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Über 180 verschiedene Formen des Kopfschmerzes kennt die Medizin. Unangenehm sind sie alle - die Einnahme von Schmerzmitteln ist aber nicht immer gerechtfertigt. Behandlungsbedürftig hingegen ist die Nervenerkrankung Migräne, an der acht Millionen Deutsche leiden.
Allianz Deutschland AG
München04.09.2008

Illustratives Bild

Fast jeder kennt ihn, den Brummschädel. Ihn mit Schmerzmitteln zu bekämpfen, ist aber nicht immer nötig.

Fast jeder hat sie schon einmal zu spüren bekommen: Kopfschmerzen. Sie gelten als Volkskrankheit Nummer Eins, unter der mehr als die Hälfte der Deutschen regelmäßig leidet. Auch Kinder sind bereits betroffen.
Für viele Betroffene ist es bei Kopfschmerzen jeder Art am einfachsten, schnell ein Medikament einzunehmen, um wieder auf den Damm zu kommen. Doch die unerwünschten Nebenwirkungen, die manche Präparate mit sich bringen, werden leicht unterschätzt. Dr. med. Manfred Lucko, Betriebsarzt bei der Allianz Deutschland AG dazu: "Ich rate grundsätzlich bei jeder Kopfschmerzart, den Schmerzmittelkonsum so weit wie möglich zu reduzieren."
Medikamente wie starke Schmerz- oder Migränemittel können auch Einfluss auf Wahrnehmung, Reaktions- und Konzentrationsvermögen nehmen - beispielsweise im Straßenverkehr. Deshalb empfiehlt der Allianz Arzt: Den Beipackzettel von Medikamenten sorgfältig lesen. Denn hier finden sich bereits Hinweise darauf, ob sie die Leistungsfähigkeit beeinflussen und welche Auswirkungen sie im Zusammenspiel mit anderen Arzneien hervorrufen. Im Zweifelsfall beim Arzt oder Apotheker nachfragen.
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz
Unter welcher Art Kopfschmerz ein Betroffener leidet, ist nicht immer leicht festzustellen: Die Medizin unterscheidet hier zwischen über 180 verschiedenen Formen. Das "klassische" Kopfweh, das fast jeder gelegentlich verspürt, ist der dumpf-drückende so genannte Spannungskopfschmerz. Er lässt sich im Normalfall gut in den Griff bekommen. Manchmal hilft schon etwas Bewegung an der frischen Luft oder ein leichtes Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS).
Dr. Lucko rät aber grundsätzlich, Schmerzen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – vor allem wenn sie häufiger auftreten: "Es ist wichtig, gemeinsam mit dem Arzt herauszufinden, unter welcher Art von Kopfschmerzen ein Betroffener leidet und ob nicht eine Migräne vorliegt."
Acht Millionen Deutsche leiden unter Migräne
Denn diese weltweit häufigste Nervenerkrankung ist mehr als "nur" Kopfweh. Allein in Deutschland sind laut Migräne Liga etwa acht Millionen Menschen betroffen - rund 75 Prozent davon Frauen. Die Veranlagung zu Migräne wird wahrscheinlich vererbt. Zentrales Symptom eines Migräne-Anfalls, der zwischen vier und 72 Stunden dauern kann, ist ein heftiger, pochender Kopfschmerz, oft auf nur einer Kopfseite. Körperliche Betätigung verstärkt die Schmerzen, Lichtscheu und Lärmempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen kommen hinzu.
Dr. Lucko: "Migräne sollte behandelt werden, da die Betroffenen stark leiden. Heilen lässt sich die Erkrankung allerdings nicht. Aber man kann bestimmte Auslösefaktoren herausfinden, wenn möglich vermeiden und damit die Häufigkeit der Attacken verringern. Da jeder Betroffene individuell reagiert, sollte er gemeinsam mit seinem Arzt einen Behandlungsplan entwickeln - das verspricht die besten Erfolgschancen." Ein weiterer Lichtblick: Im Normalfall werden Migräneattacken nach dem 45. Lebensjahr milder und seltener - bei Frauen und Männern.
 
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Kontakt für Presse
Susanne Kluge
Allianz Deutschland AG
Telefon 089.3800-14454
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