februar sind 17 Männer in Wattenberg bei Innsbruck zu einer Skitour aufgebrochen. Sie kamen in eine Lawine, wurden verschüttet, fünf starben. Es hatte vorher eine eindeutige Lawinenwarnung gegeben, die haben sie ignoriert.

      Woran liegt so etwas?

      Es herrscht ein Freizeitdruck. Die Leute fahren irgendwohin und sagen: In dieser Woche möchte ich diese Tour schaffen. Egal wie. Am Berg gibt es immer ein Restrisiko, aber es ließe sich ungemein verringern, wenn jemand auch mal sagt: Heute drehe ich um. Doch die Erfahrung fehlt komplett.

      Ab wann gilt ein Alpinist als erfahren?

      Alles unter 500 Touren ist wenig. Es geht darum, sich langsam heranzutas­ten, Stufe um Stufe hineinzuwachsen. Das Alter spielt bei der Risikobereitschaft immer eine Rolle, das war bei mir auch so. Zwischen 16 und 20 waren für mich die gefährlichsten Jahre. Ich hatte nur die Gipfel im Kopf. Heute sehe ich Gefahren, die ich damals nicht erkannt habe. Es gibt Querungen an Gletschern, da kannst du eine Kuh rübertreiben, weil es so einfach zu gehen ist. Dabei ist das so gefährlich. Gletscherspalten tun sich wie eine Falltür auf – und weg bist du!

      Geht steil: Der legendäre Bergsteiger auf dem Weg zum Jasemba-Gipfel 2007.

      Foto: Archiv Hans Kammerlander

      Geht steil: Der legendäre Bergsteiger auf dem Weg zum Jasemba-Gipfel 2007. (Quelle: Archiv Hans Kammerlander)

      Sind Sie schon einmal reingefallen?

      Ja, bei der Gasherbrum­ Überschreitung. Da hatte ich riesiges Glück. Reinhold Messner war hinter mir, ich stürzte plötzlich 15 Meter ins Nichts. Ich hatte das Seil nur um die Brust, keinen Klettergurt. Es drückte mir alle Luft aus der Lunge. Irgendwie schaffte ich es, die Steigeisen anzulegen. Sonst wäre ich das blanke Eis nie mehr hochgekommen. Und Rein­hold hätte mich da nie allein rausziehen können, so tief, wie ich da drinhing.

      Braucht es manchmal auch Mut,
 zur rechten Zeit umzudrehen?

      Natürlich. Im Jahr 2000 bin ich am K2, dem König der Berge, dem schwierigsten, um zehn Uhr bei schönem, windstillem Wetter 160 Meter unterhalb vom Gipfel umgedreht. Das Ziel war zum Greifen nah, eine Stunde entfernt. Mein Partner und ich hatten uns monatelang vorbereitet, der finanzielle Aufwand war enorm – aber die Lawinengefahr einfach zu groß. Ich habe zu meinem Begleiter gesagt: Für mich ist das nicht mehr zu verantworten, es wird Leichtsinn.

      Wie hat Ihr Begleiter reagiert?

      Er war erleichtert. Er meinte, er wäre schon früher umgedreht.

      Also wagen Sie doch mehr als andere?

      Ich war immer einer, der ans Limit gegangen ist, aber kalkuliert. Als ich jünger war, bin ich oft in Situationen geraten, die zu gefährlich waren. Nicht umdrehen können war mein größter Fehler. Alle Warnungen habe ich weggeblasen. Wenn du das Glück hast, das zu überstehen, wird die Wahrscheinlichkeit, am Berg zu überleben, immer größer.

      Wie lange dauerte es,
 bis Sie umkehren konnten?

      Für mich waren die Expeditionen mit Reinhold Messner sehr lehrreich, die gemeinsamen Besteigungen der Achttausender. Er war der Erfahrene und bremste mich immer. Ich war damals bereit, das Risiko bis ans Äußerste auszuloten. Reinhold sagte oft: "Das hat heute keinen Sinn! Aber wir haben die Chance, wiederzukommen." Er hat mir beige­ bracht, dass man umdrehen kann, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

      1991 haben Sie am Manaslu,
 dem achthöchsten Berg der Erde, zwei Freunde verloren. Wollten Sie zu viel?

      Wir waren zu dritt schon weit oben, und Friedl Mutschlechner, mein bester Freund, meinte irgendwann, dass heute nicht sein Tag sei. Er kehrte um. Ich war enttäuscht, weil ich gut drauf war und es viel schöner ist, gemeinsam ans Ziel zu kommen. Dann trat Carlo Großrubatscher den Rückzug an. Ich bin noch eine Weile alleine weiter, bis ich einsah, dass es keinen Sinn hatte. Es war unheimlich kalt, der Wind blies immer stärker. Als ich in unser Lager kam, war nur Friedl im Zelt. Wo ist Carlo, fragte ich. Wir haben ihn dann gefunden. Er lag 150 Meter weiter unten, tot. Er hatte nur noch ein Steigeisen an den Füßen. Wahrscheinlich war er auf den Eisflanken ins Rutschen gekommen und abgestürzt.

