Volvo erhält Allianz Auszeichnung für Diebstahlsicherheit
Die Volvo-Modelle C30, S40, V50, C70, V70 und XC70 erhielten am 13. April 2007 auf der Automobilmesse AMI Leipzig das Zertifikat des Allianz Zentrum für Technik (AZT) mit der Höchstbewertung von fünf Sternen für ein integriertes Konzept gegen Kfz-Diebstahl.

Auszeichnung für Diebstahlsicherheit: Dieter Anselm (rechts), Allianz Zentrum für Technik, gratuliert Volvo-Geschäftsführer Lennart Stegland
Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) bietet seit 2005 den Fahrzeugherstellern ein Zertifikat für besonderen Diebstahlschutz an. Im Rahmen der AMI in Leipzig überreichte Dieter Anselm, Geschäftsführer des Bereichs Kraftfahrzeugtechnik des AZT, die Zertifizierungs-Urkunde an Lennart Stegland, Vorsitzender der Geschäftsführung von Volvo Car Deutschland.
Der neue Volvo S80 erfüllt als erstes ausländisches Fahrzeug die hohen Anforderungen an das integrierte Diebstahlschutzkonzept, das die Voraussetzung für "Certified Security" ist. Das Zertifikat wurde vergeben für eine optimale Auslegung des Wegfahrsperrensystems unter Verknüpfung mehrerer betriebsrelevanter Steuereinheiten.
Deren umfassender Schutz gegen Manipulation ist verbunden mit einer gut kontrollierten, nachvollziehbar dokumentierten Ersatzteilversorgung. Umfangreiche Auswerte- und Auskunftsmöglichkeiten des Fahrzeugherstellers erleichtern die Aufklärung von Manipulationen und Betrugsversuchen.
Sichtbarer Beleg für "unsichtbaren" Diebstahlschutz
Ausgezeichnet wurden die Volvo Modelle C30, S40, V50 und C70 sowie die im März 2007 vorgestellten und ab Modelljahr 2008 erhältlichen neuen Versionen des V70 und des XC70. Bereits 2006 erhielt der Volvo S80 das Allianz Zertifikat.
"Eine derartige ganzheitliche Betrachtung des Diebstahlschutzes ist ein wichtiger Schritt, um es den Autodieben künftig noch schwerer zu machen und die Anzahl der Kfz-Diebstähle weiter zu senken", so Dieter Anselm vom AZT.
"Für den Fahrzeughersteller ist das Zertifikat eine Anerkennung für seinen technischen und organisatorischen Aufwand, den er - trotz erhöhter Kosten - zugunsten des Diebstahlschutzes und damit zum Vorteil für den Fahrzeughalter betreibt. Der Fahrzeugbesitzer erhält damit von neutraler Seite einen sichtbaren Beleg für den ansonsten 'unsichtbaren' hohen Diebstahlschutz seines Fahrzeuges."
Elektronische Wegfahrsperre als Meilenstein
Die Zahl der Fahrzeugentwendungen erreichte im Jahr 1993 ihren Höhepunkt. Die deutschen Versicherungen mussten über 105.000 Autos (Pkw) mit einem Aufwand von rund 800 Millionen Euro bezahlen. Seit Einführung der elektronischen Wegfahrsperre, für die das AZT 1993 das Anforderungsprofil vorgegeben hatte, ging diese Zahl inzwischen deutlich auf unter 25.000 zurück.
Weitere Erfolge im Kampf gegen den Kfz-Diebstahl sind nach Ansicht des AZT nur durch ein integriertes Schutzkonzept zu erlangen. Dazu zählen nicht nur die Weiterentwicklung der technischen Komponenten zum Diebstahlschutz, sondern auch und vor allem die kontrollierbare und umfassende Dokumentation der Verwendung und Programmierung aller diebstahlrelevanten Teile einschließlich der Fahrzeugschlüssel.
Das Zertifikat kann auf Antrag allen Fahrzeugmodellen verliehen werden, die die hohen technischen, logistischen und organisatorischen AZT-Anforderungen erfüllen. 2005 erhielt der Audi A8 als erstes Fahrzeug die begehrte Auszeichnung.
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