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Allianz Umfrage zur seelischen Verfassung der Deutschen in der kalten Jahreszeit: Bei fast 40 Prozent schlägt das Schmuddelwetter auf's Gemüt. Wie sich man mit einfachen Verhaltenstipps über die trüben Tage hinweg retten kann, erklärt der Psychiater Marius Cristian.
Allianz Deutschland AG
München05.12.2008

Viele haben es im Herbst oder Winter schon einmal am eigenen Leib erfahren: Draußen regnet es, es ist neblig, nass und kalt - und die Laune ist am Boden. Schlapp und antriebslos quält man sich durch den Tag. Wie es um die seelische Verfasssung der Deutschen in der kalten Jahreszeit steht, wollte die Allianz genauer wissen. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hat hierzu 500 Deutsche ab 14 Jahren befragt.
Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage im November 2008: 39 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass sich das schlechte Herbstwetter auf ihre Gefühlslage auswirke. Elf Prozent verspüren sogar einen starken Wettereinfluss, wobei es bei den Frauen und bei den Befragten über 55 Jahre überproportional viele sind.
Trübes Wetter - trübe Stimmung. Statt sich einzukapseln, können gerade jetzt Sport und soziale Kontakte helfen. Im Falle einer saisonal bedingten Depression sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden.
Illustratives Bild

Saisonal wiederkehrendes Unwohlsein
Tatsächlich kennt die Medizin das Krankheitsbild einer saisonal abhängigen Depression (SAD), die im Jahresrhythmus im Herbst und Winter das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen kann. Wer von dieser auch Winterdepression genannten Krankheit betroffen ist, klagt oft über Antriebslosigkeit, hat selten Spaß an der Arbeit und wird teilweise überraschend von einer unbegründeten Traurigkeit überfallen.
Viele essen in dieser Phase mehr als sonst und nehmen entsprechend zu. Außerdem ist das Bedürfnis nach Schlaf oft größer als im Frühjahr und im Sommer. Morgens will man oft nicht aufstehen und quält sich aus dem Bett. Eine gewisse Lustlosigkeit zieht sich durch den Tag und beeinträchtigt teilweise auch die familiäre Situation bis hin zum Geschlechtsleben.
Wichtig: Sich jemandem anvertrauen
Dennoch ist das Auftreten einzelner Symptome meist kein Anlass zur Sorge. "Solange diese nur ab und zu auftreten und nicht ausgeprägt sind, haben sie meist keinen Krankheitswert", sagt Marius Cristian, Facharzt für Psychiatrie und Gesundheitsexperte der Allianz Privaten Krankenversicherung. "Wer sich jedoch über einen längeren Zeitraum schlecht fühlt, der sollte nicht zögern, sich seinem Hausarzt anzuvertrauen, der bei Bedarf zu einem Psychiater überweist."
Oft kann auch, so ein Ergebnis der Allianz Umfrage, bereits ein Gespräch mit Freunden oder Verwandten den richtigen Weg weisen: Zeigen sich bei der besten Freundin oder beim besten Freund über längere Zeit typische Symptome einer Winterdepression wie schlechter Schlaf, würden 47 Prozent der Befragten diese tatsächlich zum Arzt schicken. Bei beruflichen oder familiären Problemen würden rund zwei Drittel jedoch zunächst versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.
Licht hellt die Stimmung auf
Marius Cristian von der Allianz rät, einer gedrückten Stimmung im Herbst und Winter aktiv vorzubeugen und sich an einen geregelten Tagesablauf zu halten. "Gerade wenn die Nächte länger als die Tage sind, sollte das oft spärliche Tageslicht bewusst genutzt werden", so Cristian. "Stehen Sie in dieser Zeit nicht zu spät auf und profitieren Sie so oft wie möglich vom natürlichen Sonnenlicht. Außerdem ist es sinnvoll, die Wohnung bei schlechten Lichtverhältnissen auch tagsüber hell auszuleuchten."
Insbesondere denen, die unter Schlafproblemen leiden, empfiehlt Cristian ein paar Grundregeln zum Thema "Schlafhygiene": "Wer nicht mehr schlafen kann, der sollte sich nicht im Bett wälzen, sondern einfach aufstehen." Auf ausreichende sieben bis acht Stunden Schlaf kommt man leichter, wenn man zu regelmäßigen Zeiten und nicht zu spät ins Bett geht und sich möglichst gesund ernährt. "Die letzte Mahlzeit des Tages sollte zum Zeitpunkt des Zubettgehens mindestens drei Stunden zurückliegen", so Cristian.
Wer sich schwer tut, den Empfehlungen zu folgen, der bezieht am besten Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte in seine Bemühungen mit ein. Überhaupt wirken sich soziale Kontakte positiv auf die seelische Verfassung aus: Vor allem Sport im Verein oder in einer Gruppe ist nicht nur gut für die eigene Fitness, sondern bringt manchen Schlechtgelaunten schneller auf andere Gedanken.
 
 
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Kontakt für Presse
Ulrich Hartmann
Allianz Deutschland AG
Telefon 089.3800-12943
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