      Horrortrip am Manaslu 1991: Dieses Selbstportrait schoss Kammerlander kur nachdem er zwei seiner besten Freunde verloren hatte.

      Foto: Archiv Hans Kammerlander

      Horrortrip am Manaslu 1991: Dieses Selbstportrait schoss Kammerlander kur nachdem er zwei seiner besten Freunde verloren hatte. (Quelle: Archiv Hans Kammerlander)

      Ein Fehler?

      Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie das passieren konnte. Ein so guter Kletterer darf kein Steigeisen verlieren. Friedl und ich überlegten, was wir tun sollten. Er war vorsichtig, meinte, wir sollen auf bessere Sicht warten. Ich wollte sofort nach unten, und Friedl folgte mir. Wir kamen in einen Gewittersturm, konnten kaum mehr die Hand vorm Gesicht sehen. Friedl wurde dann wenige Meter neben mir von einem Blitz getroffen. Ich bin auf allen vieren zu ihm gekrochen und konnte es nicht fassen: Auch er war tot, vier Stunden nach Carlo.

      Sie waren der Unvorsichtigste und haben als Einziger überlebt. Sehen Sie es heute als Fehler, die Tour so gemacht zu haben?

      Als Friedl umgedreht ist, hätten wir das gemeinsam tun sollen. Selbstkritisch muss ich sagen: So war es ein Fehler.

      Wer auf hohe Berge steigt, riskiert sein Leben. Haben solche Gedanken Sie währenddessen begleitet?

      Ich war immer davon überzeugt, dass ich zurückkomme. Der Kopf muss frei sein. Wer zu viel denkt, blockiert seine Bewegungen. Eine gewisse Lockerheit ist mir angeboren. Ich wusste: Morgen brechen wir in die K2­Südwand auf, und ich musste mir den Wecker stellen, damit ich den Aufbruch nicht verschlafe. Andere nestelten nervös am Rucksack und packten alles dreimal ein und aus. Natürlich habe ich die Gefahren oft verdrängt. Wenn man den letzten Rest Kindheit verloren hat, ist Alpinismus nicht mehr der richtige Sport. Wer nicht unbeschwert ist, geht besser wandern und Pilze sammeln.

      Heißt das, Sie haben noch etwas Kindliches in sich?

      
Ich glaube schon. Positives Denken ist wichtig, es darf nur nicht in Leichtsinn ausarten.

      Fehler lassen sich durcheine gute Vorbereitung ausschließen. Wie wichtig ist das für Sie?

      Ich musste auch da Lehrgeld bezahlen. Mehr als einmal hatte ich die falsche Ausrüstung dabei oder durchstieg einen Berg in der falschen Richtung. Unnötige Fehler. Was man nicht tun darf, ist, diese Fehler zu wiederholen.

      Historischer Moment: Kammerlanders Blick ins Tal vor seiner Rekordfahrt vom Mt. Everest 1996.

      Foto: Archiv Hans Kammerlander

      Historischer Moment: Kammerlanders Blick ins Tal vor seiner Rekordfahrt vom Mt. Everest 1996. (Quelle: Archiv Hans Kammerlander)

      Wie sah die Vorbereitung
 Ihrer legendären Skiabfahrt vom Mount Everest aus?

      Diese Expedition hatte ich lange geplant. Es war mein Traum, den höchsten Berg der Welt als erster Mensch auf Skiern abzufahren. Niemand weiß, wie oft ich in den Dolomiten in steilen Rinnen ans Limit gefahren bin, um für den Everest meine Steilwandtechnik zu perfektionieren. Vier Wochen vor der Besteigung trekkte ich durch Nepal, um zur Ruhe zu kommen und mich zu akklimatisieren. Ich dachte: Jetzt kann der Berg kommen, jetzt stresst er mich nicht mehr.

      Am 23. Mai 1996, Sie hatten fünf Tage im Basislager auf gutes Wetter gewartet, brachen Sie
 zum Gipfel auf. Mit freiem Kopf?

      
Im Basislager war die Stimmung schlimm. Viele Bergsteiger waren in dieser Saison am Everest umgekommen. Als ich um die Mittagszeit am Gipfel keine Windfahne mehr sah, entschied ich mich, noch um 17 Uhr abends aufzubrechen. Um die Zeit geht man normalerweise am Everest ins Bett. Ich nahm nur einen Liter Tee mit, nichts zu essen. Ich wollte möglichst schnell hinauf, um die Zeit in der Todeszone zu reduzieren.

