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Interview mit dem Monoskifahrer Martin Braxenthaler vor seinem Start bei den Paralympics 2010 in Vancouver. Die Allianz unterstützt die Athleten aus dem deutschen Top-Team bei der Vorbereitung auf das sportliche Großereignis.
Allianz Deutschland AG
München18.02.2010

Seit 2006 ist die Allianz Partner des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) sowie des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Ziel der Zusammenarbeit ist die Unterstützung der paralympischen Bewegung und der Athleten des deutschen Top-Teams. Einer dieser Ausnahme-Athleten ist Martin Braxenthaler, der bei den Spielen 2010 in Vancouver für das Deutsche Paralympic-Skiteam an den Start gehen wird.
Nach einem Betriebsunfall 1994 querschnittgelähmt, fährt Braxenthaler seit 1995 Monoski. Bei drei Paralympics hat er in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom eine Bronze- und sieben Goldmedaillen geholt; 2006 in Turin war er bester deutscher Teilnehmer. Außerdem war er acht Mal Weltcup-Gesamtsieger. 2010 geht er zum vierten Mal bei den Paralympics an den Start.
Martin Braxenthaler wurde für sein sportliches und soziales Engagement mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Laureus als "Sportler des Jahres 2006". Das Allianz Redaktionsteam hat den Ausnahmeathleten gefragt, wie er sich für Wettkämpfe motiviert, und woraus er Kraft für Training und Alltag schöpft.
Martin Braxenthaler geht für das deutsche Ski-Team bei den Paralympics 2010 in Vancouver an den Start.
Illustratives Bild

Herr Braxenthaler, wie sind Sie zum Leistungssport gekommen?
Martin Braxenthaler: "Nach meinem Unfall habe ich mit dem Monoskifahren angefangen, zunächst als Breitensport. Ich habe viel trainiert und bin die ersten Rennen gefahren – da war der Reiz, sich mit anderen zu messen. Ich kannte ein aktives Mitglied der Nationalmannschaft, das hat mich mitgezogen, mich immer wieder auf ein Training oder ein Rennen hingewiesen. So kam eins zum anderen, und ich bin in den Landeskader gekommen und von da in die Nationalmannschaft."
Wie bezwingen Sie Ihren inneren Schweinehund, wie motivieren Sie sich?
Martin Braxenthaler: "Jeder Sportler, der seinen Sport intensiv betreibt, hat Phasen, wo er sich fragt, ob sich die Mühe lohnt, ob die Ergebnisse die Anstrengung rechtfertigen. Aber das ist eine Frage der Einstellung: Man darf sich selbst nicht unter Druck setzen und den Spaß nicht aus den Augen verlieren. Ich halte nichts davon, trainieren zu gehen, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht stimmt. Ohne Freude bringt die ganze Anstrengung nichts. Da handle ich gewissermaßen aus dem Bauch heraus, aber mit dem Pflichtbewusstsein im Hinterkopf."
Woraus schöpfen Sie Ihre mentale Stärke?
Martin Braxenthaler: "Viel hängt davon ab, wie gut man seine eigenen Stärken und seine Fähigkeiten einschätzen kann. Man muss sich auf das besinnen, was man gut kann, und es dann umsetzen. Auch ich habe in jeder Saison Rennen, in denen ich nicht so gut bin, aber das fällt nicht auf, wenn ich in den entscheidenden Rennen Leistung bringe.
Natürlich ist nach einem schlechten Rennen die Stimmung unten, man verkriecht sich ein bisschen. Aber darüber komme ich schnell hinweg, und dann analysiere ich, woran es lag. Es ist extrem wichtig, einem Misserfolg positives Denken entgegenzusetzen, sonst wird man immer schlechter. Wer nicht positiv denkt, verliert einen wichtigen Baustein für den Erfolg."
Was kommt nach Vancouver?
Martin Braxenthaler: "Nach Saisonende werden wir im Team analysieren, wie es gelaufen ist. Jetzt bin ich aber erstmal voll auf Vancouver und den Trainingsplan dafür fixiert. Ich nehme jetzt zum vierten Mal an den Paralympics teil, da steht natürlich das Karriereende langsam im Raum – aber ich sehe das Ganze positiv: Ich habe im Sport schon so viel erreicht, mein Leben wird sich nicht ändern, wenn ich keine Medaille hole. Ich bin dann vielleicht kurz enttäuscht, aber es wird mich nicht aus der Bahn werfen.
Die Leistungsdichte ist sehr hoch und die Konkurrenz brutal – es wird für mich nicht einfach, eine Medaille zu gewinnen. Aber ich habe meinen Beitrag für die Nominierung geleistet und fühle mich überdurchschnittlich fit. Man darf nie vergessen, dass man bei so einer Veranstaltung nicht alles in der Hand hat. Wenn ich im ersten Rennen stürze oder krank werde und mit Fieber und Erkältung im Bett liege, hilft die ganze Vorbereitung nichts."
Welchen Ratschlag können Sie anderen Sportlern mit auf den Weg geben?
Martin Braxenthaler: "Setzen Sie sich immer erreichbare Ziele und gestalten Sie die Schritte Richtung Ziel so, dass diese umsetzbar sind. Und: Setzen sie sich immer neue Ziele – sie machen das Leben erst interessant. Auch aus vermeintlichen Niederlagen lässt sich viel lernen, um daraus gestärkt hervorzugehen und neuen Herausforderungen gewachsen zu sein."
 
 
 
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Kontakt für Presse
Christian Teichmann
Allianz Deutschland AG
Telefon 089.3800-7578
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