      Nach 16 Stunden und 40 Minuten erreichten Sie den Gipfel. Bis heute war niemand mehr so schnell über die Nordseite oben. Und dann wolltenSie ja noch auf Skiern hinab...

      Es war fast unwirklich, als ich realisierte, dass es nicht mehr höher geht. Ich stand ganz alleine da oben. Ich habe zehn Mi­nuten mit mir gerungen, ob ich wirklich auf den Brettern abfahre oder doch zu Fuß zurückgehe. Das ist eine lange Zeit, wenn man am höchsten Punkt der Erde steht und den Rückweg noch vor sich hat. Diese Entscheidung zu treffen, war der schwierigste Moment in meinem Leben. Ich sagte mir, wenn ich es jetzt nicht mache, dann wird mich das für den Rest meines Lebens wurmen. Solche wind­stillen Verhältnisse bekomme ich da oben nie wieder. Und so habe ich die Skier angeschnallt und bin langsam über die Kante gerutscht.

      Wie steil ist der Berg im Gipfelbereich?

      Zwischen 55 und 60 Grad. Ich war angespannt. Ich wusste, wenn ich in Rückenlage komme, bin ich weg. Die Abfahrt hat nichts mit elegantem Skifahren zu tun, der Schnee ist hart; man steht extrem auf den Kanten, der Ellenbogen berührt auf der Bergseite als Stütze den Hang. Nach 100 Metern habe ich mich etwas entspannt und war langsam mit den Skiern vertraut. Es wird von Meter zu Meter besser, wegen des Sauerstoffs.

      Ohne Worte: Gipfelglück.

      Foto: Archiv Hans Kammerlander

      Ohne Worte: Gipfelglück. (Quelle: Archiv Hans Kammerlander )

      Die Abfahrt dauerte mehr als sechs Stunden. Wo lagen die Probleme?

      Ich musste immer wieder stehen bleiben, weil meine Reaktion nicht da war. Dann hatte ich Angst, im Stehen umzufallen. Ich bin eine Rinne runter und saß plötzlich in der Falle: Statt Schnee blankes Eis, da hätten die Kanten der Skier nicht gehalten. Nach oben konnte ich ohne Steigeisen nicht mehr, nach unten per Ski auch nicht. Kurz dachte ich: Das war’s. Und dann sehe ich die Steigeisen an meinem Klettergurt baumeln. In meinem Zustand hatte ich vergessen, dass ich die noch habe. So konnte ich weiter.

      Stimmt es, dass Sie dann auch noch einen Handschuh verloren?

      Ja, und mir war klar: Ohne Ersatz sind die Finger verloren. Ich wusste, dass 200 Meter weiter unten ein Inder liegt, der ein paar Tage vorher am Berg gestorben war. Ich bin zu ihm abgestiegen und habe mir einen seiner Hand­schuhe geliehen.

      Sie sind einer von nur 142 Menschen, die den Everest bislang ohne Sauerstoffflasche bezwingen konnten. Dagegen standen schon an einzelnen Tagen bis zu 169 Menschen oben – mit Sauerstoff. Ist es ein Fehler, Amateure auf den Everest zu lassen?

      Es ist kriminell. Da kommen Leute, die Geld haben und sich den Berg kaufen, für 60.000 Dollar pro Tour, aber nicht die bergsteigerischen Fähigkeiten für einen Achttausender besitzen. Das schadet dem Alpinismus extrem. Den Everest mit Sauerstoff zu besteigen, ist, wie wenn ein Leichtmotorradfahrer bei der Tour de France starten dürfte. Solche Leute sollten vielleicht den Mont Blanc besteigen, am Everest haben sie nichts verloren.

      Sie bestiegen die Seven Second Summits, die sieben zweithöchsten Berge der Kontinente. Aber zuerst hieß es, sie hätten beim Mount Logan auf dem falschen Gipfel gestanden.

      Der Aufschrei war natürlich groß. Wenn man sich einen Fehler leistet und einen Namen hat, kommt die Kritik von allen Seiten. Man hat mich hingestellt, als wäre ich der größte Lügner. Ich bin dann 2012 nach Kanada und habe den Berg einfach noch einmal bestiegen, damit war das geklärt.

      Fehlerkorrektur: 2012 besteigt Kammerlander den Mount Logan.

      Foto: Archiv Hans Kammerlander

      Fehlerkorrektur: 2012 besteigt Kammerlander den Mount Logan. (Quelle: Archiv Hans Kammerlander)

      Zu einem anderen Vorfall haben Sie sich bisher nicht öffentlich geäußert: Am 26. November 2013 waren Sie wenige Kilometer von Ihrem Wohnort im Tauferer Ahrntal an einem Unfall mit fünf Fahrzeugen beteiligt. Ein junger Mann starb. Sie waren alkoholisiert, hatten 1,48 Promille.

      Diese Autofahrt war ganz klar der größte Fehler meines Lebens. Alle Fehler, die ich je am Berg gemacht habe, sind im Vergleich dazu banal.

      Anfänglich meldeten die Südtiroler Zeitungen, der tödlich Verunglückte sei in Sie hineingefahren. Sie korrigierten diese Darstellung. Trotzdem vermuteten viele, Sie hätten einen Promibonus. Was ist Ihre Wahrheit?

      
Ich habe sofort gesagt, dass der Polizeibericht falsch ist. Aber da war die Meldung schon draußen, ich lag im Krankenhaus. Dieses Hin und Her hat danach zu einer enormen Angriffswelle gegen mich geführt, vor allem in der Anonymität des Internets. Jeder hat das Recht, mich für diese Sache zu kritisieren, aber auf diese Art finde ich das feige.

      Vor einem Jahr schlossen Sie einen gerichtlichen Vergleich: zwei Jahre Haft auf Bewährung, ein Jahr Führerscheinentzug wegen fahrlässiger Tötung und Alkohol am Steuer. Viele fanden das Urteil zu milde, heißt es.

      Es sind viele Fehler gemacht worden in dieser Nacht, nicht nur von mir. Mehrere Autos haben die Sicherheitsabstände damals nicht eingehalten. Ein Auto fuhr wie ich zu weit in der Mitte. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will mich nicht rausreden: Meine Schuld waren die 1,48 Promille. Diese Schuld ist da. Diesen Fehler hätte ich nicht begehen dürfen.

      Die Eltern des Unfallopfers
 wohnen in einem Nachbardorf.
 Haben Sie Kontakt zu ihnen?

      
Nicht mehr. Ich glaube, das ist schwer für sie. Der Schock sitzt tief, und das kann ich verstehen. Es tut mir alles furchtbar leid. Sie waren vom milden Urteil enttäuscht.

      "Ich bin kein Vorbild, ich war nie eines", sagt Kammerlander. Seine Alkoholfahrt sieht er klar als größten Fehler seines Lebens: "Alle Fehler, die ich je am Berg gemacht habe, sind im Vergleich dazu banal."

      Foto: Manuel Ferrigato

       (Quelle: Manuel Ferrigato)

      Das gilt für viele Südtiroler – Ihr Ruf hat enorm gelitten. Sie halten in Ihrer Heimat keine Vorträge und geben auch keine Interviews mehr.

      Es wird nie ganz vorbei sein. Ich sehe meinen Fehler klar ein, von der Angriffswelle gegen mich bin ich dennoch enttäuscht. Wenn ich heute zu Hause unterwegs bin und Leuten begegne, frage ich mich oft: Hat der auch solche Sachen über mich im Netz geschrieben? Es waren an die 8000 Beiträge, die über mich zu lesen waren, die meisten negativ. Ich spiele mit dem Gedanken, aus Südtirol wegzuziehen. Und dann wieder fällt mir der Schritt extrem schwer.

      Wo würden Sie hingehen?

      Nach Osttirol, in die Lienzer Dolomiten. Da ist es so schön wie bei uns. Ich liebe Südtirol, aber ich hatte nie Heimweh, wenn ich woanders war.

      Welche Freunde sind Ihnen geblieben?

      Die wahren. Diejenigen, die mit einem reden statt über einen. Einige haben zu mir gesagt: Wie oft habe ich etwas getrunken und bin Auto gefahren, aber ich habe immer Glück gehabt.

      Stehen Sie auch deshalb so inder Kritik, weil Sie als weltberühmter Sportler ein Vorbild waren?

      
Ich bin kein Vorbild, ich war nie eines – das ist doch ein Blödsinn! Ich fühle mich doch nicht als Vorbild, wenn ich am Everest die Ski anschnalle und runterfahre. Da bin ich das Gegenteil! Die Mutter Teresa, die ist ein Vorbild, oder der Dalai Lama ...

      ... den Sie in Tibet mehrmals getroffen haben. Er sagt: Wenn du merkst, dass du einen Fehler begangen hast, dann unternimm alles, ihn zu korrigieren.

      Darüber habe ich viel nachgedacht. Aber bei dem Unfall ist mir diese Möglichkeit leider nicht mehr gegeben. 


      Das Interview mit Hans Kammerlander entstammt der Ausgabe 2/2016 des Allianz Deutschland Kundenmagazins "1890" mit dem Themenschwerpunkt "Fehler". Alle Ausgaben des Magazins stehen in unserer Mediathek zum Download zur Verfügung. 

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